Eines der schönsten Werke des italienischen Trecento: Das Leben Christi in wundervollen Bildern

Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida

Florenz (Italien) — 1320-1330

Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida

Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida

Florenz (Italien) — 1320-1330

  1. Das Werk von Pacino di Bonaguida (aktiv ca. 1303 - 1347) über das Leben Christi gehört zu den bedeutendsten Arbeiten des italienischen Trecento

  2. Die Szenen spielen vor oder in architektonischen Räumen, wobei die Perspektive ihre erste Umsetzung fand

  3. Die Handschrift von ca. 1320 kommt völlig ohne Text aus und basiert ausschließlich wunderschönen Bildern

Pacino de Bonaguidas Buch der Bilder

Pacino di Bonaguida's Bilderbuch

Jesu Todesangt im Garten Gethsemane

Nach dem Letzten Abendmahl ging Jesus in dem Wissen, dass sich sein Schicksal erfüllte, allein zum Gebet. „Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm neue Kraft. Und er betete in seiner Angst noch inständiger und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.“ (Lk 22:41-44)

Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida

Alternativ-Titel:
  • Pacino di Bonaguida’s Picture Book
  • Pacino de Bonaguida - Scenes from the Life of Christ and the Life of the Blessed Gerard of Villamagna
Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida – MS M.643 – Morgan Library & Museum (New York, USA)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Pacino di Bonaguidas Buch der Bilder zählt zu den bedeutendsten Werken der italienischen Buchkunst des Trecento. Der florentiner Künstler übertrug die Entwicklungen der Trecento-Malerei in Italien, insbesondere vertreten durch die monumentale Malerei Giottos, in das intimere Medium der Buchmalerei. In leuchtend bunten Miniaturen von großer Eindringlichkeit führt er mit seiner um 1320 entstandenen Bilderhandschrift das Leben Christi vor Augen.

Pacino di Bonaguidas Buch der Bilder

Pacino di Bonaguidas Buch der Bilder zählt zu den bedeutendsten Werken der italienischen Buchkunst des Trecento. Der florentiner Künstler übertrug die Entwicklungen der Trecento-Malerei in Italien, insbesondere vertreten durch die monumentale Malerei Giottos, in das intimere Medium der Buchmalerei. In leuchtend bunten Miniaturen von großer Eindringlichkeit führt er mit seiner um 1320 entstandenen Bilderhandschrift das Leben Christi vor Augen.

Die Macht der Bilder

Als erstes fällt dem Betrachter wohl das intensive Blau des Hintergrundes ins Auge. Diese leuchtende Farbe bestimmt die Miniaturen des Buches durchgehend. Jeweils von einem blau-roten Rahmen umgeben, spielen sich auf dem blauen Grund biblische Szenen ab. Der Reigen von insgesamt 38 ganzseitigen Miniaturen beginnt mit einer Darstellung König Davids mit einer Schriftrolle in der Hand. Darauf folgen 32 Szenen aus dem Leben Christi, von der Verkündigung über Geburt und Kindheit Christi bis zur Passion und schließlich der Himmelfahrt. Die letzten fünf Bildseiten behandeln das Leben des Heiligen Gerardo da Villamagna, einem Kreuzzugsteilnehmer und Franziskanermönch des 13. Jahrhunderts, der als Einsiedler sein Leben beschloss.

Die große Kunst des Trecento in kleinem Format

Die Szenen spielen vor oder in architektonischen Räumen, wobei auch die Perspektive schon erste Anwendung findet, oder in der Natur vor stilisierten Bäumen und grünen Hügeln. Bewundernswert ist die Reduktion der dargestellten Figuren nur auf die am Geschehen beteiligten Personen. Sie sind allesamt in bunte Gewänder mit schönem Faltenwurf gekleidet und zeichnen sich vor allem durch aussagekräftige Gesten aus, die das Geschehen erläutern. Pacino di Bonaguida übertrug demzufolge die Entwicklungen in der Malerei des Trecento in Italien mit all ihren Neuerungen auf die Buchmalerei übertragen. Besonders erwähnenswert ist die erstmalige Verwendung der Perspektive, der neuen räumlichen Bildauffassung des Trecento, in der Buchmalerei. Er schafft es jedoch trotz allem, nicht direkt auf Vorbilder Bezug zu nehmen, sondern eigene Bildideen umzusetzen. Indem er die großen Darstellungen der Tafel- und Wandmalerei in seiner Miniatur-Malerei in mehrere kleine Szenen unterteilt und leichter nachvollziehbar macht, begründet er zugleich eine neue Art der erzählerischen Entwicklung.

Das Werk eines wegweisenden Künstlers

Pacino di Bonaguida fertigte mit seinem Buch der Bilder eine Handschrift ganz ohne Text, die sich nur auf die Aussagekraft der malerischen Darstellung verlässt. Auf 19 Blättern versammelt er eindringliche Darstellungen zum Leben Christi in kräftigen Temperafarben und mit Einsatz von wertvollem Blattgold. Pacino di Bonaguida ist der erste Buchmaler in Florenz, der uns namentlich bekannt ist. Sein Name ist heute vor allem verbunden mit einigen Werken der Buchmalerei, wie dem Buch der Bilder oder dem Lebensbaum in der Florentiner Akademie, aber auch mit dem einzigen Tafelwerk mit seiner Signatur, dem sogenannten Chiarito-Tabernakel aus den 1340er Jahren, der heute im J.Paul Getty Museum in Los Angeles aufbewahrt wird. Die hier behandelte Bilderhandschrift ist wohl um 1320 entstanden und befindet sich heute in der Sammlung der Morgan Library in New York.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Pacino di Bonaguida’s Picture Book
Pacino de Bonaguida - Scenes from the Life of Christ and the Life of the Blessed Gerard of Villamagna
Umfang / Format
40 Seiten / 30,9 x 22,5 cm
Datum
1320-1330
Buchschmuck
38 Miniaturen: 32 Szenen aus dem Leben Christi, zwei alttestamentliche Szenen und vier Miniaturen mit Szenen aus dem Leben des seligen Gherardo von Villamagna
Inhalt
32 Szenen aus dem Leben Christ, zwei alttestamentarischen Szenen und vier Miniaturen mit Szenen aus dem Leben des hl. Gherardo de Villamagna
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Pacino de Bonaguidas Buch der Bilder

Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida

Die Frauen am Grab

Vor einem kräftigen blauen Hintergrund sind drei Jüngerinnen Christi gekommen, um ihm an seinem Grab noch einmal die letzte Ehre zu erweisen. Eine Frau hält eine Salbe in der Hand. Am Grab aber finden die drei einen Engel mit leuchtend roter Haut, der auf der Kante des leeren Steingrabes sitzt und ein Zepter in der linken Hand hält; die rechte Hand hat er in Richtung der Trauernden erhoben, um ihnen die Auferstehung zu verkünden.

Diese Miniatur ist ein wunderbares Beispiel für das besonders gelungene Fallen der Gewänder, für kraftvolle Gesten und die stark stilisierten Hintergründe des Manuskripts. Die Szene bedient sich einer wunderbaren Palette von Primärfarben mit beruhigenden Grün- und Blautönen im Kontrast zu einem leuchtenden Rot, das an Orange grenzt. Fein polierte goldene Heiligenscheine runden dieses wundervolle Werk aus dem Trecento ab.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida“

Pacino de Bonaguidas Buch der Bilder
Buch der Bilder von Pacino de Bonaguida – MS M.643 – Morgan Library & Museum (New York, USA)
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Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2015
Limitierung
900 Exemplare
Einband
Die Originalblätter werden ungebunden aufbewahrt. Das Faksimile ist in rotes Leder mit reicher Goldprägung gebunden.
Kommentar
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Sprachen: Englisch, Deutsch
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