Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid)

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid) – Testimonio Compañía Editorial – Inventario: 70300 – Museo de América (Madrid, Spanien)

Yucatán (Mexiko) — Vor der Conquista

Ein symbol- und bilderreicher Einblick in eine geheimnisvolle Welt: Eine von nur vier erhaltenen Maya-Handschriften mit astronomischen Kalendertabellen und prophetischen Voraussagen auf fast sieben Metern

  1. Eine wahre Seltenheit und ein Einblick in den Alltag der Mayas

  2. Mit astronomischen Kalendertabellen für religiöse Feste und die Landwirtschaft

  3. Heute das wertvollste Exponat des Museo de América in Madrid

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid)

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
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Beschreibung
Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid)

Einer von nur mehr drei erhaltenen authentischen Maya-Codices: der berühmte Codex Tro-Cortesianus! In wunderschöner und rätselhafter, herrlich bildhafter Maya-Sprache wird der Zauber der Kultur dieses indigenen Volksstammes in Mittelamerika lebendig. Astrologische Berechnungen und prophetische Voraussagen lassen Rückschlüsse zu auf das Leben der Maya, auf ihren Alltag und ihre religiösen Gebräuche. In zwei Teilen nach Spanien gelangt, zählt der außergewöhnliche Codex – gefaltet und insgesamt 6, 82 m lang – heute zu den großen Schätzen des Museo de América in Madrid!

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid)

Einer von nur mehr drei erhaltenen authentischen Maya-Codices: der berühmte Codex Tro-Cortesianus! In wunderschöner und rätselhafter, herrlich bildhafter Maya-Sprache wird der Zauber der Kultur dieses indigenen Volksstammes in Mittelamerika lebendig. Astrologische Berechnungen und prophetische Voraussagen lassen Rückschlüsse zu auf das Leben der Maya, auf ihren Alltag und ihre religiösen Gebräuche. In zwei Teilen nach Spanien gelangt, zählt der außergewöhnliche Codex – gefaltet und insgesamt 6, 82 m lang – heute zu den großen Schätzen des Museo de América in Madrid!

Ein wahres Bilderrätsel

Rätselhafte Symbole und wundersame Wesen bevölkern die ungewöhnliche Handschrift: Schlangen, die sich zum Kreis formen, ein teuflisch grinsender Gnom mit einer Fackel in den Händen, ein Drachentier mit prunkvoll geschmückter Stirn und vieles mehr. Zwischen diesen größeren Miniaturen sind wie in Zeilen aufgereiht weitere unbekannte Zeichen festgehalten. Es handelt sich bei diesen Aufzeichnungen um die faszinierende Schrift der Maya, dieses indigenen Volkes auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan. Die Maya-Schrift schafft es bis heute, einige ihrer wundersamen Geheimnisse für sich zu behalten!

Ein unglaublich langer Codex

Der berühmte Codex Tro-Cortesianus ist einer der nur drei erhaltenen Maya-Codices der Welt. Die ungewöhnliche Handschrift besteht aus einem 6,82 m langen, gefalteten Stück Amate-Papier. Der Codex Tro-Cortesianus ist auf beiden Seiten beschrieben. Er entstand im 14. Jahrhundert auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko, wo noch heute beeindruckende Tempelruinen wie Tikal oder Tulum von der grandiosen Kultur der Maya zeugen. Vor allem deren Schriftzeugnisse wurden durch die spanischen Eroberer ab dem 16. Jahrhundert vollständig zerstört. Heute sind nur noch drei authentische Maya-Codices erhalten, die als besonders wertvolle Zeugnisse der vielschichtigen Maya-Kultur gehütet werden.

Mystische Vorhersagen, genau berechnet

Im berühmten Maya-Codex gibt unter anderem ein Kalender mit prophetischen Voraussagen und auf astrologischen Berechnungen basierende Weissagungen Einblick in diese faszinierende Welt. Astronomische Tabellen und Horoskope zur Berechnung der geeigneten Zeitpunkte für Rituale und landwirtschaftliche Tätigkeiten reihen sich aneinander. Themen wie Jagd und Landwirtschaft – besonders wichtig ist unter anderem die Bienenzucht – werden in diesem Kosmos berücksichtigt und liefern Hinweise auf den Alltag der Maya. Aber auch verschiedenen Rituale und Zeremonien, die die religiöse Praxis der Maya etwa mit Menschenopfern vor Augen führen, werden hier lebendig.

Die wundersame Provenienz

Der Codex Tro-Cortesianus kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Die Handschrift ist in zwei Teilen von ihrem Ursprungsland nach Spanien gelangt: der erste Teil wurde vermutlich von einem Conquistador mit in seine spanische Heimat gebracht. Dieser, der sogenannte Cortesiano-Teil des Codex, wurde in der Extremadura entdeckt, wo unter anderem Hernan Cortés beheimatet war. Von diesem berühmten Entdecker rührt der eine Teil des Namens her. Der zweite Teil der Handschrift wurde in den 1860er Jahren bei Juan de Tro y Ortolano in Madrid entdeckt. Auf diese Weise erhielt der Codex den zweiten Teil seines rätselhaften Namens. Heute ist der Codex Tro-Cortesianus das wertvollste Exponat des Museo de América in Madrid!

Kodikologie

Alternativ-Titel
Trocortesiano Codex
Madrid Codex (Maya)
Codex Trocortesianus
Codice Trocortesiano
Codice Tro-cortesiano
Codice Madrid
Umfang / Format
112 Seiten / 23,0 × 12,5 cm
Herkunft
Mexiko
Datum
Vor der Conquista
Epoche

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid) – Testimonio Compañía Editorial – Inventario: 70300 – Museo de América (Madrid, Spanien)
Testimonio Compañía Editorial – Madrid, 1991
Limitierung: 980 Exemplare

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid) – Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Inventario: 70300 – Museo de América (Madrid, Spanien)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1967
Detailbild

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid)

Menschenopfer

Dieses Bild am Rande eines 260-Tage-Kalenders zeigt ein Menschenopfer, bei dem das noch schlagende Herz aus der Brust des Opfers entfernt wird. Diese Art des Opfers stand über allen anderen, denn das menschliche Herz galt als überlegene Opfergabe und Mahlzeit für die Götter. Dazu wurde das Opfer über einen konvexen Stein gestreckt, der den Brustkorb nach oben drückte, so dass der Nakom das Herz durch einen Schnitt unterhalb des Zwerchfells leichter entfernen konnte.

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid) – Testimonio Compañía Editorial – Inventario: 70300 – Museo de América (Madrid, Spanien)
Einzelseite

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid)

Die Regengottheit Chaac

Auch wenn wenig über seinen Mythos selbst bekannt ist, war Chaac der Regengott der Maya und damit eine der wichtigsten Maya-Gottheiten. Er wird mit einem menschlichen Körper dargestellt, der mit blauer, amphibienähnlicher Haut bedeckt ist, sowie mit einem grotesken Kopf mit Reißzähnen, die aus seinem Mund herausragen, und einer langen, hängenden Nase.

Chaac war auch der göttliche Schutzherr der Landwirtschaft und spielte dem Mythos zufolge eine wichtige Rolle beim Öffnen eines Berges, in dem Mais versteckt war. Die Maya glaubten, dass der Donner das Geräusch war, das entstand, wenn Chaac mit seiner Blitzaxt in die Wolken schlug, um den Regen zu erzeugen. Chaac wird oft für den Krieg bewaffnet dargestellt, wie er Gefangene macht, weil die heftige Wut eines Gewitters dem Chaos einer Schlacht ähnelt.

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid) – Testimonio Compañía Editorial – Inventario: 70300 – Museo de América (Madrid, Spanien)
Faksimile-Editionen

#1 Códice Trocortesiano

Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid) – Testimonio Compañía Editorial – Inventario: 70300 – Museo de América (Madrid, Spanien)
Codex Tro-Cortesianus (Codex Madrid) – Testimonio Compañía Editorial – Inventario: 70300 – Museo de América (Madrid, Spanien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Testimonio Compañía Editorial – Madrid, 1991
Limitierung: 980 Exemplare
Einband: Der fast 7 Meter lange Codex ist wie ein Akkordion gefaltet und in einer grauen Leinenbox verwahrt
Kommentar: 1 Band (136 Seiten) von Manuel Ballesteros Gaibrois und Miguel Rivera Dorado
Sprachen: Spanisch, Englisch
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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#2 Codex Tro-Cortesianus

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Faltbuch in Halbleder-Kassette mit Kommentar
Kommentar: 1 Band (54 Seiten + 1 Tafel) von Ferdinand Anders
Sprachen: Deutsch
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