Codex Vaticanus A (3738)

Codex Vaticanus A (3738) Faksimile

Mexiko — Um 1580

Wichtig wie der Stein von Rosetta für unser Verständnis der Kultur des alten Mexiko: Kosmologie, Mythologie und Ethnographie lebendig dokumentiert in italienischer Übersetzung

  1. Dokumentiert die indigene mexikanische Kultur und ist auf Italienisch verfasst

  2. Der Text zur Kosmologie, Mythologie und Ethnographie stammt aus der Hand des Dominikaners Pedro de los Rios

  3. Als Manuskriptentwurf enthält die Arbeit viele unschätzbar wertvolle Notizen und Informationen

Codex Vaticanus A (3738)

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
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Beschreibung
Codex Vaticanus A (3738)

Die ausführlich erläuterte Bebilderung dieses Codex leistete vergleichbare Übersetzungsdienste für das Verständnis der Chichimeken wie der Stein von Rosetta bei der Entzifferung der Hieroglyphen: Mit den Chichimeken werden diejenigen indigenen Bewohner Mexicos zusammengefasst, die nördlich des Hochtals des heutigen Mexiko-Stadt herstammen. Sie galten lange, auch auf Grund sprachlicher Unterschiede zu den sonstigen Kulturen Mesoamerikas, als unzivilisiert. Der vorliegende Codex Vaticanus A 3738 wurde vom Dominikaner Pedro de los Ríos nach 1566 verfasst, der als Mitglied dieses Ordens die ursprünglichen Kulturen Mexikos gut studieren konnte. Die Bauten des Dominikanerordens zeugen heute noch in weiten Teilen Mexikos von dieser Art der Auseinandersetzung. Das Werk des Pedro de los Ríos, das in italienischer Übersetzung vorliegt, wurde so zu einem wichtigen Hilfsmittel beim Verständnis dieser sonst nur schwer zugänglichen Kultur.

Codex Vatikanus A (3738)

Dieses Manuskript entstand zwischen 1570 und 1589, entweder im Hochland von Mexiko oder es existierte möglicherweise bereits in Italien, ähnlich wie im Fall des Pariser Codex Telleriano Remensis. Dabei handelte es sich um die Kopie eines gemeinsamen Originalentwurfs, den Robert H. Barlow "Codex Huitzilopochtli" nannte. Während der Codex Telleriano Remensis eindeutig von mehreren Autoren geschrieben wurde, enthält der Codex Vaticanus 3738 dagegen nur einen Stil, ist aber in kosmologische, mythologische und ethnographische Abschnitte unterteilt. Die hypothetisch zusammengestellte Handschrift diente als Entwurf für das endgültige Werk, und es ist zweifellos diese Tatsache, die den großen Wert dieser Handschrift ausmacht. Der bekannte Autor, der Dominikaner Pedro de los Rios (nach dem der Codex Rios benannt ist), ist verantwortlich für den italienischen Text aus den 101 Originalblättern aus europäischem Papier der umfassenden Handschrift Vaticanus A.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Codice Vaticano A
Codex Ríos
Umfang / Format
206 Seiten / 48,5 × 37,0 cm
Herkunft
Mexiko
Datum
Um 1580
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Codex Vaticanus A (3738) – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt) Faksimile
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1979
Detailbild

Codex Vaticanus A (3738)

Figur mit 20 Tageszeichen

Das Bild des Tierkreismanns existiert seit dem klassischen Altertum und war im Mittelalter und bis ins 17. Jahrhundert verbreitet. Es wurde von Ärzten verwendet, die sich an den Himmelsbewegungen orientierten, um herauszufinden, wann sie Eingriffe wie den Aderlass vornehmen sollten. Die vorliegende Darstellung "übersetzt" dieses System, indem es die aztekischen Zeichen den Körperteilen anstelle der astrologischen Zeichen zuordnet, die ihnen in Europa zugeordnet wurden.

Codex Vaticanus A (3738)
Einzelseite

Codex Vaticanus A (3738)

Die vierte Trecena

Präkolumbische mesoamerikanische Kalender bestehen aus 260 Tagen, die in 20 "trecenas" oder 13-Tage-Perioden unterteilt sind, wobei das Wort selbst vom spanischen Wort für "eine Gruppe von dreizehn" abgeleitet ist. Die roten Kästchen am oberen Rand der Seite enthalten 10 der 13 Tageszeichen, die der vierten Trecena des aztekischen Kalenders zugeordnet sind.

In der Mitte der Seite befindet sich ein Bild von Chalchiuhtlicue oder "Die mit dem Jaderock", einer aztekischen Göttin des Wassers, der Flüsse, Meere, Ströme, Stürme und der Taufe, die zur Zeit der spanischen Eroberung hoch verehrt wurde. Sie wird mit Werkzeugen zum Spinnen und Weben dargestellt. Die Figuren, die in dem von ihrem Kleid ausgehenden Strom schwimmen, könnten entweder den Nachwuchs oder diejenigen darstellen, die dem Tod entgegengetragen werden - beide sind Teil desselben Zyklus.

Codex Vaticanus A (3738)
Faksimile-Editionen

#1 Codex Vaticanus A (3738)

Codex Vaticanus A (3738) – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt) Faksimile
Codex Vaticanus A (3738) – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt) Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Halbleder
Kommentar: 1 Band
Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch
Faksimile: 1 Band Der Umfang, das Format, die Farbigkeit oder der Einband entsprechen möglicherweise nicht (vollumfänglich) dem Original. Farbfaksimile in der Größe von 7/10 der Originalgröße.
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