Codices Becker I/II

Codices Becker I/II Faksimile

Mexiko — Erste Hälfte des 16. Jahrhunderts

Religion, Geschichte, Politik und Altagsleben über 21 Jahre dokumentiert: Einige der seltensten und wertvollsten Quellen zur Mixteken-Kultur des alten Mexikos

  1. Chronologisch organisierte Informationen über Dynastien, Religion und Bräuche im präkolumbianischen Mexiko

  2. Drei erhaltene Stücke umfassen einen Zeitraum von 21 Jahren und beleuchten die Geschichte zweier Mixteken-Dynastien

  3. Religiöse, historische und genealogische Daten vermitteln einen Eindruck von der Stellung der Religion im täglichen Leben im alten Mexiko

Codices Becker I/II

Inv.-Nr. 60306 und 60307 Museum für Völkerkunde (Wien, Österreich)
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Beschreibung
Codices Becker I/II

Aus dem präkolumbischen Mexiko sind insgesamt nicht viele altmexikanische Bilderhandschriften auf uns gelangt. Umso wertvoller sind diese beiden, nach ihrem Darmstädter Vorbesitzer Becker benannten Codices, die uns heute noch Auskunft geben über religiöse, historische und genealogische Gegebenheiten der Mixteken.
Codex Becker I ist in drei Fragmenten (insgesamt 16 Seiten) erhalten und umspannt detailiert den kurzen Zeitraum von 21 Jahren in der Geschichte zweier mixtekischer Dynastien (mit den zahlreichen typischen Verwandten- und Geschwisterehen). So exakt datierbar wird der Codex durch die Jahreshieroglyphen, die jede der mäanderförmig angeordneten Bilderfolgen einleiten.
Codex Becker II ist die aus der ersten Hälfte des 16. Jahh.s stammende Kopie einer vorkolonialen Handschrift und bietet auf 5 Seiten Herrscherlisten und genealogische Daten, die eine patrilokale Gesellschaftsordnung erkennen lassen (die Frauen folgen also den Männern zu deren Wohnsitzen). Religiöse Belange geben aber auch in solch historischen Schriften einen Eindruck von der beherrschenden Rolle der Religion im täglichen Leben der Mixteken.

Die Codices Becker I und II – benannt nach ihrem Vorbesitzer in Darmstadt, von wo sie 1897 ins Museum für Völkerkunde (vormals k.k. Naturhistorisches Hofmuseum) gelangten – gehören zu den wenigen erhaltenen und damit um so wertvolleren altmexikanischen Bilderhandschriften. Beim Codex Becker I handelt es sich um eine primäre vorspanische Quelle, deren drei erhaltene Fragmente (insgesamt 16 Seiten) den kurzen Zeitraum von 21 Jahren in der Geschichte zweier mixtekischer Dynastien (mit den zahlreichen Verwandten- und Geschwisterehen bei diesen Fürstengeschlechtern) umspannen. Die genaue zeitliche Eingrenzung verdanken wir der Angabe von Jahreshieroglyphen, die jede der mäanderförmig angeordneten, sehr sorgfältig gemalten Bilderfolgen einleiten.

Auch mit dem in fünf Seiten erhaltenen Codex Becker II, einer aus der ersten Hälfte des 16. Jh.s stammenden Kopie einer vorkolonialen Handschrift, liegt mit der Liste von Herrschern und genealogischen Daten ein historisches Dokument vor, aus dem sich eine patrilokale Gesellschaftsordnung (die Frauen folgen den Männern zu deren Wohnsitzen) ablesen lässt. Religiöse Belange (etwa in der detailreichen Schilderung von Zeremonien und Tempelritualen) spielen aber auch bei solchen historischen Schriften die Hauptrolle und geben einen Eindruck von der beherrschenden Rolle der Religion auch im täglichen Leben der Mixteken.


Verfügbare Faksimile-Editionen:
Codices Becker I/II – Inv.-Nr. 60306 und 60307 – Museum für Völkerkunde, Wien (Wien, Österreich) Faksimile
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1961
Faksimile-Editionen

#1 Codices Becker I/II

Codices Becker I/II – Inv.-Nr. 60306 und 60307 – Museum für Völkerkunde, Wien (Wien, Österreich) Faksimile
Codices Becker I/II – Inv.-Nr. 60306 und 60307 – Museum für Völkerkunde, Wien (Wien, Österreich) Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Leporello-Faltung mit Stoffunterlage. Zusammen mit Kommentar in Halbleder-Kassette.
Kommentar: 1 Band von Karl A. Novotny
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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