Wie der Sonnenkalender die heiligen Tage seit Jahrtausenden bestimmt: Die Geschichte der Festtage in wunderbaren Miniaturen

Das festliche Jahr

Paris (Frankreich), Brügge (Belgien) und weitere — 9.–15. Jahrhundert

Das festliche Jahr

Das festliche Jahr

Paris (Frankreich), Brügge (Belgien) und weitere — 9.–15. Jahrhundert

  1. Ein Festtags-Kompendium aus zehn Einzelblättern aus den schönsten Handschriften der Welt

  2. Die für den Kalender wichtige Zahl Sieben ist seit Jahrtausenden mit Heiligkeit verbunden, was bis auf die alten Babylonier zurückgeht

  3. Das hat seinen Grund in den sieben Planeten und im Mondzyklus, der sich in vier Phasen von sieben Tagen unterteilt

Kassette Das festliche Jahr

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Leben der Jungfrau Maria

Dieser wunderbare architektonische Rahmen ragt aus dem reichen Dekor des französischen Meisterwerks heraus und zeigt verschiedene Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria, als ob sie sich in den Räumen eines großen Palastes abspielen würden. Säulen, Türme und Treppen vervollständigen diesen Effekt und erinnern sogar an einen Adventskalender. Zu den Szenen gehören die Darstellung Marias, die Heimsuchung der heiligen Elisabeth und die Verkündigung zusammen mit einer typisch mittelalterlichen Darstellung von Maria am Webstuhl.

Das festliche Jahr

Alternativ-Titel:
  • The Festive Year
Kassette Das festliche Jahr – Verschiedene Eigentümer
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie
Kurzbeschreibung

So wie es heilige Orte gibt, die sich vom normalen Orten unterscheiden, etwa Tempel und Kirchen, so gibt es auch Tage, die über andere erhoben werden und von uns als Festtage eine besondere Bedeutung erhalten. Viele unserer modernen Feiertage haben ihre Wurzeln im Mittelalter, in einer Zeit, in der das Leben der Menschen direkt mit der Natur und dem wundersamen Wechsel der Jahreszeiten mit all seinen Segnungen und Bedrohungen verbunden war. Diese Sammlung von 10 Miniaturen unter Passepartout versammelt einige der schönsten Beispiele aus der Buchmalerei.

Das festliche Jahr

Entscheidende Daten im Sonnenkalender, die in fast jeder Kultur, auch in den prähistorischen, erkannt wurden, haben sich zu heiligen Tagen entwickelt. So entstand aus der Wintersonnenwende das Weihnachtsfest, während das Pessachfest, aus dem sich Ostern entwickelte, als Erntefest im Frühling begann. Christliche Feste wurden oft auf die Tage gelegt, die zuvor von heidnischen Feiertagen belegt waren, um sie leichter ersetzen zu können. Die Sieben-Tage-Woche, begründet durch die Heiligkeit des Sonntags, ist nicht nur im Buch Genesis verwurzelt: die Zahl Sieben wird seit Jahrtausenden mit Heiligkeit assoziiert, zurückgehend auf die alten Babylonier. Die Zahl wurzelt in den sieben Planeten und der Tatsache, dass der Zyklus des Mondes leicht in vier siebentägige Perioden unterteilt werden kann, auch wenn er technisch gesehen im Durchschnitt etwas mehr als 29 Tage beträgt. Aus diesen Gründen hat das Kirchenjahr keinen festen Anfangs- und Endpunkt im Vergleich zum weltlichen Kalender. Dieses Kompendium von zehn Einzelblättern aus einigen der schönsten Manuskripte der Welt und der dazugehörige Kommentar geben einen detaillierten und kunstvollen Überblick über dieses faszinierende Thema.

Blatt 1: Das Marienleben
Stundenbuch des Herzogs von Bedford, Paris, zwischen 1423 und 1430
British Library, London

Blatt 2: Die Verkündung am Brunnen
Cotton Psalter, Deutschland, Mitte 12.Jahrhundert
British Library, London

Blatt 3:Weihnachten
Ethelwold-Benedictionale, Winchester, um 980
British Library, London

Blatt 4: Die heiligen drei Könige
Les très riches heures du Duc de Berry, Frankreich, 1411 / 1416
Musée Condé, Chantilly

Blatt 5: Epiphanias (6.Januar)
Missale des Erzbischofs Sbinko von Hasenburg, Prag, 1409
Österreichische Nationalbibliothek, Wien

Blatt 6:Die Karwoche (Einzug in Jerusalem)
Ethelwold-Bendictionale, Winchester, um 980
British Library, London

Blatt 7: Ostern
Drogo-Sakramentar, Metz, zwischen 850 und 855
Bibliothèque Nationale, Paris

Blatt 8: Christi Himmelfahrt
Stundenbuch des Etienne Chevalier, Frankreich, Mitte 15. Jahrhundert
Musée Condé, Chantilly

Blatt 9: Pfingsten
Drogo-Sakramentar, Metz, zwischen 850 und 855
Bibliothèque Nationale, Paris

Blatt 10: Der heilige Martin
Mariegola der Schule von San Martino, Venedig, 1362
Museum Correr, Venedig

Kodikologie
Alternativ-Titel
The Festive Year
Umfang / Format
10 Einzelseiten / 45,0 × 32,0 cm
Datum
9.–15. Jahrhundert
Sprache
Buchschmuck
10 Miniaturen
Inhalt
Zehn Einzelblätter bedeutender Handschriften
Auftraggeber
Jean, Herzog von Berry und andere
Künstler / Schule
Kassette Das festliche Jahr

Kassette Das festliche Jahr

St. Martin

Diese Miniatur aus dem 14. Jahrhundert weist starke Einflüsse der byzantinischen Kunst auf, insbesondere im Hinblick auf den prächtigen Hintergrund aus glänzendem Gold, der mit feinen Prägungen verziert ist. Der heilige Martin wird hier nicht wie sonst üblich in zeitgenössischer Mode dargestellt, sondern in der Kleidung eines römischen Ritters aus der Spätantike.

Der Legende nach schnitt der heilige Martin mit seinem Schwert seinen Umhang in zwei Teile, um im eiskalten Winter einen nackten Bettler zu bekleiden. Der Bettler ist hier nackt dargestellt, er trägt jedoch einen Hut und hält schon ein Ende von Martins pelzunterfüttertem Umhang, den dieser gleich mit seinem Schwert zerschneiden wird. Martins prächtiges Pferd überschreitet die Grenzen des Rahmens und sogar die einzelnen Haare der Mähne sind genau dargestellt.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Das festliche Jahr“

Kassette Das festliche Jahr Faksimile

Kassette Das festliche Jahr – Verschiedene Eigentümer
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Faksimile: 10 Einzelseiten Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Coron Verlag – Gütersloh, 1988
Limitierung
1495 Exemplare
Einband
Exklusiv entworfene, mit rotem Samt überzogene Prunk-Kassette mit Elfenbein-Faksimile der "Anbetung der Könige"
Kommentar
1 Band
Sprache: Deutsch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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