Der Orden vom Goldenen Vlies

Der Orden vom Goldenen Vlies Faksimile

Frankreich — 16. Jahrhundert

Kunstvoll gemalt von Simon Bening: Die Statuten und die Portraits berühmter Mitglieder des angesehensten Ritterorderns des Spätmittelalters

  1. Der 1430 von Philipp den Guten gegründete Orden vom Goldenen Vlies war der angesehenste Ritterorden des Spätmittelalters

  2. In dieser Handschrift finden sich die Statuten und prominenten Ordensmitglieder kunstvoll gemalt von Simon Bening (ca. 1483–1561)

  3. Der Text ist mit ganzseitigen Portraitminiaturen, Wappen und wunderschönen Initialen geschmückt

Der Orden vom Goldenen Vlies

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
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Beschreibung
Der Orden vom Goldenen Vlies

Mit dem Orden vom Goldenen Vlies wird bis heute die Macht und der Glanz der Herzöge von Burgund und des Hauses Habsburg verbunden. Gegründet zu Beginn des 15. Jahrhunderts, zählten zu den Rittern und Ordenssouveränen alle großen Namen der Zeit, viele Könige und sogar Kaiser. Im Instituto de Valencia de Don Juan in Madrid wird eine prachtvolle Handschrift mit den Statuten des Ordens vom Goldenen Vlies aus dem 16. Jahrhundert aufbewahrt. Der Codex ist überaus reich und prachtvoll illustriert mit zahlreichen Wappen der Ordensritter und einigen ganzseitigen Portraits der fünf ersten Großmeister. Als Künstler der qualitätvollen Miniaturen gilt Simon Bening, der bedeutendste Miniaturist Flanderns des 16. Jahrhunderts. Auf diese Weise bietet die Handschrift Einblick in die faszinierende Welt des Ordens vom Goldenen Flies in den ersten beiden Jahrhunderten seiner Existenz, der großen Zeit des Ordens!

Der Orden vom Goldenen Vlies

Mit dem Orden vom Goldenen Vlies wird bis heute die Macht und der Glanz der Herzöge von Burgund und des Hauses Habsburg verbunden. Gegründet zu Beginn des 15. Jahrhunderts, zählten zu den Rittern und Ordenssouveränen alle großen Namen der Zeit, viele Könige und sogar Kaiser. Im Instituto de Valencia de Don Juan in Madrid wird eine prachtvolle Handschrift mit den Statuten des Ordens vom Goldenen Vlies aus dem 16. Jahrhundert aufbewahrt. Der Codex ist überaus reich und prachtvoll illustriert mit zahlreichen Wappen der Ordensritter und einigen ganzseitigen Porträts der fünf ersten Großmeister. Als Künstler der qualitätvollen Miniaturen gilt Simon Bening, der bedeutendste Miniaturist Flanderns des 16. Jahrhunderts. Auf diese Weise bietet die Handschrift Einblick in die faszinierende Welt des Ordens vom Goldenen Flies in den ersten beiden Jahrhunderten seiner Existenz, der großen Zeit des Ordens!

Herzöge, Könige und Kaiser als Großmeister

Kaiser Karl V. (1500–1558) wird dargestellt als mächtiger Monarch in herrscherlicher Kleidung. Er steht selbstbewusst inmitten einer prächtigen Renaissance-Architekturkulisse, die Ausblick in eine idyllische Landschaft bietet. Die Krone über seinem Haupt wird von zwei Engeln getragen. Karl V. war Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies in den Jahren 1506–1555. Sein herausragendes Porträt reiht sich ein in die Reihe der fünf Porträts der ersten fünf Großmeister des Ordens mit ihren jeweiligen Wappen. Am Beginn steht das Porträt Philipps des Guten, Herzog von Burgund und Begründer des Ordens im Jahr 1430. Auf ihn folgten die Ordenssouveräne Karl der Kühne und Kaiser Maximilian I., dann Philipp der Schöne, Herzog von Burgund und als Philipp I. König von Spanien (1478–1506), und schließlich der schon erwähnte Karl V. Alle fünf sind in der Handschrift in wunderbaren ganzseitigen Porträts verewigt.

Bedeutende Institution seit 1430

Der Orden vom Goldenen Vlies wurde am 10. Januar 1430 in Brügge gegründet. Anlass war die Vermählung Herzog Philipp des Guten von Burgund mit Isabella von Portugal. Als Symbol des Ordens diente das mythologische Widderfell, das Goldenen Vlies. An einer Kette hängend, war es das Erkennungszeichen der Ordensritter und -Mitglieder. Der Orden setzte sich zusammen aus bedeutenden burgundischen Adligen. Von den burgundischen Herzögen ging der Orden über auf die spanischen Habsburger und wurde dort als bedeutende Institution weitergeführt.

Die grandiose Ausstattung

Die Statuten des Ordens vom Goldenen Vlies, die heute in der Biblioteca del Instituto de Valencia de Don Juan in Madrid aufbewahrt werden, sind kostbar ausgestattet. Auf 230 Seiten vereint die Handschrift 62 Seiten mit insgesamt 207 Wappen der Ordensritter, die schon erwähnten ganzseitigen Porträts der ersten fünf Ordenssouveräne und 152 Seiten Text mit über 300 prächtigen Initialen. Diese herausragende künstlerische Ausstattung des Codex wird Simon Bening zugeschrieben. Dieser Miniaturist aus Brügge (um 1483–1561) galt schon zu Lebzeiten und gilt bis heute als der größte Meister der flämischen Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Mit so berühmten Werken wie dem Stundenbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg und Aufträgen von Kaiser Karl V. und anderen hochstehenden Auftraggebern ging er in die Kunstgeschichte ein.

Bedeutendes Zeugnis der Ordensgeschichte

Die Handschrift mit den Statuten des Ordens vom Goldenen Vlies ist auch unter dem Namen „El Codice de la Emperatriz“ bekannt. Als Codex der Kaiserin wird er bezeichnet, da es Eugenia de Montijo, die Ehefrau Napoleons III., war, die die Handschrift in die spanische königliche Sammlung zurückführte, nachdem sie 1808 während der französischen Invasion 1808 entwendet worden war. Karl V., der fünfte Ordenssouverän des Ordens vom Goldenen Vlies, nahm den wertvollen Codex nach seinem Rücktritt 1555 mit in den Palast nach Yuste. Dies zeigt seine besondere Wertschätzung der überaus qualitätvollen Handschrift und seinen Stolz auf die Mitgliedschaft im so bedeutenden Orden vom Goldenen Vlies!

Kodikologie

Alternativ-Titel
The Insigned Order of the Golden Fleece
The Empress's Codex
La Insigne Orden del Toisón de Oro
Status de l'Ordre de la Thoison d'or
Umfang / Format
230 Seiten / 31,5 × 20,5 cm
Herkunft
Frankreich
Datum
16. Jahrhundert
Buchschmuck
62 Seiten enthalten 207 Wappen, 10 Portraits der 5 Fürsten des Ordens, 5 ganzseitige Portraits, 152 Seiten Text mit über 300 Initialen
Vorbesitzer
Eugenie de Montijo, Frau von Napoleon III.

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Der Orden vom Goldenen Vlies – Biblioteca del Instituto de Valencia de Don Juan (Madrid, Spanien) Faksimile
Scriptorium – Valencia, 1998
Limitierung: 600 Exemplare
Detailbild

Der Orden vom Goldenen Vlies

Wappen Herzogs Philipp III. von Burgund

Der Kragen des Ordens vom Goldenen Vlies hängt an einem mit Akanthusblättern geschmückten Helm und umrahmt das Wappen des Ordensgründers: Herzog Philipp III. von Burgund, bekannt als Philipp der Gute. Burgund wird in der oberen linken und unteren rechten Ecke durch eine Lilienblüte mit einem Bordürenmuster aus Silber und Gold dargestellt. Der goldene Löwe in der oberen rechten Ecke symbolisiert Brabant, der rote Löwe in der unteren linken Ecke Limburg und der schwarze Löwe in der Mitte symbolisiert Flandern.

La Insigne Orden del Toisón de Oro
Einzelseite

Der Orden vom Goldenen Vlies

Herzog Karl I. von Burgund

Karl der Kühne war der Sohn von Philipp dem Guten und der letzte Herzog von Burgund aus dem Haus Valois-Burgund. Sein Beiname geht auf sein Ziel zurück, sein Herzogtum in ein territorial zusammenhängendes Königreich zu verwandeln. Nachdem er mehrere Gebiete erfolgreich annektiert und erobert hatte, verschaffte ihm sein Ehrgeiz jedoch Feinde auf fast allen Seiten, was zu den Burgunderkriegen und schließlich zu seinem Tod in der Schlacht von Nancy 1477 führte.

Karl trägt den Ordenskragen des Goldenen Vlieses und ist reich gekleidet in ein rotes, mit Hermelin gefüttertes Gewand. Der rote Behang auf seinem Kopf war im Burgund des 15. Jahrhunderts besonders in Mode. Perfekt eingerahmt von zwei Säulen steht Karl auf einem Podest und gestikuliert, als ob er sich an ein Publikum wenden würde.

La Insigne Orden del Toisón de Oro
Faksimile-Editionen

#1 La Insigne Orden del Toisón de Oro

Scriptorium – Valencia, 1998
Der Orden vom Goldenen Vlies – Biblioteca del Instituto de Valencia de Don Juan (Madrid, Spanien) Faksimile
Der Orden vom Goldenen Vlies – Biblioteca del Instituto de Valencia de Don Juan (Madrid, Spanien) Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Scriptorium – Valencia, 1998
Limitierung: 600 Exemplare
Einband: Leder
Kommentar: 1 Band von Alfonso de Ceballos-Escalera, Faustino Menéndez Pidal de Navascués, Jaime de Salazar y Acha, Ana Domínguez, Javier Docampo, Fernundo Fernández-Mirunda, Raphael de Smedt, Bonifacio Palacios und Manuel Fuertes de Gilbert Rojo
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
€€€ (3.000€ - 7.000€)
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