Divina Commedia 1491

Divina Commedia 1491

Venedig (Italien) — 18. November 1491

Schon gedruckt, aber noch von Hand verziert: Die Göttliche Komödie von Dante Alighieri im Übergang zu einer neuen Zeit

  1. Über 400 Miniaturen und 100 Holzschnitte von Antonia Grifo (ca. 1430–1510) zieren das Meisterwerk von Dante Alighieri (1265–1321)

  2. Dieser phantastische Codex zeugt von einer Zeit, in der Drucke noch von Hand mit Miniaturen und Initialen geschmückt wurden

  3. Viele, dicht gesetzte Randnotizen weisen darauf hin, dass es sich um die persönliche Kopie des Herausgebers, Pietro da Figino, handelt

Divina Commedia 1491

Preiskategorie: €€ (1.000€ - 3.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
Preis: Hier anmelden!
  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Divina Commedia 1491

Der florentinische Schriftsteller Dante Alighieri (1265-1321) schuf mit seiner Göttlichen Komödie das wichtigste literarische Werk der italienischen Literatur und etablierte gleichzeitig Italienisch als eine literarische Sprache während seines Jahres im Exil. Sein Werk erfreute sich nach seiner Fertigstellung im Jahr 1320 sofortiger und anhaltender Beliebtheit, so dass zahlreiche Handschriften wie auch gedruckte Codices des Werkes erhalten geblieben sind. Doch die vorliegende Inkunabel von 1491 ist eine der schönsten. Wenn auch die genaue Besitzgeschichte des Codex unklar ist, wurde er doch mit Sicherheit von herausragenden Schreibern, Künstlern und Druckern in Venedig geschaffen. Dieses Meisterwerk sticht nicht nur als ein erstklassiges Exemplar der Dante-Überlieferung hervor, sondern ist auch ein wunderbares Beispiel für die aufkommende Kunst des Buchdrucks, bei der einige Elemente der Manuskriptkunst erst nach dem Druck noch hinzugefügt wurden.

Divina Commedia 1491

Eines der prächtigsten Exemplare des Opus magnum des Vaters der italienischen Sprache: die Divina Commedia von Dante Alighieri (1265-1321) in einer prächtigen Inkunabel, die am 18. November 1491 in der venezianischen Druckerei von Pietro Piasi Cremonese herausgegeben wurde. Dieses Monument der Weltliteratur erfreut sich seit seiner Fertigstellung im Jahr 1320 großer Beliebtheit und ist eines der einflussreichsten Werke der Geschichte. Dieses besondere Exemplar ist als Druck vor 1500, also als Inkunabel, bemerkenswert. Diese Druckversionen vermieden viele der Fehler, die Abschreiber bei der Anfertigung einer Handschriftenkopie machen konnten.

Die persönliche Vision des Dichters

In seinem Epos nimmt Dante den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise der ganz besonderen Art. Gemeinsam mit dem römischen Dichter Vergil durchquert er die Hölle, besteigt den Berg des Fegefeuers und betritt schließlich das Paradies. Dabei ist jede Etappe wiederum in neun konzentrische Kreise unterteilt. Während dieser Exkursion trifft er auf etwa 600 Seelen aus Mythologie, Poesie und Geschichte, die verschiedene Strafen in der Hölle erleben müssen oder im Himmel wohnen müssen dürfen, jeder nach seinen eigenen Taten während seines Erdenlebens. Die reiche Bildsprache und die dichte Symbolik des Textes haben ihn im Laufe der Jahrhunderte zu einer reichen Quelle der Inspiration für Künstler verschiedener Disziplinen gemacht.

Ein besonders kommentiertes Exemplar

Dieser Ausgabe von Dantes Werk ist ein Kommentar von Cristoforo Landino (1424-98) beigefügt, der ein bedeutender florentinischer Humanist und ebenfalls ein Verfechter der italienischen Volkssprache war. Die eindrucksvolle Ausstattung des Codex besteht aus mehr als 400 Miniaturen und 100 Holzschnitten, darunter 3 ganzseitige Darstellungen, der Künstlerin Antonia Grifo (ca. 1430-1510). Der Codex scheint eine Hommage an den Condottiere Galeazzo Sanseverino (ca. 1460-1525) zu sein. Er kämpfte sowohl für Mailand als auch für Frankreich und war sogar bei dem berühmten Treffen zwischen Franz I. von Frankreich und Heinrich VIII. von England im Jahr 1520 anwesend, das als Treffen auf dem Feld des güldenen Tuches bei Calais bekannt werden sollte, bevor er in der Schlacht von Pavia 1525 getötet wurde. Über die Besitzgeschichte des vorliegenden Codex ist nur sehr wenig bekannt, aber es könnte sich um die persönliche Kopie des Herausgebers des Textes, Pietro da Figino, gehandelt haben. Dies würde die zahlreichen, dichten Notizen erklären, die an den Rändern des Textes angebracht sind. Der Codex wurde 1927 von der italienischen Regierung ersteigert und befindet sich seither in der Casa di Dante in Rom.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Göttliche Komödie
Divina Commedia 1491 Illustrated Incunabulum
Commedia di Dante con figure dipinte
Divine Comedy by Dante Alighieri
Divina commedia
Estense Divine Comedy
Umfang / Format
650 Seiten / 34,0 × 22,5 cm
Herkunft
Italien
Datum
18. November 1491
Buchschmuck
Mehr als 400 Miniaturen
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Divina Commedia 1491 – Casa di Dante (Rom, Italien)
Salerno Editrice – Rom, 2014
Limitierung: 499 Exemplare (+ 49 römisch nummerierte Exemplare)
Faksimile-Editionen

#1 Commedia di Dante con figure dipinte

Salerno Editrice – Rom, 2014
Divina Commedia 1491 – Casa di Dante (Rom, Italien)
Divina Commedia 1491 – Casa di Dante (Rom, Italien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Salerno Editrice – Rom, 2014
Limitierung: 499 Exemplare (+ 49 römisch nummerierte Exemplare)
Einband: Leder
Kommentar: 1 Band von Luca Marcozzi
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: €€ (1.000€ - 3.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
Preis: Hier anmelden!
Das könnte Sie auch interessieren:
Dante Alighieri - Göttliche Komödie des Alfons von Aragon
Dante Alighieri - Göttliche Komödie des Alfons von Aragon
Wohl Siena / Toskana (Italien) – 1444–1450

Im Auftrag des Königs von Aragon und Neapel: Der einzige durchgehend reich und prächtig illuminierte Codex von Dantes Göttlicher Komödie

Erfahren Sie mehr
Les Amours de Réné d'Anjou
Les Amours de Réné d'Anjou
Frankreich – Mitte des 15. Jahrhunderts

Verfasst und wohl auch eigenhändig illuminiert von einem König: Die allegorisch erzählte Liebesgeschichte eines Herrschers

Erfahren Sie mehr
Lesenswerte Blog-Artikel
Filterauswahl
Verlag