Golf-Stundenbuch

Golf-Stundenbuch

Gent oder Brügge (Belgien) — Um 1530

Ein Meisterwerk Simon Benings von kulturgeschichtlicher Relevanz: Die erste Handschrift mit Abbildungen des Golfsports

  1. Der weltweit erste Codex, in dem neben anderen typischen Aktivitäten des 16. Jahrhunderts, das Golfspiel dargestellt wird

  2. Enthält einige der wertvollsten Miniaturen des Meistermalers Simon Bening (ca. 1483–1561)

  3. Die Szenen sind so realistisch und lebensnah, dass man sich als Betrachter in das 16. Jahrhundert zurückversetzt fühlt

Golf-Stundenbuch

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  1. Beschreibung
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  3. Einzelseite
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Beschreibung
Golf-Stundenbuch

Das Golf-Stundenbuch des Simon Bening entstand etwa 1530, sehr wahrscheinlich in Brügge. Es ist ein wahres Schmuckstück der flämischen Buchmalerei und enthält zahlreiche hochwertige, ganzseitige Miniaturen in prächtigen Farben und verschieden gemusterten Rahmen. Das Stundenbuch ist der erste Codex weltweit, der das Golfspiel bildhaft darstellt. Neben dieser Sportart sind weitere typische Aktivitäten des Lebens im 16. Jahrhundert abgebildet.

Das Golf-Stundenbuch

Etwa im Jahre 1530 entstand in Belgien ein Gebetbuch, das mit einzigartigen Miniaturen ausgestattet wurde. Für wen die Handschrift genau verfasst wurde, ist heute nicht bekannt. Die reizvollen Miniaturen stellen erstmals Szenen des Golfspiels bildhaft dar. Das Golf-Stundenbuch ist der erste Codex weltweit, der sich mit dieser Sportart beschäftigt. Auch andere typische Aktivitäten des 16. Jahrhunderts wurden im Codex auf die schönste Art und Weise in Bildern festgehalten.

Flämische Buchkunst

Stundenbücher waren Gebets- und Andachtsbücher für fromme Laien, oft aus der Schicht des Adels. Ihre Blütezeit erlebten sie vom 14. bis zum 16. Jh. in Frankreich und Flandern. Zu den berühmtesten Buchmalern des 16. Jahrhunderts gehörte der in Gent geborene Simon Bening, der viele Handschriften für Personen hohen Rangs in ganz Europa schuf. Auch das so genannte "Golf-Stundenbuch" zählt zu seinen Arbeiten. Diesen Codex vollendete er sehr wahrscheinlich im Jahre 1530 in Brügge. Die wunderschönen Miniaturen dieser Handschrift machen sie zu einem der kostbarsten Werke des Meisters.

Aus dem Leben im 16. Jahrhundert

Das Stundenbuch ist in zwei Buchteile gegliedert. Am Anfang steht ein kleines Marienoffizium, welches mit aufwühlenden Darstellungen aus der Leidensgeschichte Jesu Christi illustriert ist. Den zweiten Teil der Schrift bildet ein liturgisches Kalendarium mit entsprechenden Monatsbildern. Am unteren Rand der Kalenderblätter sind verschiedene Sport- und Freizeitaktivitäten dargestellt, darunter auch die früheste Darstellung des Golfspiels. Das Monatsbild zum Mai zeigt eine Bootsfahrt anlässlich des Festes zum 1. Mai, darunter sind Bogen- und Armbrustschützen zu erkennen.

Atemberaubende Malerei

Die Miniaturen des Golf-Stundenbuches bezaubern durch ihre Feinheit und Detailgenauigkeit. Sie zeigen Darstellungen aus dem Bereich des Arbeitsalltags und der Freizeit. Die Szenen sind so realitätsnah und lebendig, dass sich jeder Betrachter zurückversetzt fühlt ins alltägliche Leben der Menschen des 16. Jahrhunderts. Jede der ganzseitigen Miniaturen ist in einem entzückend gemusterten Rahmen gefasst, welcher der Malerei zusätzliche Plastizität verleiht. Nur die hochwertigsten Farben wurden für die Gestaltung der Bilder verwendet. Heute befindet sich die Originalausgabe der Prachthandschrift in der British Library in London.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Golf-Buch
Golf Book Book of Hours
Libro del Golf
Libro del Golf (Libro d’Ore)
Le Livre du Golf (Livre d´Heures)
Livro do Golfe (Livro de Horas);
Umfang / Format
60 Seiten / 22,0 × 14,5 cm
Herkunft
Belgien
Datum
Um 1530
Sprache
Buchschmuck
Die meisten der 60 Seiten mit ganzseitigen Miniaturen
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Golf-Stundenbuch – Add. Ms. 24098 – British Library (London, Großbritannien)
M. Moleiro Editor – Barcelona, 2004
Limitierung: 987 Exemplare
Detailbild

Golf-Stundenbuch

Mai: Eine aristokratische Bootspartie

Der Frühling war schon im Mittelalter wie auch heute noch mit Romantik verbunden und spätmittelalterliche Kalenderseiten ersetzen in dieser Jahreszeit häufig die traditionelle „Monatsarbeit“ durch eine „Monatsfreizeitbeschäftigung“, die verliebte Paare zeigt. In dieser Szene spielt ein junger Adliger die Flöte für zwei Damen in einem Boot, das mit frisch geschnittenen Zweigen unterwegs ist. Sie fahren unter einer Steinbrücke hindurch, die zum Tor einer ummauerten Stadt führt. Auf ihr sehen wir ein anderes aristokratisches Paar zu Pferd mit Blumen in den Hüten.

Libro del Golf 
Einzelseite

Golf-Stundenbuch

September: ein Golf-Vierer

Hier haben wir die Miniatur, die diesem herrlichen Stundenbuch seinen Namen gegeben hat: Sie stammt von der September-Seite des Kalenderteils. Simon Bening (1483–1561) ist berühmt für seine wunderbaren Kalenderseiten, die nicht nur die jeweils typischen Arbeiten, sondern auch die Freizeitaktivitäten eines jeden Monats abbilden. Dieses Manuskript ist somit das weltweit erste, das das Golfspiel darstellt.

Die Szene ist eine Bas-de-Page-Miniatur von vier Golfspielern, genauer gesagt, in einem wunderbaren Rahmen, in dem erstaunlicherweise das Sternzeichen Skorpion abgebildet ist. Sie sind hell gekleidet mit langen, fließenden Kleidungsstücken und Hüten und spielen das Spiel in einem niedrig umzäunten Garten. Im Hintergrund steht eine Gestalt mit verschränkten Armen in einer Tür und wartet möglicherweise schon ungeduldig auf die Spieler.

Libro del Golf 
Faksimile-Editionen

#1 Libro del Golf 

M. Moleiro Editor – Barcelona, 2004
Golf-Stundenbuch – Add. Ms. 24098 – British Library (London, Großbritannien)
Golf-Stundenbuch – Add. Ms. 24098 – British Library (London, Großbritannien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: M. Moleiro Editor – Barcelona, 2004
Limitierung: 987 Exemplare
Einband: Blaues Ziegenleder in Lederkassette
Kommentar: 1 Band (256 Seiten) von Carlos Mirunda García-Tejedor
Sprachen: Spanisch, Englisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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