Prozess gegen die Templer

Prozess gegen die Templer – Scrinium – ASV A.A. Arm. 208, 209, 210 and 217 – Archivum Secretum Vaticanum (Vatikanstadt, Vatikanstadt)

Poitiers (Frankreich) — 1307–1312

Der Prozess gegen die Tempelritter und das Verhörprotokoll Jacques de Molays: Offizielle Dokumente zu einem der berüchtigtsten und mysteriösesten Ereignisse in der Geschichte, erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt

  1. Die 1119 gegründeten Tempelritter waren mit die wildesten Krieger der gesamten Christenheit

  2. Der enorme Reichtum und die Macht der Templer brachten ihnen auch eifersüchtige Feindschaften ein

  3. Der Prozess zwischen 1307 und 1314, der zu ihrem Untergang führte, wird hier durch verschiedene offizielle Dokumente manifest

Prozess gegen die Templer

Ausgabe bei uns verfügbar!
Preis Kategorie: €€€
(3.000€ - 7.000€)
  1. Beschreibung
  2. Einzelseite
  3. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Prozess gegen die Templer

Die "Armen Mitsoldaten Christi" und des Salomonischen Tempels, allgemein bekannt als die Tempelritter, waren ein klösterlicher Militärorden, der sich von bescheidenen Anfängen im frühen 12. Jahrhundert zu einer der mächtigsten Organisationen der westlichen Welt im 13. Jahrhundert entwickelte. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts brachen die Templer plötzlich in einer der geheimnisvollsten und berüchtigtsten Episoden der mittelalterlichen Geschichte zusammen und wurden offenbar Opfer einer weitreichenden Verschwörung gegen sie.

Processus contra Templarios – Protokolle der Templerprozesse

Das Vatikanische Geheimarchiv (seit 2019 umbenannt in Vatikanisches Apostolisches Archiv) ist ein jahrhundertealter Hüter des größten Weltdokumentenerbes, das mehr als 35.000 Bände umfasst und bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Etwas irreführend ist die alte Bezeichnung „Geheimarchiv“: Archivum Secretum Vaticanum bedeutet hier richtiger übersetzt „Private Vatikanische Bibliothek“, soll heißen, zur alleinigen Verfügung und persönliches Archiv des Papstes in Abgrenzung von anderen Archiven kirchlicher Behörden. Dennoch sind die Bestände derzeit (seit 2020) nur bis zum Jahr 1945 einsehbar, die zeitgenössischen Akten aus der Zeit danach werden noch unter Verschluss gehalten, sind also vorerst in gewissem Sinne „geheim“. Bei den eingelagerten Beständen handelt es sich in erster Linie um diplomatische Dokumente, das heißt, Briefwechsel, Berichte der päpstlichen Diplomaten aus aller Welt, Urkunden, Beglaubigungen oder Abrechnungen und Buchführungen aus den vergangenen Jahrhunderten. Hinter einer bestimmten Reihe von Signaturen, nämlich ASV. A.A. Arm 208, 209, 210 und 217, verbirgt sich allerdings eine einmalige Dokumentensammlung, die auf eines der ruchlosesten und mysteriösesten Ereignisse der Geschichte zurückgeht: Die Templerprozesse, die sich unter dem Pontifikat von Papst Clemens V. (ca. 1264–1314) von 1307 bis 1314 zutrugen. Die ersten Dokumente (208, 209, 210) sind die drei erhaltenen Exemplare eines Originalkorpus von fünf Pergamentrollen, die die Geständnisse von 72 Templerrittern enthalten, die zwischen dem 28. Juni und 2. Juli 1308 von Papst Clemens V. verhört wurden. Beim vierten Dokument (217) handelt es sich um das legendäre Chinon-Pergament, das 2001 wiederentdeckt wurde und bei der Erstveröffentlichung 2007 eine große Sensation auslöste. In ihm sind die Verhöre von fünf hochrangigen Templerrittern protokolliert, unter ihnen der letzte Großmeister Jacques de Molay (ca. 1243–1314), die belegen, dass den Würdenträgern des Ordens von der päpstlichen Kommission die Absolution erteilt wurde. Damit war der Orden von religiöser Seite von allen Ketzervorwürfen, wie Homosexualität und Götzendienst, freigesprochen. Das sollte nichts daran ändern, dass sie der weltlichen Macht zum Opfer fielen: Auf Betreiben König Philips IV. von Frankreich, genannt der Schöne (1268–1314), der die Verleumdung gegen die Templer entfesselt hatte, da er enorme Schulden bei ihnen hatte und sich ihres Reichtums und ihrer Besitztümer bemächtigen wollte, fanden sie dennoch ihr Ende auf einem Scheiterhaufen. Als abschließendes Dokument liegt der Faksimile-Ausgabe ein Dokument bei, das in der Akte Reg. Aven. 48 vonPapst Benedikt XII. (1285–1342) aufgeführt ist, jedoch eine von Papst Clemens V. in Auftrag gegebene Zusammenfassung der Aussagen sämtlicher Templerritter beinhaltet, die von den prozessbeteiligten Vertretern des Heiligen Stuhls erstellt wurden.

Die Faksimile-Edition enhält:

Drei Fragmente von ursprünglich fünf Dokumenten, auf denen die Geständnisse von 72 Tempelrittern verzeichnet sind, die vom 28. Juni bis 2. Juli 1308 in Poitiers von Papst Clemens V. befragt wurden. (ASV A.A. Arm. 208, 209, 210)
Notizen Clemens V. bezüglich der Geständnisse.
Ein Fragment des Chinon Parchment, das die Freisprüche von Jaques de Molay und anderen Anführern der Templer enthält. (ASV A.A. Arm. 217)

Kodikologie

Alternativ-Titel
Trial Against the Templars
Processus contra Templarios
Umfang / Format
Verschiedene Dokumente und Seiten / 69-77 × 53-64 cm
Herkunft
Frankreich
Datum
1307–1312
Stil
Sprache
Inhalt
Dokumentation der päpstlichen Inquisition gegen den Orden der Templer, die zwischen 1307 und 1314 in Frankreich stattfand.

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Prozess gegen die Templer – Scrinium – ASV A.A. Arm. 208, 209, 210 and 217 – Archivum Secretum Vaticanum (Vatikanstadt, Vatikanstadt)
Scrinium – Venedig, 2009
Limitierung: 799 Exemplare
Einzelseite

Prozess gegen die Templer

Das Chinon-Pergament

Dieses historische Dokument ist auf den 17.–20. August 1308 datiert und enthält die Verhörprotokolle von Großmeister Jacques de Molay und vier weiteren hochrangigen Templern. Es wurde von den Kardinälen Bérenger Fredoli, Stephan de Suisy und Landolfo Brancacci verfasst, die als päpstliche Gesandte die fünf auf der Burg Chinon festgesetzten Templer verhörten.

Die Protokolle beinhalten nicht nur die Schuldbekenntnisse der Templer, sondern vor allem ihre Absolution im Namen Papst Clemens V., die unter der Bedingung der Lossagung von ihrer "Irrlehre" erteilt werden sollte – wozu es aufgrund des Drucks durch den französischen König nicht kam. Das bemerkenswerte Dokument galt lange Zeit als verschollen, bis es von der italienischen Historikerin und Paläografin Barbara Frale im Vatikanisches Geheimarchiv zufällig wiedergefunden wurde.

Prozess gegen die Templer – Scrinium – ASV A.A. Arm. 208, 209, 210 and 217 – Archivum Secretum Vaticanum (Vatikanstadt, Vatikanstadt)
Faksimile-Editionen

#1 Processus Contra Templarios

Scrinium – Venedig, 2009
Prozess gegen die Templer – Scrinium – ASV A.A. Arm. 208, 209, 210 and 217 – Archivum Secretum Vaticanum (Vatikanstadt, Vatikanstadt)
Prozess gegen die Templer – Scrinium – ASV A.A. Arm. 208, 209, 210 and 217 – Archivum Secretum Vaticanum (Vatikanstadt, Vatikanstadt) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Scrinium – Venedig, 2009
Limitierung: 799 Exemplare
Einband: Lederne Kassette
Kommentar: 2 Bände von Marco Maiorino, Pier Paolo Piergentili, S.E. Mons. Sergio Pagano, Barbara Frale und Luca Becchetti
Sprachen: Englisch, Italienisch
Faksimile: Verschiedene Dokumente Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Die Faksimile-Edition enhält: Drei Fragmente von ursprünglich fünf Dokumenten, auf denen die Geständnisse von 72 Tempelrittern verzeichnet sind, die vom 28. Juni bis 2. Juli 1308 in Poitiers von Papst Clemens V. befragt wurden. (ASV A.A. Arm. 208, 209, 210) Notizen Clemens V. bezüglich der Geständnisse. Ein Fragment des *Chinon Parchment*, das die Freisprüche von Jaques de Molay und anderen Anführern der Templer enthält. (ASV A.A. Arm. 217)
Ausgabe bei uns verfügbar!
Preis Kategorie: €€€
(3.000€ - 7.000€)
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