Prächtig illuminiert: Gebete zu verschiedenen Heiligen im Glanz der französischen und flämischen Buchmalerei

Seelengarten

Amiens (Frankreich) — 1569

Seelengarten

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Amiens (Frankreich) — 1569

  1. Eindrucksvoll illuminiert mit Gebeten zu verschiedenen Anlässen

  2. Die Vielfalt der dargestellten Motive verdeutlicht den vollen Glanz der französischen und flämischen Buchmalerei

  3. Besonders zeigt sich das außergewöhnliche Können der beteiligten Künstler in der Grisaillenmalerei der Miniaturen

Seelengarten

Alternativ-Titel:
  • Garden of soul - Le Jardinet de l'Ame
  • El Jardin del Alma
  • El jardincito del alma
  • Le jardinet de l’ame
Seelengarten – Privatsammlung
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Hinter der Bezeichnung als Seelengarten versteckt sich ein Kleinod der Buchmalerei des 16. Jahrhunderts, ein wunderbares privates Andachts- oder Stundenbüchlein. Die grandiose künstlerische Ausstattung der kleinen Handschrift zeugt von höchster Kunstfertigkeit. 1569 in Amiens in Frankreich entstanden, enthält das Andachtsbuch Gebete an verschiedene Heilige und für vielfältige Anlässe neben beeindruckenden Miniaturen und Schmuckrahmen. Die Vielfalt der verwendeten Motive führt die ganze Pracht der Buchmalerei Frankreichs - mit deutlichen Anklängen an die große Zeit der flämischen Buchkunst - vor Augen und bietet eingehend Gelegenheit, sich in die Kunst und Frömmigkeit des 16. Jahrhunderts zu vertiefen.

Seelengarten

Hinter der Bezeichnung als Seelengarten versteckt sich ein Kleinod der Buchmalerei des 16. Jahrhunderts, ein wunderbares privates Andachts- oder Stundenbüchlein. Die grandiose künstlerische Ausstattung der kleinen Handschrift zeugt von höchster Kunstfertigkeit. 1569 in Amiens in Frankreich entstanden, enthält das Andachtsbuch Gebete an verschiedene Heilige und für vielfältige Anlässe neben beeindruckenden Miniaturen und Schmuckrahmen. Die Vielfalt der verwendeten Motive führt die ganze Pracht der Buchmalerei Frankreichs - mit deutlichen Anklängen an die große Zeit der flämischen Buchkunst - vor Augen und bietet eingehend Gelegenheit, sich in die Kunst und Frömmigkeit des 16. Jahrhunderts zu vertiefen.

Miniaturen von höchster Qualität

Ob der beeindruckende Heilige Christophorus mit dem Jesusknaben auf den Schultern, die andächtige Anbetung im Stall in Bethlehem oder die versunkene Maria Magdalena unter dem Kreuz: eindringlicher als in den Miniaturen des Seelengartens aus Amiens können die religiösen Darstellungen nicht präsentiert werden. Signiert sind viele der Miniaturseiten vom Meister AB Normand, der sich mit diesen prächtigen Zeugnissen seiner Kunst als wahrer Meister vorstellt. Die Bilder sind wunderbar leicht und schwungvoll ausgeführt und führen sehr bewegte Figuren und außerordentlich fein gestaltete Szenerien vor Augen. Als Beispiel zu nennen ist hier etwa die Szene der Verkündigung mit einem schwungvollen Engel inmitten weißer Wolken. Akzentuiert werden die Miniaturen durch den gekonnten Einsatz von Gold.

Ornament und Figur in höchster Vereinigung

Dieses findet sich in reichlicher Verwendung auch in den überbordenden Schmuckrahmen sowohl der Text- als auch der Bildseiten. Ob florales Ornament mit Blüten und Früchten, Tiere und menschliche Figuren oder architektonische Elemente, alles fügt sich zusammen zu einer wahren Wonne für die Augen des Betrachters. Die Textseiten gegenüber der Miniaturseiten sind darüber hinaus geschmückt von historisierten Initialen. Außerdem finden sich auf einigen Seiten kleine bas-de-page Miniaturen, um den freien Platz kunstvoll zu gestalten. Die außerordentliche Qualität der beteiligten Künstler wird auch durch die Miniaturen in der großen Kunst der Grisaillemalerei bezeugt, die das Büchlein auf einigen Seiten schmücken.

Ein Zeugnis der Frömmigkeit

Der Seelengarten diente wohl zur privaten Vertiefung in die Gebete und die biblischen Bilder. Er steht in einer Tradition, die seit dem 1. Jahrhundert nach Christus Gott und Christus als „Gärtner der Seele“ sieht. Mithilfe der Gebete konnte dieser Garten der Seele gepflegt werden. Auf Seite 171 findet sich jedoch eine Darstellung, die aus dem religiösen Rahmen der übrigen Ausstattung fällt: Ein Porträt, vielleicht das des Autors? Außerdem enthält die Handschrift zwei Gebete an die schon verstorbenen Eltern des Künstlers, Casimir Normand und Catherine Faroux.
Ein weiterer Name eines beteiligten Künstlers findet sich auf dem Buchrücken. Dort hat sich der Amienser Buchbinder Tessier verewigt, der das Kleinod der französischen Buchkunst des 16. Jahrhunderts in wunderbares dunkelrotes Leder gebunden hat.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Garden of soul - Le Jardinet de l'Ame
El Jardin del Alma
El jardincito del alma
Le jardinet de l’ame
Umfang / Format
204 Seiten / 13,5 x 9,5 cm
Datum
1569
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Seelengarten“

Le Jardinet de l'Ame
Seelengarten – Privatsammlung
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Le Jardinet de l'Ame

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Siloé, arte y bibliofilia – Burgos, 2010
Limitierung
898 Exemplare
Einband
Leder
Kommentar
1 Band
Sprache: Spanisch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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