Mit Einflüssen von Willem Vrelant: Ein prächtiges Stundenbuch mit Miniaturen wie Altarbilder und Triptychen

Stundenbuch der Jungfrau Maria

Brügge (Belgien) — ca. 1450

Stundenbuch der Jungfrau Maria

Stundenbuch der Jungfrau Maria

Brügge (Belgien) — ca. 1450

  1. Dieses kleine Kunstwerk ist ein schönes Exemplar der flämischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, dem Höhepunkt der mittelalterlichen Buchkunst

  2. Die Miniaturen zeigen Einflüsse der großen Meister Hans Memling (ca. 1430-94) und Willem Vrelant (gest. 1481/82)

  3. Die Handschrift wurde wahrscheinlich in Brügge angefertigt, aber über die Ursprünge dieses schönen Kunstwerks ist nur wenig bekannt

Stundenbuch der Jungfrau Maria

Alternativ-Titel:
  • Hours of the Virgin Mary
  • Horas de la Virgen María
Stundenbuch der Jungfrau Maria
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Stundenbuch der Jungfrau Maria

Im Spätmittelalter entwickelte sich das Stundenbuch zur beliebtesten Handschriftengattung. Diese kleinen, personalisierten Gebetbücher waren dazu gedacht, vom jeweiligen Besitzer bei sich getragen zu werden, gewöhnlich in einer kleinen Tasche oder am Gürtel befestigt, als Statussymbole des eigenen Wohlstands und der Frömmigkeit. Aus diesem Grund waren sie normalerweise auch in luxuriöse Einbände gefasst und ihre Seiten im Inneren reich und kunstvoll mit teuren Farben und Blattgold ausgestattet. Ihre zunehmende Beliebtheit war ein Zeichen größerer individueller Autonomie und privater Frömmigkeit – beides Faktoren, die in den aufkommenden Bewegungen des Humanismus und der Reformation eine bedeutende Rolle spielten. Das Stundenbuch der Jungfrau Maria enthält den lateinischen Text der „Marientiden“ oder des „marianischen Offiziums“, d.h. des Stundengebets zu Ehren der Jungfrau Maria, das zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten gebetet wurde. Beginnend in der Nacht mit der Matutin und den Laudes, betete man im dreistündigen Rhythmus ab sechs Uhr morgens die Prim, Terz, Sext und Non, und in den Abendstunden die Vesper und die Komplet. Bei den Gebeten handelt es sich meistens um Psalmen, Wechselgesänge (Responsorien), Hymnen oder Gebete in Verbindung mit anderen liturgischen Texten, die jeweils in besonderer Weise auf die Gottesmutter bezogen sind. Acht ganzseitige Miniaturen illustrieren den Beginn jeder der sieben genannten Horen (Matutin und Laudes zählen hierbei als eine Hore), während die achte Miniatur dem Todesoffizium vorangestellt ist und sich inhaltlich darauf bezieht. AufDoppelseiten ähneln sie, eingebettet in prächtige Dekorinitialen und floralen Bordürenschmuck, Altarbildern und Triptychen. Das vorliegende kleine Buchkunstwerk ist ein schönes Beispiel flämischer Buchmalerei des 15. Jahrhunderts, als sich die mittelalterliche Buchkunst auf ihrem Höhepunkt befand. Es stammt vermutlich aus Brügge, das zu dieser Zeit das wirtschaftliche und künstlerische Zentrum Flanderns war. Die enthaltenen Miniaturen zeigen den Einfluss der großen Meister Hans Memling (ca. 1430-94) und Willem Vrelant (gest. 1481/82), wenngleich die verantwortlichen Künstler nicht mit Sicherheit bestimmt werden können. Die ganze künstlerische Pracht dieses Stundenbuchs ist in einen luxuriösen Ledereinband mit Goldprägung eingefasst.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Hours of the Virgin Mary
Horas de la Virgen María
Datum
ca. 1450
Buchschmuck
8 ganzseitige Miniaturen
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Stundenbuch der Jungfrau Maria“

Horas de la Virgen María
Stundenbuch der Jungfrau Maria
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Horas de la Virgen María

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Circulo Cientifico – Madrid, 2005
Limitierung
250 Exemplare
Kommentar
1 Band von Javier Docampo, Felisindo Basteiro
Sprache: Spanisch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Details
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
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