Auf der Spur der unbefleckten Empfängnis Mariens und den Wundern der klassischen Antike

Von wundersamen Begebenheiten

Köln (Deutschland) — Um 1490

Von wundersamen Begebenheiten

Von wundersamen Begebenheiten

Köln (Deutschland) — Um 1490

  1. Franz von Retz (1343-1427) beschreibt die wundersame der Unbefleckten Empfängnis Mariens

  2. Anstatt eine wissenschaftliche Erklärung zu suchen, präsentiert von Retz verschiedene Wunder der klassischen Antike

  3. Dem Text gegenüber gestellt sind 38 Miniaturseiten mit kostbaren Pigmenten und Blattgold geschmückt

Von wundersamen Begebenheiten

Alternativ-Titel:
  • Defensorium inviolatae virginitatis Beatae Mariae
  • Of wondrous occurrences - Franz von Retz
Von wundersamen Begebenheiten – Ms 32,513 – Irische Nationalbibliothek (Dublin, Irland)
Bildvon
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Die Schrift des Dominikaners und Theologen Franz von Retz aus dem 15. Jahrhundert versucht, mit der Beschreibung von wundersamen Begebenheiten und kuriosen Geschichten das Wunder der unbefleckten Empfängnis Marias zu belegen. Dieser unterhaltsame Text wird von zahlreichen kunst- und liebevoll gestalteten Miniaturen im Stil einer Stephan Lochner illustriert. In leuchtend bunten Bildern, kostbar mit Blattgold ausgestattet, zeigt sich eine phantastische Welt von ungeheurer Vorstellungskraft.

Von wundersamen Begebenheiten

Franz von Retz: Defensorium inviolatae virginitatis beatae Mariae

Die Schrift des Dominikaners und Theologen Franz von Retz aus dem 15. Jahrhundert versucht, mit der Beschreibung von wundersamen Begebenheiten und kuriosen Geschichten das Wunder der unbefleckten Empfängnis Marias zu belegen. Dieser unterhaltsame Text wird von zahlreichen kunst- und liebevoll gestalteten Miniaturen illustriert. In leuchtend bunten Bildern, kostbar mit Blattgold ausgestattet, zeigt sich eine phantastische Welt von ungeheurer Vorstellungskraft.

Theologische Schrift mit Unterhaltungswert

Auf 38 Miniaturseiten zeigt der Künstler sein ganzes Können, indem er den Text – jeweils auf der Verso-Seite – mit einer ideenreichen Illustration auf der Recto-Seite bebildert. So werden Wunder und Mythen aus der spätmittelalterlichen Vorstellungswelt zu Papier gebracht. Um die nach wissenschaftlichem Stand unmögliche unbefleckte Empfängnis Marias zu belegen, greift Franz von Retz nicht auf wissenschaftliche Untersuchungen zurück, sondern zählt Wunder aus der klassischen Antike und der Natur auf, die „wundersamen Begebenheiten“. Seine Schlussfolgerung lautet: wenn diese wundersamen Begebenheiten wahr sind, muss auch die Geschichte von Marias Jungfräulichkeit wahrheitsgemäß sein.
Bei seinem im 15. und 16. Jahrhundert sehr beliebten Text griff von Retz, der an der neu gegründeten Wiener Universität lehrte, auf Schriften von Albertus Magnus, St. Augustin und Isidor von Sevilla zurück. Zwischen 1400 und 1425 verfasste er sein Hauptwerk als Übersetzung aus dem Lateinischen, das in der Folgezeit viel Beachtung und einige Neuauflagen erfuhr.

Höchst kunstvolle Ausstattung und rätselhafte Herkunft

Die Herkunft und Provenienz der Handschrift ist bis heute ein Rätsel. Das hier vorliegende Exemplar wird in der irischen Nationalbibliothek in Dublin aufbewahrt, wohin es Mitte des 20. Jahrhunderts gelangte. Es ist eines von 14 erhaltenen Exemplaren des Textes und dabei eine der spätesten Ausgaben. Durch den Luxus seiner Ausstattung kann es als einzigartiges Unikat angesehen werden.
Stilistisch lassen die wunderbaren Illustrationen der Handschrift eine enge Verwandtschaft mit der Kölner Malschule erkennen, deren größter Name der des Malers Stephan Lochner ist. Zu datieren sind die Miniaturen um 1470. Das Besondere an der künstlerischen Ausstattung ist ihre außerordentliche künstlerische Qualität. In gekonntem Naturalismus sind menschliche Figuren und Tiere dargestellt, die die bemerkenswerten Landschaften bevölkern. Die geschickte Verwendung der Perspektive unterstreicht den hohen künstlerischen Wert der Miniaturen.
So zeigt eines der dargestellten Wunder - mit irischem Ursprung - einen Baum, der Vögel „produziert“. Jeweils in einem breiten, üppig mit Blattgold gestalteten Rahmen sind die unterhaltsamen Szenen dargestellt. Darum schlingen sich in einem kunstvollen Arrangement die köstlichsten floralen Ranken mit einer Vielzahl an bunten Blüten. Die leuchtenden Farben aus kostbarsten Pigmenten fallen sofort ins Auge und verleihen dem Buch einen besonderen Wert.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Defensorium inviolatae virginitatis Beatae Mariae
Of wondrous occurrences - Franz von Retz
Umfang / Format
76 Seiten / 10,0 x 7,8 cm
Datum
Um 1490
Buchschmuck
37 Miniaturen
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Von wundersamen Begebenheiten“

Von Wundersamen Begebenheiten
Von wundersamen Begebenheiten – Ms 32,513 – Irische Nationalbibliothek (Dublin, Irland)
Bildvon

Von Wundersamen Begebenheiten

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2007
Limitierung
800 Exemplare
Einband
Grüner Samt mit Goldstickereien. In roter Lederkassette
Kommentar
1 Band (272 Seiten) von Eberhard König und Ines Dickmann
Sprache: Deutsch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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