Wiener Bonifazius-Codex

Wiener Bonifazius-Codex – Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Cod. Vindob. 751 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)

Mainz (Deutschland) — Erste HĂ€lfte des 9. Jahrhunderts

Die persönliche Korrespondenz des Heiligen Bonifatius und seines Nachfolgers, dem Heiligen Lullus: Eine beeindruckende Briefsammlung mit einzigartigen Einblicken in die Zeit der Christianisierung des Frankenreichs

  1. Die Sammlung der Korrespondenz des heiligen Bonifatius und des heiligen Lullus sowie ihrer Zeitgenossen

  2. Viele der Briefe wurden direkt von den Originalen im Bischofsarchiv in Mainz kopiert

  3. Die Unmittelbarkeit dieser Quellen macht sie zu einem Juwel der Österreichischen Nationalbibliothek

Wiener Bonifazius-Codex

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Wiener Bonifazius-Codex

Äußere Fakten sind ĂŒber Bonifatius viele bekannt: seine weitreichende MissionstĂ€tigkeit im Frankenreich, die ihm den Titel „Apostel der Deutschen“ einbringt, das furchtlose FĂ€llen der Donareiche bei Geismar und sein gewaltsamer Tod bei den Friesen. Doch wer war dieser Mann selbst, was dachte er und wie erlebte er diese bewegten Zeiten? Antworten auf derlei Fragen finden sich in diesem Juwel aus der Österreichischen Nationalbibliothek, das sich durch seine Unmittelbarkeit zu Bonifatius auszeichnet: Es enthĂ€lt 35 seiner Briefe und 12 an ihn gerichtete; darĂŒber hinaus wichtige Zeugnisse aus seinem unmittelbaren Umfeld: 16 Briefe, die Lullus, der SchĂŒler und Nachfolger des Bonifatius als Bischof von Mainz, verfasst hat, und 24 an Lullus gerichtete Briefe. Aufbewahrt waren diese SchĂ€tze im Bischofsarchiv in Mainz. Diese Zusammenstellung aus der Mitte des 9. Jahrhunderts muss als eine der Ă€ltesten der Korrespondenz des Bonifatius gelten.

Wiener Bonifazius-Codex

Manuskript 751 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, auch bekannt als die Sancti Bonifacii Epistolae, ist ein zusammengesetzter Band, der aus vier nicht zusammenhĂ€ngenden Teilen besteht. Die Gelehrten werden sich freuen, dass ihnen nun die Faksimile-Ausgabe des ersten Teils (ff. 1-77) aus der Mitte des neunten Jahrhunderts zur VerfĂŒgung steht, die einen großen Teil der Korrespondenz des heiligen Bonifatius und des heiligen Lullus enthĂ€lt: 35 Briefe des Bonifatius selbst und 12 an ihn adressierte Briefe; 16 Briefe des Lullus und 24 an ihn adressierte Briefe zusammen mit weiteren Briefen mehrerer Zeitgenossen. Viele dieser Kopien sind nachweislich direkt aus den Originalen angefertigt worden, die im bischöflichen Archiv in Mainz aufbewahrt wurden. Die Faksimile-Ausgabe ist von hoher QualitĂ€t und vermittelt fast die Illusion, die eigentliche Handschrift selbst in HĂ€nden zu halten.

Ein wichtiges Forschungsinstrument

Dr. Franz Unterkircher, der Herausgeber, geht in seiner kurzen EinfĂŒhrung nacheinander auf die jĂŒngere Geschichte des Manuskripts (S. 9-12), die Beschreibung und physikalische Beschaffenheit (S. 13-15), die Schrift (S. 17-21), den Inhalt (S. 23-26) und Fragen der Kryptographie (S. 27-29) ein. Er schließt (S. 31-35) mit einer Konkordanz, die alle Buchstaben in der Reihenfolge ihres Erscheinens in der Handschrift mit Querverweisen auf die Ausgaben des Serarius und der M.G.H. auflistet (die in diesem Abschnitt verwendete Kursivschrift zeigt, dass die Handschrift unsere einzige Quelle fĂŒr ĂŒber 60 der darin enthaltenen Texte ist). Die vorliegende Ausgabe wird sowohl fĂŒr den Historiker als auch fĂŒr den PalĂ€ographen von großem Nutzen sein und bietet ein ideales Werkzeug, um Studierende mit den Freuden und Schwierigkeiten der mittelalterlichen Textwissenschaft vertraut zu machen.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Sancti Bonifacii Epistolae
Vienna Boniface Codex
Sancti Bonifacii Epistolae
Umfang / Format
154 Seiten / 30,0 × 19,5 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
Erste HĂ€lfte des 9. Jahrhunderts
Sprache
Vorbesitzer
Kölner Dombibliothek
Kasper von Niedbruck
George Cassander
Österreichische Nationalbibliothek
Nicolaus Serarius

VerfĂŒgbare Faksimile-Editionen:
Wiener Bonifazius-Codex – Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Cod. Vindob. 751 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1971
Faksimile-Editionen

#1 Sancti Bonifacii epistolae

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Halbleder
Kommentar: 1 Band (38 Seiten) von Franz Unterkircher
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprĂŒnglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Ausgabe bei uns verfĂŒgbar
Preis Kategorie: €
(unter 1.000€)
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