Medikamenten-Lehre Friedrichs II.

Ms. Plut. 73.16 - Biblioteca Medicea Laurenziana (Florenz, Italien)

Alternativ-Titel:

Arneibuch Friedrichs II., Codex of Medicine of Frederick II, Códice sobre Medicamentos de Federico II, Codex sur les Médicaments de Frédéric II, Codice sui Medicinali di Federico II, Códice sobre Medicamentos de Federico II

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Arneibuch Friedrichs II.
Codex of Medicine of Frederick II
Códice sobre Medicamentos de Federico II
Codex sur les Médicaments de Frédéric II
Codice sui Medicinali di Federico II
Códice sobre Medicamentos de Federico II

Art
Umfang / Format

460 Seiten / 17.6 x 11.5 cm

Datum
13. Jahrhundert
Stil
Genre
Auftraggeber

Kaiser Friedrich II.

Buchschmuck

510 Miniaturen im mittel-byzantinischen Stil

Kurzbeschreibung

Das umfangreiche Büchlein mit der Medikamenten-Lehre Friedrichs II. entstand wohl um die Mitte des 13. Jahrhunderts in Italien. Der wissenschaftlich außerordentlich interessierte Kaiser gab das Arzneibuch in Auftrag, um damit auf unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise das Wissen um die Heilwirkung von Kräutern und anderen Arzneien zugänglich zu machen. Versammelt sind in der Medikamenten-Lehre verschiedene medizinische Texte des Pseudo-Apuleius neben einigen weiteren Werken zur Arzneimittellehre. Reichlich bebildert, schildern sowohl Text als auch Miniaturen verschiedene Krankheiten und Heilmethoden neben zahlreichen botanischen Darstellungen von Pflanzen.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Medikamenten-Lehre Friedrichs II.

Das umfangreiche Büchlein mit der Medikamenten-Lehre Friedrichs II. entstand wohl um die Mitte des 13. Jahrhunderts in Italien. Der wissenschaftlich außerordentlich interessierte Kaiser gab das Arzneibuch in Auftrag, um damit auf unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise das Wissen um die Heilwirkung von Kräutern und anderen Arzneien und Behandlungsmethoden zugänglich zu machen. Versammelt sind in der Medikamenten-Lehre verschiedene medizinische Texte des Pseudo-Apuleius neben einigen weiteren Werken zur Arzneimittellehre. Reichlich bebildert, schildern sowohl der Text als auch die wunderbaren Miniaturen verschiedene Krankheiten und Heilmethoden neben zahlreichen botanischen Darstellungen von Pflanzen.

Einblick in die ärztliche Behandlung des Mittelalters

Auf wunderbar lebendige Art und Weise werden verschiedene Krankheiten mit ihren Auswirkungen bildlich dargestellt und in Verbindung gesetzt mit den wirksamsten Heilmethoden. Dabei wird nicht nur die Art und Dosierung der Arzneiverabreichung geschildert, sondern zugleich auch die räumliche Umgebung dargestellt, in der die ärztliche Behandlung üblicherweise erfolgte. Die Patienten liegen auf einem Bett, halten ihre Füße in ein Bad oder werden auf andere, oft skurrile Weise behandelt. Die behandelnden Ärzte handhaben die Medikamente und vermitteln so dem Betrachter und Leser die therapeutischen Anwendungen, die Dosierung und Verabreichungsform von Heilkräutern und -Pflanzen. So wird etwa in einer Illustration die Heilung eines Schlangenbisses mit Eisenkraut veranschaulicht.

Botanische Darstellungen und goldglänzende Miniaturseiten

Solche Pflanzen werden auf zahlreichen Seiten der Handschrift detailliert abgebildet, und oft in Verbindung gesetzt mit symbolischen Tierdarstellungen und Mythengestalten.
Neben diesen Miniaturen ohne Hintergrund direkt im Text gibt es in der Handschrift auch ganzseitige Miniaturseiten. So wird auf einer Miniaturseite etwa Hippokrates zwischen Plato und Dioskurides dargestellt. In einem Rahmen mit üppigem Golddekor und ornamentaler Gestaltung der Figuren und Hintergründe, muten diese Bildseiten byzantinisch an. Sie lassen auf eine Entstehung des Codex in Süditalien schließen.
Die insgesamt 510 Miniaturen auf 460 Seiten geben einen wunderbaren und eindringlichen Überblick über den Stand der Medizin und Heilkunst und -Wissen des 13. Jahrhunderts.

Ein kaiserliches Arzneibuch

Das Arzneibuch Friedrichs II. vermischt in seinem Inhalt mythische und volkstümliche mit wissenschaftlichen Kenntnissen. Das Wissen des Buches ist zusammengestellt aus einer spätantiken Sammlung, die im Mittelalter in ganz Europa verbreitet war und große Wirkung erfuhr. Darin sind Texte aus dem Herbarium des Pseudo-Apuleius, dem „Medicinis ex libris feminis et masculinis“ des Pseudo-Dioskurides und anderen Werken versammelt.
Friedrich II. (1194-1250), der römisch-deutsche Stauferkaiser, war der Auftraggeber der Handschrift. Sein Hof galt als Zentrum der Wissenschaft und Kultur, und auch der Kaiser selbst war als begeisterter Wissenschaftler berühmt. Friedrich II. war der gebildetste Herrscher seiner Zeit. Auch die Medizin als angewandte Wissenschaft interessierte ihn brennend. So war er als Förderer der berühmten Schule von Salerno tätig, wo zahlreiche Arzneimittellehrbücher entstanden. Außerdem regelte Friedrich in einem wegweisenden Gesetz die Trennung von Arzt- und Apothekerberuf. Das prachtvoll gestaltete Medikamenten-Lehrbuch passt somit einwandfrei in das Interessengebiet des berühmten und einflussreichen Kaisers.

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