Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

Rotunda oder Neapel (Italien) — Um 1258–1266

De arte venandi cum avibus, eine der berühmtesten Handschriften des Mittelalters: Das vom Stauferkaiser Friedrich II. selbst verfasste Meisterwerk zur Falknerei

  1. Von Kaiser Friedrich II. (1194–1250) persönlich verfasstes Lehrbuch zur Falknerei, heute aufbewahrt im Vatikan

  2. Zusammengestellt aus arabischen Quellen und eigenen Experimenten und Beobachtungen des Kaisers

  3. Der Text ist mit mehr als 900 Bildern von über 80 verschiedenen Vogelarten illustriert

Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (3)
Beschreibung
Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

Das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. entstand etwa zwischen 1258 und 1266 in Italien. Es wurde vom begeisterten Falkner Kaiser Friedrich II. anhand von arabischen Quellen und eigenen Experimenten und Beobachtungen verfasst. Das besondere Manuskript blieb bis in die Neuzeit ein Standardwerk der Vogelkunde und begeistert seine Betrachter mit unglaublich realitätsnahen und präzisen Bildszenen aus der Natur.

Das Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

Eines der bedeutendsten Lehrbücher über die Falknerei und Vogelkunde des Mittelalters wurde von Kaiser Friedrich II. verfasst. „De arte venandi cum avibus“, so der Titel dieser lateinischen Handschrift, wurde zwischen 1241 und 1248 von Friedrich II. geschrieben und von seinem Sohn Manfred mit Anmerkungen versehen. 170 Darstellungen von menschlichen Figuren illustrieren das Werk. Zusätzlich beinhaltet das Werk Bilder von mehr als 900 Vogelarten, von 12 Pferden und 36 anderen Tieren sowie allen Utensilien, die für die Falknerei erforderlich sind.

Der geschichtliche Hintergrund

Friedrich II. aus dem Adelsgeschlecht der Staufer war ab 1198 König von Sizilien, ab 1212 römisch-deutscher König und von 1220 bis zu seinem Tod Kaiser des römisch-deutschen Reiches. Er war einer der bedeutendsten Herrscher des Hochmittelalters. Sein Hof entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Dichtung und Wissenschaft. Der begeisterte Vogelkundler verfasste sein berühmtes Falkenbuch anhand von arabischen Quellen und eigenen Beobachtungen. Der Text wird durch über 900 Bilder von etwa 80 verschiedenen Vogelarten illustriert. Sie zeigen die spezifischen Haltungen der Vögel, aber auch Falkner und ihre Tätigkeiten und Werkzeuge aus der Falknerei sind dargestellt. Außerdem informiert es über das Betreiben einer Falknerei.

Reizvoller Buchschmuck

Das Falkenbuch blieb bis weit in die Neuzeit das Standardwerk über die Falknerei. Dies ist vor allem auf die naturwissenschaftliche Genauigkeit und systematische Vorgehensweise Friedrichs zurückzuführen, der mit empirischen Methoden arbeitete und damit seinen Zeitgenossen weit voraus war. Verschiedene Experimente zur Untersuchung der von ihm bewunderten Vögel machten sein Werk einzigartig. Aber auch seine wunderschöne Illustration trug zum außerordentlichen Ruhm des Buches bei. Das durchgehend illuminierte Manuskript zeigt Darstellungen von unerreichter Naturnähe und Präzision. Während landschaftliche und architektonische Szenerie dem zeitgenössischen Stil entsprechen, stellen die über 900 Vogelbilder ein Novum dar. In ihnen wird – von der äußeren Erscheinung bis zu spezifischen Haltungen der einzelnen Vogelarten – eine bis dahin unbekannte Realitätsnähe erreicht. Die Originalausgabe des Falkenbuches befindet sich heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Die Kunst mit Falken zu Jagen von Kaiser Friedrich II.
De Arte Venandi cum avibus
Falkenbuch Friedrichs II.
The Art of Falconry by Frederick II
Arte de cetrería de Federico II
Emperor Frederick II – The Art of Falconry
Manfred Manuscript
Über die Kunst mit Vögeln zu jagen
Umfang / Format
222 Seiten / 36,0 × 25,0 cm
Datum
Um 1258–1266
Stil
Sprache
Buchschmuck
170 menschlichen Figuren, mehr als 900 Vogelarten, 12 Pferde und 36 andere Tiere sowie alle Utensilien, die für die Falknerei erforderlich sind
Inhalt
Abhandlung über die Jagd mit Raubvögeln und eine Studie über Vögel
Auftraggeber
Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen (1194–1250) und sein Sohn Manfred, König von Sizilien (1232–66)
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Jean II de Dampierre (1255–1307)
Joachim Camerarius der Jüngere (1534–98)
Ludwig Camerarius (1573–1651)
Palatinate Library of Heidelberg

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. – Pal. Lat. 1071 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
Testimonio Compañía Editorial – Madrid, 2004
Limitierung: 980 Exemplare

De Arte Venandi cum Avibus
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1969
Limitierung: 1000 Exemplare

De Arte Venandi cum Avibus
Edilan – Madrid, 1978
Detailbild

Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

Die Falkner des Kaisers

Eine ganze Mannschaft von Falknern musste sich um die beispiellose Sammlung von Falken und Habichten kümmern, die dem größten Falkner der Geschichte, dem Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen, gehörten. Sie tragen die im 13. Jahrhundert beliebten fließenden Gewänder, wobei die gestreifte Kleidung der beiden zentralen Figuren darauf hinweist, dass es sich um Wohlhabende, vielleicht sogar Adlige handelt. Zwei weitere bescheiden gekleidete Falkner knien auf beiden Seiten, einer bindet seinen Vogel an einer Stange an, während der andere Vogel gleich baden darf.

Arte de Cetrería de Federico II
Einzelseite

Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

Seite des Verfassers

Die zweite Seite dieses Manuskripts ist zwar beschädigt, enthält jedoch ein wichtiges Portrait des Verfassers, des mächtigen und brillanten Kaisers des Heiligen Römischen Reiches, Friedrich II. (1194–1250). Er ist auf seinem Thron mit seiner Kaiserkrone dargestellt und trägt einen blauen Umhang und eine rote Tunika. In der rechten Hand hält er eine Lilie und zeigt mit der linken auf seinen Falken. Sein Sohn, König Manfred von Sizilien (1232–1266), ist unter ihm fast identisch abgebildet; allerdings hält er ein Zepter in der Hand und die Farben ihrer Gewänder sind vertauscht.

Normalerweise würde man in diesem Teil eines Codex eine Widmungsminiatur erwarten, mit der der Schreiber oder der Mönch dem Auftraggeber das Buch übereignet. Stattdessen sind in diesem Manuskript Friedrich II. und sein Sohn dargestellt, denen von knienden, gut gekleideten Falknern Kapuzenfalken überreicht werden.

Arte de Cetrería de Federico II
Faksimile-Editionen

#1 Arte de Cetrería de Federico II

Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. – Pal. Lat. 1071 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. – Pal. Lat. 1071 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Testimonio Compañía Editorial – Madrid, 2004
Limitierung: 980 Exemplare
Einband: Handgebunden in geprägtem braunem Leder mit Metallschließen.
Kommentar: 1 Band von José Manuel Fradejas Rueda
Sprache: Spanisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
ab 2.390 €
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#2 De Arte Venandi cum Avibus

Details zur Faksimile-Edition:

Limitierung: 1000 Exemplare
Einband: Braunes Veloursleder über Holztafeln Geschützt mit dem Kommentar in einem Schuber mit Lederrücken
Kommentar: 1 Band von Carl A. Willemsen
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Regulärer Preis ohne Anmeldung (wie neu)2.390 
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#3 De Arte Venandi cum Avibus

Edilan – Madrid, 1978

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Edilan – Madrid, 1978
Kommentar: 1 Band von Esther Perera Fernandez and Agustin Santiago Luque
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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