Schachbuch des Jacobus de Cessolis

Pal. lat. 961 - Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)

Alternativ-Titel:

Chess Book of Jacobus de Cessolis

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Chess Book of Jacobus de Cessolis

Art
Umfang / Format

138 Seiten / 20.3 x 14.7 cm

Herkunft
Datum
1458
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Jacobus de Cessolis

Buchschmuck

15 Miniaturen und 29 Initialen

Vorbesitzer

Bakkalaureus
Johann Pachmann

Kurzbeschreibung

Das Schachbuch des Jacobus de Cessolis entstand etwa 1330. Es ist die erste Abhandlung über das Schachspiel und gleichzeitig eine Allegorie auf die mittelalterliche Ständegesellschaft. Es ist eines der am meisten verbreiteten Werke des Mittelalters. Die deutsche Ausgabe von 1485 enthält 15 Miniaturen und zahlreiche Schmuckinitialen, die die gesellschaftskritische Schrift illustrieren.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Schachbuch des Jacobus de Cessolis

Jacobus de Cessolis war ein italienischer Mönch des Dominikanerordens, der im 14. Jahrhundert lebte. Er erlangte Berühmtheit durch sein Schachbuch, welches eines der ersten Traktate über das Schachspiel ist. Es ist ein Buch über die Sitten der Menschen und die Pflichten der Vornehmen und Niederen, welche er mithilfe von Schachmetaphern erläutert. Dieses Werk ist in über 100 Handschriften erhalten und stellt eines der meistverbreiteten Werke des Spätmittelalters dar. Die deutsche Ausgabe der Schrift entstand 1485 in Amberg und ist mit 15 Miniaturen und zahlreichen Schmuckinitialen ein besonders reizvolles Exemplar.

Das Schachspiel als Metapher

Das Werk beruht auf von Cessolis gehaltenen Predigten, bei denen er das Schachspiel als Allegorie der Gesellschaft heranzog. Die Schachfiguren repräsentieren dabei die einzelnen Stände der Gesellschaft. Entscheidend ist, dass die edlen Figuren, wie König und Dame, alleine nichts ausrichten können und auf die Mithilfe der gemeinen Figuren, also der Bauern, angewiesen sind. Diese werden sogar mit Berufsbezeichnungen genannt, es gibt unter anderem Schmiede, Kaufmänner und Ärzte. Dadurch wird die Rolle der Berufstätigen niederer Stände hervorgehoben. Nicht nur das Volk hat Verpflichtungen gegenüber Adel und Klerus, sondern auch umgekehrt. Das gesellschaftskritische Werk verlor über Jahrhunderte hinweg nicht an Popularität.

Programmatische Miniaturen

Die deutsche Ausgabe des berühmten Schachtraktates enthält 15 hochwertige Miniaturen. Dabei handelt es sich nicht um alleinstehende Bilder, sondern um Bildprogramme. Diese stilisierten Bildprogramme zeigen anschaulich, was die Schrift des Werkes alleine nicht ausdrücken kann. Somit dienen die Miniaturen nicht nur zur Dekoration, sondern bieten eine Hilfestellung zum besseren Verständnis des Werkes. Neben den Miniaturen ist der Text von insgesamt 29 farbigen Initialen geschmückt.

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