Apocalypsis Johannis

alfa.D.5.22 - Biblioteca Estense Universitaria (Modena, Italien)

Faksimile-Ausgabe
Unser Preis (wie neu)
€ 469
Frage / Bestellen
Kontakt

T: +49 (0)941.586 123 60

F: +49 (0)941.586 123 61

Bitte einloggen!
Auf die Vergleichsliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Wunschliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Bestandsliste

Kodiologie

Art
Umfang / Format

96 Seiten / 29.0 x 22.0 cm

Herkunft
Datum
Um 1460
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Der Stil ist ähnlich zur deutschen "Bibliae Pauperum" der gleichen Zeit
Flämische Schule des frühes 15. Jahrhunderts

Buchschmuck

48 ganzseitige kolorierte Holzschnitte

Kurzbeschreibung

Die Apokalypse von Estense ist eine Bilderhandschrift, die um 1460 in den Niederlanden oder in der deutschen Rhein-Region angefertigt wurde. Sie besteht aus 96 Holzschnitten, welche von Hand koloriert wurden. Der Text der Apokalypse wurde verschieden in die mitreißenden Szenen eingebettet.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Apocalypsis Johannis

Die Offenbarung des Johannes, auch bekannt als Apokalypse, ist das letzte Buch des Neuen Testaments. Der Bibeltext ist eine zusammenhängende allegorische Komposition voller bedeutender Symbole, die die christliche Gemeinde seit Jahrhunderten prägt und fasziniert. Die vorliegende Ausgabe der Apokalypse befindet sich heute in der Biblioteca Estense Universitaria in Italien. Das kostbare Werk enthält 48 ganzseitige Holzschnitte, welche allesamt von Hand koloriert wurden. Es handelt sich hierbei um eine der weltweit schönsten und wertvollsten Ausgaben der populären Bibelstelle.

Symbolhafte Bildsprache

Die Johannesoffenbarung wurde ursprünglich in Form eines Briefes verfasst, der aus der Sicht des Apostels Johannes geschrieben wurde und sich an sieben christliche Gemeinden in Kleinasien richtete. Seit dem Mittelalter wird die Schrift in 22 Kapitel unterteilt. Die Bibelstelle erzählt von den schrecklichen Visionen vom Ende der Welt und vom Tag des Jüngsten Gerichts, die dem Apostel Johannes im Traum erschienen. Der Text wurde in einer sehr bildhaften Sprache verfasst und bedient sich verschiedener symbolhafter Farbgebung, Tierdarstellungen und Zahlenkombinationen. Der Code 666, der den Namen der Bestie verschlüsselt, ist noch heute ein allgemein bekanntes, satanisches Motiv. Die Apokalypse von Estense wurde im Stil einer „Biblia Pauperum“ verfasst. Sie besteht aus 96 Bildern, die je eine ganze Buchseite füllen. Die Darstellungen bestehen teils aus einer großen Szene, teils sind sie in zwei Szenen unterteilt. Der lateinische Buchtext wurde auf verschiedenste Art und Weise in die Miniaturen eingebettet, sodass beim Leser der Eindruck entsteht, man habe hier einen modernen Comic vor sich.

Ein Vorbote der Reformation?

Das besondere an der Estense-Apokalypse sind ganz eindeutig ihre wunderschönen Illustrationen. In hervorragenden Holzschnitten wurden die Konturlinien der Darstellungen angefertigt. Jede einzelne Szene wurde in einer lebendigen, prachtvollen Vielfalt von Farben von Hand koloriert. Die packenden Darstellungen wenden sich in ihrer Gestaltung gegen die sonst übliche Darstellungsweise von Heiligen und kirchlichen Würdenträgern. Keine Gnade, kein Respekt wird den Geistlichen geschenkt, sie werden am letzten Tage der Erde ebenso wie der Rest der Menschheit für ihre Sünden und Schandtaten bestraft. Diese besondere Eigenschaft der Illustrationen lässt sich als Vorbote der Reformation deuten, die kurz nach der Entstehung des Werkes ganz Europa erschütterte und das Wesen der Kirche völlig revolutionierte.

Schnellsuche
Verlag
Alle Kriterien zeigen