Bamberger Apokalypse

Msc.Bibl.140 - Staatsbibliothek (Bamberg, Deutschland)

Alternativ-Titel:

Bamberg Apocalypse, L'Apocalisse di Bamberg

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Bamberg Apocalypse
L'Apocalisse di Bamberg

Art
Umfang / Format

212 Seiten / 29.5 x 20.4 cm

Herkunft
Datum
Um 1000-1020
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Otto III., Römisch-deutscher Kaiser (980-1002)

Buchschmuck

57 Miniaturen und 103 Initialen, zum Teil ganzseitig

Kurzbeschreibung

Zwischen 1000 und 1020 entstand im Skriptorium des Klosters Reichenau ein einzigartiges Wunderwerk der handschriftlichen Buchkunst. Die Bamberger Apokalypse, welche seit dem Jahr 2003 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehört, ist das bekannteste und kostbarste Werk der Reichenauer Buchkünstler. Es enthält den einzigen Bilderzyklus zur Apokalypse, der je in der ottonischen Buchmalerei angefertigt wurde. Die prächtigen, meist ganzseitigen Bilder auf goldenem Grund besitzen eine unbeschreibliche Ausdruckskraft. Die unvergleichlichen Miniaturen ziehen jeden ihrer Betrachter in den Bann.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die 1. Bamberger Apokalypse

Unter den zahlreichen bedeutenden Büchern und Schriften in der Staatsbibliothek zu Bamberg befindet sich ein einzigartiges Wunderwerk der mittelalterlichen Buchkunst. Es handelt sich dabei um die Bamberger Apokalypse. Diese illuminierte Handschrift zählt zu den bekanntesten Werken aus dem Skriptorium des Klosters Reichenau und ist das einzige Werk der ottonischen Buchmalerei, das einen Bilderzyklus zur Apokalypse enthält. Die Apokalypse, auch bekannt als die Offenbarung des Johannes, ist das letzte Buch des Neuen Testaments. Dieser Bibeltext ist eine zusammenhängende allegorische Komposition voller bedeutender Symbole, die die christliche Gemeinde seit Jahrhunderten prägt und fasziniert. In der Bamberger Apokalypse ist dieser bedeutende Text durch insgesamt 57 prachtvolle, großformatige Miniaturen auf goldenem Grund illustriert. Reich mit Gold und Silber geschmückte Initialen veredeln das Werk zusätzlich.

Ein rätselhaftes Meisterwerk

Bis heute herrscht in der historischen Forschung Unklarheit über den genauen Entstehungszeitraum der Bamberger Apokalypse. Paläografische Erkenntnisse sowie ikonografische und stilkritische Einschätzungen ergaben eine Datierung des Werkes auf den Zeitraum zwischen 1000 und 1020. Schwieriger fällt jedoch die Feststellung eines Auftraggebers des prachtvollen Codex. Eine Miniatur in der Handschrift zeigt ein repräsentatives Herrscherbildnis, in welchem mit Sicherheit der Auftraggeber dargestellt ist. Allerdings wird bis heute kontrovers darüber diskutiert, ob es sich bei der Herrschergestalt um Kaiser Otto III. oder um Kaiser Heinrich II. handelt. Vermutlich wurde die Handschrift von Otto in Auftrag gegeben, um nach dem unerwarteten Tod des Herrschers im Alter von erst 21 Jahren zunächst unvollendet zu bleiben. Höchst wahrscheinlich entdeckte Ottos Nachfolger Heinrich II. den kostbaren Codex im Reichenauer Skriptorium und ließ ihn fertigstellen. Ältere literarische Überlieferungen berichten von einem heute nicht mehr erhaltenen Einband. Dieser dokumentierte in einer Inschrift die Schenkung des Codex durch Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde an das Bamberger Kollegiatstift St. Stephan.

Faszinierende Buchmalerei

Die Bamberger Apokalypse ist das großartigste und bekannteste Werk aus dem Skriptorium des Klosters Reichenau. Das Kloster war der Sitz des künstlerisch führenden Skriptoriums des gesamten Reiches. Die aufregenden Miniaturen der Apokalypse stellen den einzigen Zyklus zu diesem Buch der Bibel dar, der in der ottonischen Buchmalerei angefertigt wurde. Mitreissende Szenen in hochwertiger Farbe und auf kostbarem Goldgrund lassen die Buchseiten in einzigartigem Glanz erstrahlen. Die intensiven Bilder zeugen von einer charakteristischen Darstellungsweise, in der Personen und Gesichter voll ausdrucksstarker Mimik und Gestik abgebildet sind. Auch Jahrhunderte nach ihrer Herstellung ziehen die expressiven Illustrationen jeden ihrer Betrachter in den Bann. Neben den prachtvollen, meist ganzseitigen Miniaturen dekorieren etwa 103 Schmuckinitialen den Codex. Die goldenen oder silbernen Buchstaben befinden sich auf Hintergründen in Purpur, Blau oder Grün und sind konturiert durch vergoldetes Rankenwerk, das in kleeblattähnlichen Gebilden oder Pfeilspitzen ausläuft. Diese spezielle Verzierung gilt als das Markenzeichen der Reichenauer Buchkünstler.

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