Beatus von Liébana - Codex San Millán

Emil: 33 - Real Academia de la Historia (Madrid, Spanien)

Alternativ-Titel:

Beatus of Liébana - San Millán Codex, San Millan Beatus, Beato de San Millán de la Cogolla, Beato de San Millán

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Beatus of Liébana - San Millán Codex
San Millan Beatus
Beato de San Millán de la Cogolla
Beato de San Millán

Art
Umfang / Format

564 Seiten / 35.5 x 24.0 cm

Herkunft
Datum
Erster Teil: Spätes 10. oder frühes 11. Jahrhundert (Mozarabic); Zweiter Teil: 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts (Romanisch)
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Beatus von Liébana (gestorben nach 798)

Kurzbeschreibung

Der Beatus von San Millán kann einige außergewöhnliche Merkmale vorweisen. Die Handschrift, die heute in der Real Academia de la Historia in Madrid aufbewahrt wird, ist in zwei Phasen entstanden: Der erste, umfangreichere Teil wurde gegen Ende des 10. Jahrhunderts gefertigt, vermutlich in Kastilien in der Provinz León. Ergänzt und weitergeführt wurde die Arbeit an der wunderschönen Handschrift jedoch erst über ein Jahrhundert später. Die Miniaturen dieses zweiten Teils stammen dabei aus dem berühmten Skriptorium von San Millán. Insgesamt verteilen sich über die 564 Seiten des Beatus von San Millán 49 herrliche Illustrationen zum berühmten Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana aus dem 8. Jahrhundert. Besonders interessant ist dieser Codex auch im Hinblick auf den Text, der ungewöhnlicherweise mit einigen Auszügen aus den Etymologiae des Isidor von Sevilla ergänzt wurde.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Beatus von Liébana - Codex San Millán

Der Beatus von San Millán kann einige außergewöhnliche Merkmale vorweisen. Die Handschrift, die heute in der Real Academia de la Historia in Madrid aufbewahrt wird, ist in zwei Phasen entstanden: Der erste, umfangreichere Teil wurde gegen Ende des 10. Jahrhunderts gefertigt, vermutlich in Kastilien in der Provinz León. Ergänzt und weitergeführt wurde die Arbeit an der wunderschönen Handschrift jedoch erst über ein Jahrhundert später. Die Miniaturen dieses zweiten Teils stammen dabei aus dem berühmten Skriptorium von San Millán. Insgesamt verteilen sich über die 564 Seiten des Beatus von San Millán 49 herrliche Illustrationen zum berühmten Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana aus dem 8. Jahrhundert. Besonders interessant ist dieser Codex auch im Hinblick auf den Text, der ungewöhnlicherweise mit einigen Auszügen aus den Etymologiae des Isidor von Sevilla ergänzt wurde.

Die biblische Offenbarung vom Ende der Welt

Beatus von Liébana (gestorben nach 798) war ein asturischer Theologe und Mönch im Kloster San Martín de Turieno bei Liébana im Norden Spaniens. Wohl kurz vor 800 – zu diesem Jahreswechsel wurde der Untergang der Welt vorhergesagt – verfasste er sein wegweisendes Hauptwerk: einen Kommentar zur Apokalypse des Johannes in zwölf Büchern. Die Offenbarung des Johannes, diese biblische Erzählung, die das gesamte Mittelalter hindurch äußerst beliebt und einflussreich war, bedurfte mit ihren zahlreichen geheimnisvollen, schwer zu deutenden symbolischen Bildern einer eingehenden Erklärung. Das war sicherlich einer der Gründe für die außerordentliche Beliebtheit und weite Verbreitung des erklärenden und deutenden Kommentars des Beatus von Liébana. In zahlreichen wunderbar illustrierten, großformatigen Handschriften mit überaus reicher bildlicher Ausstattung wurde dieser Kommentar besonders in Nordspanien festgehalten. Die sogenannten Beatus-Handschriften bildeten den bedeutendsten Buchtyp des Mittelalters in Nordspanien!

Ein Buch, zwei Entstehungsphasen

Eines dieser über 30 heute bekannten Exemplare von Beatus-Handschriften ist der berühmte Codex von San Millán. Heute in der Real Academia de la Historia in Madrid als wahrer Schatz gehütet, ist er benannt nach dem Kloster von San Millán im Norden Spaniens. Die wechselhafte Geschichte des Codex nahm jedoch an einem anderen Ort ihren Anfang. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts wurde die Handschrift vermutlich in der Provinz León in Kastilien begonnen. Dieser erste Teil der Handschrift, der den größten Teil der Miniaturen umfasst, orientierte sich stilistisch an den Beatus-Handschriften des 10. Jahrhunderts. Deutlichster Ausdruck hierfür ist der mozarabische Stil der Malerei. Diese Miniaturen werden spannungsreich ergänzt durch die spätere Weiterführung der Arbeit.

Text und Bild in herrlicher Vereinigung

Gegen Ende des 11. Jahrhunderts oder im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts wurde der Beatus im Skriptorium von San Millán ergänzt. Die Miniaturen dieses zweiten Teils der Handschrift orientieren sich dabei schon an romanischen Stilvorgaben. Diese Beteiligung von mindestens zwei Künstlern aus unterschiedlichen Stilepochen macht den Beatus von San Millán zu einem außergewöhnlichen Stück der Kunstgeschichte. Zwar blieb die Handschrift letztlich unvollendet, doch beweisen die 49 Illustrationen die hohe Qualität des Kunstwerks. Außerdem ist der Beatus von San Millán eines der komplettesten Exemplare im Hinblick auf den Text, enthält er doch neben den üblichen Teilen einer Beatus-Handschrift - der Offenbarung des Johannes und dem zugehörigen Kommentar des Beatus von Liébana und dem Kommentar zu Daniel - auch einzelne Auszüge aus den Etymologiae des Isidor von Sevilla.

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