Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma

Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma – Vicent Garcia Editores – Cod. 1 – Biblioteca de la Catedral (El Burgo de Osma, Spanien)

Spanien — 1086

Der Übergang vom mozarabischen zum romanischen Stil: Die Beatus-Handschrift mit der berühmten doppelseitigen und von Fabelwesen bevölkerten Mappa Mundi

  1. Ausgestattet mit einer berühmten doppelseitigen mappa mundi, die von Fabelwesen bevölkert ist

  2. Martinus, der Buchmaler, gestaltete die Seiten so geometrisch und symmetrisch wie nur möglich

  3. Das Werk repräsentiert eindrucksvoll den Übergang vom mozarabischen zum romanischen Stil

Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma

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  1. Beschreibung
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Beschreibung
Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma

Der berühmteste Apokalypse-Kommentars des gesamten Mittelalters in einer prachtvollen und außerordentlich qualitätvollen Handschrift: in der bedeutenden Sammlung der nordspanischen Kathedrale von Burgo de Osma wird der sogenannte Beatus von Burgo de Osma aufbewahrt. Dieser großformatige Codex präsentiert auf 332 Seiten mit insgesamt 71 Miniaturen den berühmten Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana. Entstanden im Jahr 1086 im einflussreichen Skriptorium von Sahagún, stellt die spanische Handschrift eindrücklich den Übergang vom mozarabischen zum romanischen Stil vor. In leuchtend bunten Miniaturen präsentieren herrliche Figuren das apokalyptische Geschehen. Phantastische, zum Teil grausame, zum Teil beeindruckende Wesen illustrieren die Offenbarung des Johannes samt dem zugehörigen Kommentar des Beatus von Liébana.

Beatus von Liébana: Codex Burgo de Osma

Der berühmteste Apokalypse-Kommentars des gesamten Mittelalters in einer prachtvollen und außerordentlich qualitätvollen Handschrift: in der bedeutenden Sammlung der nordspanischen Kathedrale von Burgo de Osma wird der sogenannte Beatus von Burgo de Osma aufbewahrt. Dieser großformatige Codex präsentiert auf 332 Seiten mit insgesamt 71 Miniaturen den berühmten Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana. Entstanden im Jahr 1086 im einflussreichen Skriptorium von Sahagún, stellt die spanische Handschrift eindrücklich den Übergang vom mozarabischen zum romanischen Stil vor. In leuchtend bunten Miniaturen präsentieren herrliche Figuren das apokalyptische Geschehen. Phantastische, zum Teil grausame, zum Teil beeindruckende Wesen illustrieren die Offenbarung des Johannes samt dem zugehörigen Kommentar des Beatus von Liébana.

Die biblische Erzählung von der Apokalypse

Apokalyptische Reiter auf starken Rössern, ein nacktes Weib neben einer Riesenschlange, bunte Heerscharen mit Schwertern bewaffnet und der thronende Christus von zwei Engeln getragen: all diese Bilder vereint die Offenbarung des Johannes, die sogenannte Apokalypse. Der asturische Mönch und Theologe Beatus von Liébana (um730–800) verfasste um 776 einen einflussreichen und bedeutenden Kommentar zur Apokalypse des Johannes. In 12 Bücher aufgeteilt, versammelte Beatus von Liébana in seinem Hauptwerk erklärende Kommentare zu den allegorischen und symbolischen Bildern der Apokalypse des Johannes. Dabei bezog er sich auf Quellen verschiedener älterer Autoren, die er als Versatzstücke zusammenfasste. In prächtigen und außerordentlich qualitätvollen, meist wunderbar illuminierten Handschriften wurde dieser berühmteste Apokalypse-Kommentar des gesamten Mittelalters festgehalten. Hauptsächlich in Nordspanien im Zeitraum vom 10. bis 12. Jahrhundert entstanden die berühmten Beatus-Handschriften. Von der Beliebtheit und der hohen Qualität zeugen heute noch 30 erhaltene Beatus-Handschriften, von denen 27 mit herrlichen Miniaturen reich ausgestattet sind.

Herausragende Miniaturen, romanisch-mozarabisch

Der sogenannte Beatus von Burgo de Osma steht an der Schwelle vom mozarabischen zum romanischen Stil. Damit stellt er eine einzigartige Besonderheit dar. Die breite Farbpalette der herrlichen Miniaturen ist noch stark mozarabisch geprägt, doch sind die Figuren in ihrer Körperlichkeit bereits romanisch. Auf 71 Miniaturseiten präsentiert der Beatus von Burgo de Osma farbenprächtige Szenen vor einfarbigem Hintergrund. Der Miniaturist, dessen Name Martinus bekannt ist, hat die Bildseiten überaus dekorativ gestaltet, etwa in dem Ansinnen, die Miniaturen möglichst geometrisch und symmetrisch anzulegen. Umgeben werden die Miniaturen von wunderschönen Rahmen, die eigentlich schlicht wirken, jedoch an den Ecken mit ornamentalen Zierelementen aus Flechtband geschmückt sind. Diese Elemente erinnern stark an keltische Ornamente und die insulare Buchmalerei.

Die Apostel als Missionare der Welt

Berühmt ist vor allem die mappa mundi des Beatus von Burgo de Osma, die herrliche Weltkarte auf einer Doppelseite. Kreisrund präsentiert sich die Erde vom Wasser umflossen. Die Karte zeigt die Erdteile mit den 12 Aposteln, die von Jesus zur Missionierung in verschiedene Regionen der Welt ausgesendet wurden. Fabelwesen - hier ein phantastischer Mensch mit nur einem Bein, von den Griechen als Sciapoden bezeichnet - bevölkern die sogenannte terra incognita. In der Forschung wird die berühmte mappa mundi des Beatus von Burgo de Osma mit der Weltkarte des Beatus von Saint-Sever verglichen.

Berühmter Entstehungs- und Aufbewahrungsort

Entstanden ist der Beatus-Codex von Burgo de Osma im Jahr 1086. Laut einer Inschrift wurde die Handschrift am 3. Januar oder 3. Juni des Jahres begonnen. Als Entstehungsort wird in der Forschung Sahagún vermutet. Das Skriptorium dieses Cluniazenserklosters im Bistum Leon war im 11. Jahrhundert führend in der spanischen Buchmalerei. Heute wird die Handschrift in der Bibliothek der Kathedrale von Burgo de Osma aufbewahrt. Diese kastilische Bischofsstadt im Norden Spaniens ist bis heute bekannt für ihre wunderschöne mittelalterliche Altstadt. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wirkte dort der heilige Pedro de Osma als Bischof, dessen herausragendes Grabmal in der Kathedrale zu besichtigen ist. San Pedro de Osma war es auch, der den Bau einer Kathedrale in Burgo de Osmas anordnete. Die gotische Kathedrale von Burgo de Osmas beherbergt eine bedeutende Sammlung von Codices, allen voran der berühmte Beatus von Burgo de Osma.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Beatus of Liébana - Burgo de Osma Codex
Beato de Liébana del Burgo de Osma
Apocalypsis: El Beato de Osma
El Beato de El Burgo de Osma. Apocalipsis de San Juan
Umfang / Format
332 Seiten / 36,1 × 25,3 cm
Herkunft
Spanien
Datum
1086
Stil
Sprache
Buchschmuck
71 Miniaturenseiten
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma – Vicent Garcia Editores – Cod. 1 – Biblioteca de la Catedral (El Burgo de Osma, Spanien)
Vicent Garcia Editores – Valencia, 1992
Limitierung: 1380 Exemplare

Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma – Scriptorium – Cod. 1 – Biblioteca de la Catedral (El Burgo de Osma, Spanien)
Scriptorium – Valencia, 2015
Limitierung: 390 Exemplare
Detailbild

Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma

Die Frau und der Drache

Die Frau der Apokalypse ist eine der bekanntesten Figuren in der Offenbarung des Johannes und wird allgemein als Jungfrau Maria oder als das Volk Gottes als Ganzes interpretiert. Sie wird mit dem Mond zu ihren Füßen, mit der Sonne im Rücken und mit zwölf Sternen gekrönt dargestellt, als sich der rote, siebenköpfige Drache nähert, um ihr Kind zu verschlingen. Dieses Ereignis provoziert den Krieg im Himmel, bei dem das Kind gerettet wird und der Erzengel Michael den Drachen besiegt, um ihn schließlich aus dem Himmel zu werfen.

Beato de Liébana del Burgo de Osma
Einzelseite

Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma

Mappa Mundi

Eine Besonderheit dieses Beatus-Manuskripts ist die Tatsache, dass es eine Doppelseite mit einer Mappa Mundi enthält. Zusammen mit dem Exemplar aus dem Codex Saint-Sever ist sie eine der schönsten Beatus-Karten, bei denen allerdings mehr Wert auf die spirituelle und symbolische Dimension gelegt wird als auf geografische Korrektheit: Sie ist oben nach Osten ausgerichtet und hat Jerusalem als Mittelpunkt

Die Erde wird kunstvoll in einem Kreis dargestellt, der von Wasser umgeben ist: Asien ganz oben, Europa und „Libyen“ (Afrika) an der Unterseite sowie dem mythischen Kontinent ganz rechts, der terra incognita oder "Antipoden" genannt und von den einbeinigen Monopoden bevölkert wird. Die 12 Apostel sind auf der ganzen Welt missionarisch tätig, die selbst mit einfachen, aber eleganten Mitteln dargestellt ist.

Beato de Liébana del Burgo de Osma
Faksimile-Editionen

#1 Beato de Liébana del Burgo de Osma

Vicent Garcia Editores – Valencia, 1992

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Vicent Garcia Editores – Valencia, 1992
Limitierung: 1380 Exemplare
Einband: Pergament auf Holzdeckel Das Faksimile kommt zusammen mit dem Kommentarband in einem Schuber mit Goldprägung
Kommentar: 1 Band (436 Seiten) von José Arranz, John Williams, Barbara A. Shailor, Eugenio Romero Pose, Serafín Moralejo Álvarez, Sarah Williams, Adolfo Baloira, Johnatan Weatley und Asunción Madinaveitia
Sprachen: Englisch, Spanisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Limitierte, notariell nummerierte und vom Drucker und Verleger signierte Auflage. Speziell hergestelltes Papier, das Pergament imitiert. Das Buch ist mit zahlreichen farbigen Bordüren und Zeichnungen versehen, die mit Blattgold illuminiert sind.
€€€ (3.000€ - 7.000€)
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#2 Apocolípsis: El Beato del Burgo de Osma

Scriptorium – Valencia, 2015
Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma – Scriptorium – Cod. 1 – Biblioteca de la Catedral (El Burgo de Osma, Spanien)
Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma – Scriptorium – Cod. 1 – Biblioteca de la Catedral (El Burgo de Osma, Spanien) Mit Genehmigung des Verlages

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Scriptorium – Valencia, 2015
Limitierung: 390 Exemplare
Einband: Leder
Kommentar: 1 Band von Peter K. Klein
Sprache: Spanisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Die Faksimile-Edition wurde auf echtem Pergament gedruckt.
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