Burgunderchronik des Diebold Schilling von Bern

Hs. Ms. A5 - Array (Zürich, Schweiz)

Alternativ-Titel:

Great Burgundian Chronicle by Diebold Schilling of Bern

Faksimile-Ausgabe
Unser Preis
Frage / Bestellen
Kontakt

T: +49 (0)941.586 123 60

F: +49 (0)941.586 123 61

Bitte einloggen!
Auf die Vergleichsliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Wunschliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Bestandsliste

Kodiologie

Alternativ-Titel

Great Burgundian Chronicle by Diebold Schilling of Bern

Art
Umfang / Format

1,036 Seiten / 39.0 x 25.0 cm

Herkunft
Datum
Um 1480
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Der Stadrat von Bern

Künstler / Schule

Diebold Schilling

Buchschmuck

199 üppige Miniaturen

Kurzbeschreibung

Die Burgunderchronik ist ein Teil der offiziellen Berner Stadtchronik von Diebold Schilling und stellt die wohl ausführlichste Quelle zu den Kriegen der Stadt Bern gegen das Herzogtum Burgund dar. Die Schilderungen des kriegerischen Alltags, des Lagerlebens, der Belagerungen, Plünderungen und Gefechte werden illustriert durch 199 präzise und detailreiche Federzeichnungen in Aquarellfarben.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Burgunderchronik des Diebold Schilling von Bern

Die Burgunderchronik ist eine umfassende und originelle Quelle zu den Burgunderkriegen und ist der dritte Teil der dreibändigen Stadtchronik Berns von Diebold Schilling. Das Werk schildert die Geschichte der Stadt Bern, beginnend bei der Gründung bis in die damalige Gegenwart. Dabei liegt der Fokus auf kriegerischen Ereignissen wie Belagerungen, Plünderungen, kleinen Gefechten und dem Alltagsleben der Soldaten. In farbenprächtigen und detailgenauen Bildern werden die blutigen Ereignisse des Textes lebhaft dargestellt.

Diebold Schilling, ein Mann vom Fach

Im Jahr 1474 versammelten sich die Räte der Stadt Bern, um eine ausführliche Stadtchronik in Auftrag zu geben. Den Auftrag ausführen sollte Diebold Schilling der Ältere, welcher seit 1460 in der Berner Kanzlei tätig war. Hier erlernte der Schreiber die Gepflogenheiten des städtischen Verwaltungs- und Gerichtswesens und bekam Einblick in die vorherrschenden außenpolitischen Umstände. 1486 wurde er selbst Mitglied des Großen Rates und kämpfte auf Seiten der Berner Armee persönlich im Burgunderkrieg mit.

Politischer Zündstoff und Unterhaltung zugleich

Die Amtliche Stadtchronik, die Schilling auf Geheiß anfertigte, entstand zwischen 1474 und 1438 und umfasste drei Teile. Vom dritten Teil der Chronik, der großen Burgunderchronik, wurde eine bearbeitete Neufassung herausgegeben. Das Originalwerk blieb bei seinem Urheber. Die patriotischen Äußerungen Schillings konnten den Berner Bürgern nur in zensierter Fassung präsentiert werden. Außerdem ließ Schilling einige Anekdoten einfließen, die jeder geschichtlichen Grundlage entbehren, jedoch zur Erheiterung des Lesers beitragen sollten. Ein Beispiel hierfür ist die Erzählung des Berner Leutpriesters, welcher gedroht haben soll, dem Bischof von Lausanne eine Insektenplage an den Hof zu senden.

Prächtigster Bilderschmuck

Ein unbekannter Buchmaler fertigte 199 Federzeichnungen in Aquarellfarben an, um die elegante gotische Handschrift Schillings zu illustrieren. Teilweise sind die fantasievollen Bilder aus der Vogelperspektive dargestellt und geben den Blick frei auf Burgen, Städte und Dörfer in schönen, hügeligen Landschaften. Solche idyllischen Landschaftsmalereien halten sich jedoch in Grenzen, da der Maler den kriegerischen Text Schillings mit seinen Illustrationen unterstützt. Die Kriegszüge, Raub, Mord und andere Gewalttaten werden schonungslos bis ins kleinste Detail ausgestaltet. In den Szenen, in denen Soldaten und Reiter im Gefecht ihr Leben lassen, fließt das Blut in Strömen. Dieser frühe Realismus und die offensichtliche Heldenverehrung machen den Reiz der Miniaturen aus, welche mitverantwortlich für den Ruhm des Werkes sind.

Schnellsuche
Verlag
Alle Kriterien zeigen