Beauftragt von König Edward I. von England: Eine außergewöhnlich reich illuminierte Meisterhandschrft mit faszinierenden Miniaturen

Apokalypse Oxford

Hofschule von Westminster (Vereinigtes Königreich) — Um 1272

Apokalypse Oxford

Apokalypse Oxford

Hofschule von Westminster (Vereinigtes Königreich) — Um 1272

  1. Eine spektakuläre Auftragsarbeit von König Edward I. von England (1239-1307) und seiner Frau Eleanor von Kastilien-León

  2. Schon die bloße Anzahl von 97 Miniaturen macht diese Apokalypse zu einem herausragenden Werk dieser Zeit

  3. Die Verwendung der Landschaft als neues Element des Miniaturdesigns verleiht den Bildern eine faszinierende, eigenartige Lebendigkeit

Die Apokalypse Oxford

Apokalypse Oxford

Die erste Auferstehung

Nach der anfänglichen Niederlage und der tausendjährigen Gefangenschaft Satans lassen Christus und die Herrschaft der Heiligen über die Erde die Märtyrer auferstehen: „Dann sah ich Throne; und denen, die darauf Platz nahmen, wurde das Gericht übertragen. Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. Sie hatten das Tier und sein Standbild nicht angebetet und sie hatten das Kennzeichen nicht auf ihrer Stirn und auf ihrer Hand anbringen lassen. Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre.“ (Apk 20,4)

Apokalypse Oxford

Alternativ-Titel:
  • Douce Apocalypse
  • Oxford Apokalypse
Apokalypse Oxford – Ms. Douce 180 – Bodleian Library (Oxford, Großbritannien)
Apokalypse Oxford – Ms. Douce 180 – Bodleian Library (Oxford, Großbritannien)
Apokalypse Oxford – Ms. Douce 180 – Bodleian Library (Oxford, Großbritannien)
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Bildvon
Regulärer Preis ohne Anmeldung (wie neu)725 €
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Die „Geheime Offenbarung des Johannes“ gilt Vielen als sperrig, schwierig, kryptisch und unzugänglich. Dieses Exemplar zählt zu den bedeutendsten englischen Handschriften des 13. Jahrhunderts und weist einen Weg zu ihr, den der Leser dankbar beschreitet: Dieser Weg sind die 97 Miniaturen, die der Künstler mit großer kompositorischer Sicherheit und gestalterischem Selbstbewusstsein festgehalten hat. Die Frische und Leichtigkeit, die durch das Bildmaterial dieser Apokalypse wehen, liegen an dem noch ungewohnten Einbeziehen der Landschaft und an der genauen Wiedergabe der Mimik einzelner, auch unbeteiligter Personen, die auf eine ausgesprochen scharfe Beobachtungsgabe des ansonsten nicht weiter bekannten Künstlers schließen lassen. Seinen Auftrag gaben ihm noch vor dem Jahr ihrer Thronbesteigung 1272 der englische König Edward I. und seine Gemahlin Eleonore von Kastilien-León. Ausgeführt wurde er an der Hofschule von Westminster.

Die Offenbarung in 97 geheimnisvollen Miniaturen

Die Apokalypse Ms. Douce 180 zählt zu den bedeutendsten englischen Handschriften des 13. Jahrhunderts. Allein die Vielzahl an Miniaturen, insgesamt 97, verleiht ihr eine dominierende Stellung gegenüber anderen illuminierten Werken dieser Zeit. Die künstlerische Ausstattung und Komposition der Handschrift lassen die starke Persönlichkeit und individuelle Note des ausführenden Künstlers spürbar werden. Dem Hinzutreten der Landschaft als neues gestalterisches Element verdanken die Bilder ihre faszinierend eigentümliche Lebendigkeit.

97 geheimnisvolle Miniaturen
Insgesamt 97 Miniaturen begleiten den lateinischen Text der Offenbarung des Johannes, dem geheimnisvollsten Buch des Neuen Testaments. Die gerahmten Bilder sind nicht etwa Beigabe zum Text, sondern vielmehr glanzvolle Hauptsache.

Eine spannende Geschichte

Der englische König Edward I. und seine Gemahlin Eleonore von Kastilien-León hatten diese Apokalypse noch vor ihrer Thronbesteigung im Jahr 1272 in Auftrag gegeben, vermutlich in der Hofschule von Westminster. Über das weitere Schicksal der Handschrift ist wenig bekannt. Sicher ist aber, daß sie sich vor ihrem derzeitigen Aufbewahrungsort – der Bodleian Library in Oxford – im Besitz Francis Douce´s befand. Dieser vermachte die Apokalypse zusammen mit anderen Handschriften der genannten Bibliothek, wo sie seit 1834 aufbewahrt wird. Der prachtvolle Ganzledereinband, den die Handschrift gegenwärtig besitzt, wurde um 1600 von einem Künstler in Oxford angefertigt. Der Einband der Faksimile-Ausgabe ist eine getreue Replique dieses letzten Originaleinbandes. Der wissenschaftliche Kommentarband mit 284 Seiten und 171 Abbildungen führt Sie sicher durch die Handschrift.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Douce Apocalypse
Oxford Apokalypse
Umfang / Format
168 Seiten / 31,1 x 20,3 cm
Datum
Um 1272
Sprache
Buchschmuck
97 Miniaturen (Gold + Silber), jede auf einer halbe Seite
Auftraggeber
Der Englische König Edward I. und seine Gemahlin Eleonore von Kastilien-León
Vorbesitzer
Die Apokalypse Oxford

Apokalypse Oxford

Fünfte Posaune: reitende Heuschrecken

„Und die Heuschrecken sehen aus wie Rosse, die zur Schlacht gerüstet sind; auf ihren Köpfen tragen sie etwas, das goldschimmernden Kränzen gleicht, und ihre Gesichter sind wie Gesichter von Menschen, ihr Haar ist wie Frauenhaar, ihr Gebiss wie ein Löwengebiss, ihre Brust wie ein eiserner Panzer; und das Rauschen ihrer Flügel ist wie das Dröhnen von Wagen, von vielen Pferden, die sich in die Schlacht stürzen.“ (Offb 9, 7-9.)

Während des Ersten Weherufs fällt nach der Vierten Posaune ein Stern vom Himmel und öffnet eine bodenlose Grube. Eine Armee von Heuschrecken mit den Schwänzen von Skorpionen, die vom Engel Abaddon kommandiert wird, taucht auf, um die Menschen ohne das Siegel Gottes auf der Stirn fünf Monate lang zu quälen. Hier wird gezeigt, wie sie in ihrer Formation voranschreiten. Das glänzende Silber ihrer Panzer und das Gold ihrer Kronen kontrastieren mit ihrer dunklen und abscheulichen Erscheinung.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Apokalypse Oxford“

Die Apokalypse Oxford
Apokalypse Oxford – Ms. Douce 180 – Bodleian Library (Oxford, Großbritannien)
Apokalypse Oxford – Ms. Douce 180 – Bodleian Library (Oxford, Großbritannien)
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Die Apokalypse Oxford

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1981
Limitierung
1000 Ausgaben für nicht französich sprachige Gebiete
Einband
Leder (Kopie des heutigen Originaleinbandes aus dem 16. Jh.). Alle Blätter sind originalgetreu randbeschnitten.
Kommentar
1 Band (284 Seiten) von P. Klein
Sprache: Deutsch

P. Klein, Bamberg, 284 Seiten mit 171 Abbildungen.
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Die Blätter sind originalgetreu randbeschnitten.
Regulärer Preis ohne Anmeldung (wie neu)725 €
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