Buch der Jagd

Buch der Jagd – Orbis Mediaevalis – Ms. OP N.º 2 – The State Hermitage Museum (St. Petersburg, Russland)

Frankreich — Ende des 14. Jahrhunderts

Prächtige Bilder aristokratischer Jagdgesellschaften bei ihrem königlichen Zeitvertreib: Ein luxuriös illuminiertes Handbuch zur Jagd mit Gaston Phoebus' Lehren zu Jagdtechniken und der Ausbildung und Pflege von Pferden und Jagdhunden

  1. Ein umfangreiches Handbuch zur mittelalterlichen Jagd, das vom Grafen von Foix selbst geschrieben wurde

  2. Gewidmet Philipp dem Kühnen (1342–1404), Herzog von Burgund, deckt es auch die Ausbildung von Jagdhunden und Pferden ab

  3. 78 ganzseitige Miniaturen zeigen große, aristokratische Jagdgesellschaften bei ihrem königlichen Zeitvertreib

Buch der Jagd

Ms. OP N.º 2 Eremitage Museum (St. Petersburg, Russland)
Statt 5.200  
Sonderangebot (wie neu) bis 31.01.2024 1.799  
  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Buch der Jagd

Gaston III., Graf von Foix und auch bekannt mit seinem Beinamen Phoebus, verfasste im 14. Jahrhundert ein Werk, das ihn unvergessen machte: das berühmte Livre de la chasse, das Buch der Jagd. Dieses Traktat, das er Philipp dem Kühnen widmete, befasst sich mit der höfischen Jagd und präsentiert sich als umfassendes Lehrbuch zu diesem Thema. Der Autor beschreibt etwa naturkundliche Informationen über jagdbare Wildtiere und wie man sie aufspürt und gibt Anleitungen zur erfolgreichen Abrichtung, medizinischen Versorgung und Pflege von Jagdhunden. In der Eremitage in St. Petersburg wird eine besonders schön illuminierte Handschrift dieses Buchs der Jagd von Gaston Phoebus aufbewahrt. Dieses Meisterwerk der gotischen Buchmalerei wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich geschaffen und begeistert mit herrlichen, goldgeschmückten Miniaturen in eleganten Rahmungen und großen, kunstvollen Rankeninitialen. Auf diese Weise bietet sich auch ein einmaliger Einblick in die aristokratische Gesellschaft des späten 14. Jahrhunderts!

Buch der Jagd von Gastón III

Gaston III., Graf von Foix und auch bekannt mit seinem Beinamen Phoebus, verfasste im 14. Jahrhundert ein Werk, das ihn unvergessen machte: das berühmte Livre de la chasse, das Buch der Jagd. Dieses Traktat, Philipp dem Kühnen gewidmet, befasst sich mit dem Thema der höfischen Jagd und präsentiert sich als umfassendes Lehrbuch zu diesem Thema. In St. Petersburg wird eine besonders schöne illustrierte Handschrift dieses Buchs der Jagd von Gaston III. aufbewahrt. Entstanden gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich, begeistert dieses Meisterwerk der Buchmalerei mit herrlichen Miniaturen in eleganten Rahmungen. Auf diese Weise bietet sich ein einmaliger Einblick in die Zeit des späten 14. Jahrhunderts!

Die Jagd im Mittelalter

Eine Meute von Jagdhunden prescht durch den Wald, gefolgt von herrschaftlichen Reitern auf edlen Pferden. Ein Wildschwein zappelt bereits im Netz der Jäger. Und ein Greifvogel wird darauf vorbereitet, bei der Jagd auf Hasen zu helfen. All diese wunderbaren Szenen spielen sich ab in den Illustrationen des Livre de la chasse des Gaston III., auch bekannt als Gaston Phoebus. Gaston III. (1331–1391), Graf von Foix, war der Autor dieses berühmten französischen Traktates zur Jagd. In den Jahren 1387–1389 verfasst, ist es ein spannendes Lehrbuch zur mittelalterlichen Jagd. Die Jagd war lange Zeit ein Privileg der Herrscher und Adligen und wird im Buch der Jagd in all ihren Facetten präsentiert.

Eine bemerkenswerte Ausgabe

Das Livre de la chasse des Gaston Phoebus ist bis heute in mehreren, zum Teil illustrierten, Handschriften überliefert. Diese befinden sich unter anderem in der Pariser Bibliothèque Nationale und in der New Yorker Morgan Library. Ein besonders schönes Exemplar einer illustrierten Ausgabe bewahrt jedoch die Eremitage in St. Petersburg. Das Manuskript OP N.º 2 ihrer Handschriften-Sammlung entstand gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich, also kurz nach der Entstehung des Textes selbst. Auf 224 Seiten im beeindruckenden Format von 33 x 23 cm wird hier das Traktat zur Jagd in 78 großformatige Miniaturen illustriert.

Ein herrliches Bild des 14. Jahrhunderts

Jeweils eine halbseitige Miniatur über oder unter dem Text begleitet die Ausführungen zur Jagd. Diese Szenen werden umgeben von feinen, ornamentalen Rahmungen. Zierliche Pflanzenbordüren und kostbare goldene Initialen runden den prachtvollen Gesamteindruck der Handschrift ab. Die Darstellungen präsentieren alle Aspekte des Themas, das in dem berühmten Traktat behandelt wird. Das Lehrbuch des Gaston III., das Philipp dem Kühnen gewidmet ist, enthält naturwissenschaftliche und biologische Informationen zu Wildtieren und gibt etwa Anleitungen zum Abrichten der Jagdhunde. In Kombination mit den wunderbaren Miniaturen bietet die St. Petersburger Handschrift des Livre de la chasse - eines der schönsten Exemplare dieser Tradition der Jagd-Handbücher - einen herrlichen Einblick in die Zeit des 14. Jahrhunderts!

Kodikologie

Alternativ-Titel
Book of Hunting of Gaston III Phoebus
Libro de la Caza de Gastón III
Livre de la Chasse
Umfang / Format
224 Seiten / 33,0 × 23,0 cm
Herkunft
Frankreich
Datum
Ende des 14. Jahrhunderts
Stil
Schrift
Gotisch
Buchschmuck
78 große Miniaturen, dazu jede Seite Pflanzen-Bordüren, zahlreiche große Initialen in Rot, Blau und Gold
Inhalt
Traktat über die Jagd
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Buch der Jagd – Orbis Mediaevalis – Ms. OP N.º 2 – The State Hermitage Museum (St. Petersburg, Russland)
Orbis Mediaevalis – Madrid, 2010
Limitierung: 995 Exemplare
Detailbild

Buch der Jagd von Gaston III. Phoebus

Pflege für Jagdhunde

Die mittelalterliche Jagd erforderte verschiedene Arten von vierbeinigen Helfern, die die modernen Vorläufer von Rassen wie Windhunden, Bluthunden und Mastiffs sind. Jagdhunde wurden nicht nur eingesetzt, um Wild zu finden und aufzuscheuchen, sondern auch um gefährliches Wild wie Wildschweine und Bären an der Seite ihrer menschlichen Partner zu jagen. Vor einem rautenförmigen Hintergrund aus Rot und Gold werden verschiedene Jäger gezeigt, die die Hunde ihrer Herren pflegen: Krallen werden gefeilt, verfaulte Zähne gezogen und verletzte Beine verbunden.

Buch der Jagd – Orbis Mediaevalis – Ms. OP N.º 2 – The State Hermitage Museum (St. Petersburg, Russland)
Einzelseite

Buch der Jagd

Jagd auf den Wolf

Der Krieg zwischen Mensch und Wolf war ein großer unbesungener Kampf des Mittelalters. Europa war von Wäldern bedeckt und Wolfsrudel stellten eine ernsthafte Bedrohung nicht nur für die Herden der Bauern, sondern auch für die Mitglieder der Gemeinschaft dar - insbesondere für Kinder. Eingerahmt von elegantem Rankenwerk und begleitet von einer prächtigen "C"-Initiale, präsentiert sich diese Miniatur vor einem eleganten, kariert gemusterten Blattgold-Hintergrund.

Die dynamische Szene zeigt den Wolf mitten in der Flucht: Ein Edelmann nimmt, mit einem Schwert bewaffnet, vom Pferd aus neben einer Meute von Hunden die Verfolgung auf und ein Jäger zu Fuß hält an, um seinen Speer auf das fliehende Tier zu werfen. Darüber hinaus hat der Künstler zahlreiche Details von der Kleidung bis zur Ausrüstung eingearbeitet, wie zum Beispiel die Jagdhörner, die die beiden Reiter umgehängt haben.

Buch der Jagd – Orbis Mediaevalis – Ms. OP N.º 2 – The State Hermitage Museum (St. Petersburg, Russland)
Faksimile-Editionen

#1 Libro de la Caza de Gastón III

Orbis Mediaevalis – Madrid, 2010

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Orbis Mediaevalis – Madrid, 2010
Limitierung: 995 Exemplare
Einband: Blaues Lammleder mit Goldprägung auf dem Rücken und den Kanten
Kommentar: 1 Band von Elena Solomakha
Sprache: Spanisch
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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