Traktat der Jagd und Fischerei

Traktat der Jagd und Fischerei

Istanbul (Türkei) — 11. Jahrhundert

Eines der wichtigsten Jagdtraktate der Antike, geschaffen für Kaiser Caracalla: Eine wunderschöne Abschrift des 11. Jahrhunderts, ausgestattet mit 157 erstaunlich naturalistischen Miniaturen im byzantinischen Stil

  1. Der griechisch-römische Schriftsteller Oppian von Apamea (um 200 n. Chr.) verfasste eines der wichtigsten Jagdtraktate der Antike

  2. Er komponierte es als didaktisches Lehrgedicht für den römischen Kaiser Caracalla (188–217)

  3. Die hier vorliegende byzantinische Abschrift aus dem 11. Jahrhundert enthält 157 erstaunlich naturalistische Miniaturen von Fischen und Wild

Traktat der Jagd und Fischerei

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  1. Beschreibung
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  3. Einzelseite
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Beschreibung
Traktat der Jagd und Fischerei

Das Traktat der Jagd und Fischerei zählt zu den großen Jagd-Handschriften. Es enthält die berühmten Ausführungen des griechisch-römischen Dichters Oppian von Apamea zur Jagd mit Hunden, zur Vogeljagd und zum Fischfang, die für Kaiser Caracalla verfasst wurden. Ausgestattet ist das lehrreiche und zugleich unterhaltsame Traktat mit 157 wunderbaren Miniaturen im byzantinischen Stil des 11. Jahrhunderts. Der Besitzer der Handschrift im 15. Jahrhundert, der berühmte italienische Vermittler der antiken griechischen Kultur Kardinal Bessarione, gab einige Jahrhunderte nach Entstehung der Handschrift den Auftrag zur Ergänzung der Schrift durch Georgios Trivizias. Auf diese Weise entstand ein wahrer Schatz der Buchkunst, der auf 150 Seiten das antike Wissen zu Jagd und Fischerei auf eindrucksvolle Weise vermittelt.

Traktat der Jagd und Fischerei

Das Traktat der Jagd und Fischerei zählt zu den großen und bedeutenden Jagd-Handschriften. Es enthält die berühmten Ausführungen des griechisch-römischen Dichters Oppian von Apamea zur Jagd mit Hunden, zur Vogeljagd und zum Fischfang, die für Kaiser Caracalla verfasst wurden. Ausgestattet ist das lehrreiche und zugleich unterhaltsame Traktat mit 157 wunderbaren Miniaturen im byzantinischen Stil des 11. Jahrhunderts. Der Besitzer der Handschrift im 15. Jahrhundert, der berühmte italienische Vermittler der antiken griechischen Kultur Kardinal Bessarione, gab einige Jahrhunderte nach Entstehung der Handschrift den Auftrag zur Ergänzung der Schrift durch Georgios Trivizias. Auf diese Weise entstand ein wahrer Schatz der Buchkunst, der auf 150 Seiten das antike Wissen zu Jagd und Fischerei auf eindrucksvolle Weise vermittelt.

Ein vom Kaiser gerühmter Dichter

Der Autor des einflussreichen Traktates war Oppian von Apamea, ein griechisch-römischer Dichter des 3. Jahrhunderts. Ursprünglich aus Syrien stammend, wurde er bekannt, als er vor dem römischen Kaiser Caracalla seine Verse präsentierte und dafür hoch gelobt wurde. Dieses Lehrgedicht, von dem einige Teile sich mit der Jagd befassen, stellt die Basis dar für den Text der Handschrift, die im 11. Jahrhundert begonnen wurde.

Kostbare Miniaturen im naturalistisch-byzantinischen Stil

In 157 bemerkenswerten Miniaturen wird das Traktat zur Jagd und Fischerei eindrücklich illustriert. Es werden verschiedene Fangmethoden präsentiert, etwa mit Netzen, Ställen, Fallen, Lanzen und Spießen. Die Jäger, meist zu Pferd und von Hunden begleitet, jagen auf diese Weise die verschiedensten Tiere, ob Löwen, Vögel und Enten, Wild, Hasen und viele mehr. In wunderbar naturalistischen Bildern werden die Szenen mit Tieren und Figuren eingebettet in einen landschaftlichen Hintergrund. Außerdem spielen die Darstellungen zum Fischfang natürlich auf dem offenen Wasser, wo die Fischer in kleinen Booten ihre Netze auswerfen. Große Fischschwärme bevölkern das tiefblaue Wasser. Stilistisch orientieren sich die Miniaturen an der byzantinischen Buchmalerei, zeigen dabei jedoch einen erstaunlichen Naturalismus. Durch die kleinteiligen und detailreichen Darstellungen wird der griechische Text auf unterhaltsame Weise unterteilt.

Ein Glanzstück der Sammlung Bessarion

Dieser Text in wunderbarer griechischer Minuskel wurde zum Teil erst im 15. Jahrhundert hinzugefügt. Kardinal Bessarion, in dessen Besitz die Handschrift im 15. Jahrhundert gelangte, gab den Auftrag, den fehlenden Text zu ergänzen. Ausgeführt wurde diese Aufgabe durch den Schreiber Georgios Trivizias, den Priester der griechischen Gemeinde in Venedig, um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Dabei stützte er sich auf eine ältere griechische Vorlage des berühmten Textes.
Basilius Bessarion war ein byzantinischer Humanist und Theologe des 15. Jahrhunderts, dessen Lebenswerk darin bestand, die griechische Kultur und die Schriften der griechischen Philosophen im Abendland zu verbreiten. Als dieser Kardinal Bessarion 1468 seine gesamte, umfangreiche Bibliothek als Geschenk an die Republik Venedig gab, gelangte auch das Traktat der Jagd und Fischerei auf diesem Wege in die Biblioteca Marciana, wo sie noch heute ein Glanzstück der Sammlung darstellt.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Treatise on Hunting and Fishing - Oppiano, Cynegetica
Tratado de Caza y Pesca - Oppiano, Cynegetica
Traité de Chasse et de Pêche
Trattato di caccia e pesca
Tratado de Caça e Pesca
Umfang / Format
150 Seiten / 23,5 × 19,0 cm
Herkunft
Türkei
Datum
11. Jahrhundert
Sprache
Buchschmuck
157 prächtige Miniaturen im byzantinischen Stil
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Kardinal Bessarion

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Traktat der Jagd und Fischerei – Cod. Gr.Z.479 (=881) – Biblioteca Nazionale Marciana (Venedig, Italien)
Patrimonio Ediciones – Valencia, 1999
Limitierung: 999 Exemplare
Detailbild

Traktat der Jagd und Fischerei

Fischen bei Nacht

Ein Fischerboot mit drei Fischern: Eine runde Leuchte ist am linken Ende der Holzbarke angebracht und lockt mit ihrem Licht zahlreiche Fische aus den Tiefen des intensiv blauen Wassers an die Oberfläche, während einer der Fischer nach der Beute Ausschau hält. Derweil zieht der mittlere von ihnen ein prall gefülltes Fischernetz mit aller Kraft an Bord und der dritte steuert das Boot durch das Gewässer. Griechische Beschriftungen ergänzen die aussagekräftige Szene.

Tratado de Caza y Pesca - Oppiano, Cynegetica
Einzelseite

Traktat der Jagd und Fischerei

Löwenjagd

Der griechische Text dieser Seite, ordentlich in schwarzer und roter Tinte geschrieben, handelt von verschiedenen Methoden der Löwenjagd, von denen zwei durch in den Text integrierte Miniaturen dargestellt sind. Es ist ein wunderbares Beispiel byzantinischer Kunst in einer Zeit, in der klassische Themen und die antike Ästhetik wieder aufleben, einschließlich naturalistischerer menschlicher Figuren – im deutlichen Unterschied zum typisch ikonografischen byzantinischen Stil.

Die obere Miniatur zeigt einen Reiter, der im Kampf mit einem Löwen ihm seinen Speer in den Mund treibt. Es könnte sein, dass der Löwe den Reiter angegriffen und aus der Deckung der dichten Büsche herausgesprungen war. In der unteren Miniatur locken zwei Männer in kurzen Tuniken und Sandalen im römischen Stil einen Löwen ins Netz, wo sie gleich ihn mit gezielten Stichen töten werden.

Tratado de Caza y Pesca - Oppiano, Cynegetica
Faksimile-Editionen

#1 Tratado de Caza y Pesca - Oppiano, Cynegetica

Patrimonio Ediciones – Valencia, 1999
Traktat der Jagd und Fischerei – Cod. Gr.Z.479 (=881) – Biblioteca Nazionale Marciana (Venedig, Italien)
Traktat der Jagd und Fischerei – Cod. Gr.Z.479 (=881) – Biblioteca Nazionale Marciana (Venedig, Italien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Patrimonio Ediciones – Valencia, 1999
Limitierung: 999 Exemplare
Einband: Lederbezogene, dem Original nachgebildete Buchdeckel aus Holz.
Kommentar: 1 Band (232 Seiten) von Paolo Eleuteri, Susy Marcon und Italo Furlan
Sprachen: Spanisch, Englisch, Italienisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
€€€ (3,000€ - 7,000€)
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