Aus dem Lieblingskloster des Kaisers: Eine wichtige Primärquelle der Regierungszeit Kaiser Karls des Großen von 794 bis 803

Fragment der Lorscher Annalen

Wohl Treves (Deutschland) — 9. Jahrhundert

Fragment der Lorscher Annalen

Fragment der Lorscher Annalen

Wohl Treves (Deutschland) — 9. Jahrhundert

  1. Das Kloster zu Lorsch war eines der bevorzugten Kloster Karls des Großen

  2. Originalhandschrift aus dem Südwesten Deutschlands, auf das viele spätere Handschriften basieren

  3. Es enthält auch ein wichtiges Fragment der *Instructio ad competentes* von Niceta Remesiana

Fragment der Lorscher Annalen

Alternativ-Titel:
  • A Fragment of the Lorsch Annals
Fragment der Lorscher Annalen – Cod. Vindob. 515 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)
Bildvon
Ausgabe bei uns verfügbar
Angebot bitte anfragen!
  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Sie ist kurz und fragmentarisch, die Handschrift 515 der Österreichischen Nationalbibliothek, und steht doch in direktem Bezug zu einem Ereignis von welthistorischer Bedeutung: Das Kloster Lorsch war eines der bevorzugten Klöster Karls des Großen. In seinen Annalen berichtet der Abt von Lorsch und spätere Bischof Richbod von Trier ohne Schminke und Pose über die Kaiserkrönung Karls am Weihnachtsfest 800 in Rom. Es handelt sich dabei um die erste schriftliche Erwähnung dieses welthistorischen Ereignisses überhaupt! Am Schriftbild können wir das Anwachsen der Annalen von Jahr zu Jahr bis zum Tod des Autors miterleben. Sie enthalten auch ein wichtiges Fragment der "Instructio ad competentes" von Niceta Remesiana und stellen deshalb eine wichtige Primärquelle der Regierungszeit Kaiser Karls des Großen für die Jahre von 794 bis 803 dar.

Trotz ihrer Kürze und ihres fragmentarischen Charakters gehört die Handschrift 515 der Österreichischen Nationalbibliothek zu den bedeutendsten Quellen der Geschichtsschreibung der karolingischen Zeit: In ihr berichtet ein Zeitgenosse ohne Schminke und Pose über die Kaiserkrönung Karls am Weihnachtsfest 800 in Rom; am Schriftbild erleben wir das Wachsen der Annalen von Jahr zu Jahr bis zum Tode des Autors.

Als Verfasser des Codex wird seit etlicher Zeit Bischof Richbod von Trier agnosziert. Der Würdenträger gehörte dem Freudeskreis um Karl den Großen an, korrespondierte mit Alkuin, wurde 784 Abt von Lorsch und schließlich Bischof von Trier. Durch seine Beziehungen erfuhr Richbod schriftlich oder mündlich alle wichtigen Ereignisse seiner Zeit, vor allem natürlich die Krönung Karls am Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom. In den Annalen - und darin liegt ihre Bedeutung - wird dieses welthistorische Ereignis zum ersten Mal schriftlich erwähnt.

Kodikologie

Alternativ-Titel
A Fragment of the Lorsch Annals
Umfang / Format
16 Seiten / 23,5 x 16,8 cm
Datum
9. Jahrhundert
Sprache
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Fragment der Lorscher Annalen“

Das Fragment der Lorscher Annalen
Fragment der Lorscher Annalen – Cod. Vindob. 515 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)
Bildvon

Das Fragment der Lorscher Annalen

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1967
Einband
Leinen
Kommentar
1 Band (50 Seiten) von F. Unterkircher
Sprache: Deutsch

F. Unterkircher, Wien. 50 Seiten, Leinen.
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
  1. Dazu passende Werke
  2. Dazu passende Hintergrund-Artikel

Dazu passende Werke

Buch der Ritter

Buch der Ritter

300 detaillierte Darstellungen von Rittern der Bruderschaft von Santiago vom 14. bis zum 17. Jahrhundert

Erfahren Sie mehr
Codex Egerton 2895 (Codex Waecker Götter)

Codex Egerton 2895 (Codex Waecker Götter)

Ein visueller Spiegel der mixtekischen Kultur mit vereint indianischer und europäischer Buchmalerei

Erfahren Sie mehr
Verlag