Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar Faksimile

Würzburg (Deutschland) — 1507

Geschaffen im Auftrag des mächtigen Fürst-Bischofs von Würzburg: Ein prunkvolles Evangelistar der deutschen Renaissance mit 30 ganzseitigen, goldenen Miniaturen

  1. In Auftrag gegeben im Jahre 1507 von Lorenz von Bibra, Fürst-Bischof zu Würzburg (1459–1519)

  2. 30 ganzseitige Prachtminiaturen meisterhaft illuminiert von Benediktinermönch Georg Lester

  3. Intensiv leuchtende Farben und schimmerndes Gold kamen bei den gemäldegleichen Darstellungen zum Einsatz

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Im Jahre 1507 entstand im Auftrag des Fürst-Bischofs von Würzburg, Lorenz von Bibra, ein außergewöhnlich rein und prunkvoll ausgestattetes Evangelistar. Mit seinen 30 ganzseitigen Miniaturen, die den Lebenszyklus Christi in beeindruckender Darstellen, nimmt das Fürst-Bischöfliche Evangelistar eine Sonderstellung unter den beeindruckenden Handschriften der damaligen Zeit ein. Intensive Farben und fein schimmerndes Gold lassen die bildlichen Darstellungen des Lebens Jesu zu einer Gemäldesammlung in Buchform werden und zeigen die außergewöhnliche Qualität der künstlerischen Umsetzung.

Kodikologie

Alternativ-Titel
The Prince-Bishop Evangeliary
Umfang / Format
124 Seiten / 33,3 × 23,5 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
1507
Sprache
Buchschmuck
30 ganzseitige Prachtminiaturen
Auftraggeber
Lorenz von Bibra, Fürst-Bischof von Würzburg (1459–1519)
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar – Acquisti e doni 156 – Biblioteca Medicea Laurenziana (Florenz, Italien) Faksimile
Imago – Rimini, 2021
Limitierung: 399 Exemplare
Detailbild

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Thron der Barmherzigkeit

Diese farbenprächtige Miniatur ist ein exemplarisches Exemplar der sedes gratiae oder des "Gnadenstuhls", einer archetypischen Darstellung in der christlichen Kunst, die erstmals im späten 10. Jahrhundert zu finden ist. Ein thronender Gottvater, der den Betrachter mit feierlichem Blick anschaut, hält einen gekreuzigten Christus in seinen Händen, während zwischen ihnen eine Taube als Symbol des Heiligen Geistes erscheint. Schimmerndes Gold wurde nicht nur für den Nimbus und die Krone Gottes verwendet, sondern lässt unter anderem auch die Holzmaserung des Kreuzes prächtig erstrahlen

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Einzelseite

Das Fürst-bischöfliche Evangelistar

Das letzte Abendmahl

Ein solides, kahles, aber auch luftiges Gebäude, das eher einem Kloster oder einer Kirche gleicht, bietet die Szenerie für das Abendmahl des Meisters mit den zwölf Aposteln. Unter den letzteren sticht der Verräter Judas hervor, dargestellt wie er einen von Jesus dargereichten Bissen entgegennimmt und ihn gerade das identifiziert: „Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde.“ (Joh 13, 26)

Judas Ischariot ist ohne Heiligenschein gemalt, aber schon mit dem Beutel mit den dreißig Denaren um den Hals auf seinem Rücken, um seine wahren Absichten zu verbergen. Auch der Jünger, den Jesus liebte, fällt auf, da er in Jesu Schoß schläft: der Evangelist Johannes, so die Überlieferung. Auf der goldenen Platte in der Mitte des Tisches liegt ein Lamm, das das Opfer Christi ankündigt.

Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar
Faksimile-Editionen

#1 Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar

Imago – Rimini, 2021
Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar – Acquisti e doni 156 – Biblioteca Medicea Laurenziana (Florenz, Italien) Faksimile
Das Fürst-Bischöfliche Evangelistar – Acquisti e doni 156 – Biblioteca Medicea Laurenziana (Florenz, Italien) Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Imago – Rimini, 2021
Limitierung: 399 Exemplare
Einband: Reiche Goldprägung des Einbandes und eingefasstes Katzenauge im Zentrum
Kommentar: 1 Band
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Seiten randbeschnitten.
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