Die Geschichte der Langobarden, verfasst von einem Benediktinermönch: Italien zu einer Zeit, als es aufgeteilt war zwischen Byzantiner und Papstanhänger

Die Geschichte der Langobarden

Die Geschichte der Langobarden

Die Geschichte der Langobarden

  1. Dieses Geschichtswerk wurde von Paul dem Diakon (720–799), einem Benediktinermönch aus dem Langobardenreich, verfasst

  2. Der Legende nach stammten die Langobarden aus Südskandinavien; sie regierten von 568 bis 774 ein Königreich in Italien

  3. Diese Handschrift, eine der ältesten und wichtigsten Exemplare ihrer Art, entstand zwischen 825 und 850

Die Geschichte der Langobarden

Alternativ-Titel:
  • History of the Langobards
Die Geschichte der Langobarden – Cod. XXVIII – Museo Archeologico Nazionale di Cividale del Friuli (Cividale del Friuli, Italien)
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Die Geschichte der Langobarden

Die Geschichte der Langobarden zeichnet die Taten dieses germanischen Volkes von seinen Ursprüngen bis zu dem von ihm errichteten Königreich nach, das den größten Teil der italienischen Halbinsel von 568 bis 774 beherrschen sollte. Die norditalienische Region Lombardei wird heute noch so genannt, weil sie das Herzstück ihres einstigen Königreichs war. Die Geschichte besteht aus sechs Büchern und wurde von Paulus Diaconus (ca. 720-799), einem Benediktinermönch, Schreiber und Historiker aus dem Königreich der Lombardei, geschrieben. Die Originalhandschrift, die zwischen 787 und 796 geschrieben wurde, ist heute verloren, aber mindestens 115 Manuskripte des Werkes sind erhalten geblieben, überdies existieren Übersetzungen in Englisch, Deutsch, Französisch, Polnisch, Spanisch, Schwedisch, Italienisch, Aragonisch und Kroatisch. Der Grund für die daran ablesbare Beliebtheit der Historia Langobardorum liegt in ihrem Wert als Zeugnis nicht nur für den aufkommenden Konflikt mit den Franken, sondern auch für den Stand der Beziehungen im Italien des 8. Jahrhunderts, das damals in von den Langobarden, dem Papsttum und dem Byzantinischen Reich kontrollierte Ländern aufgeteilt war.

Die Reise der Langobarden nach Italien

Der Legende nach stammen die Langobarden ursprünglich aus Südskandinavien und kamen im 1. Jahrhundert n. Chr. nach Nordwestdeutschland, bevor sie im 5. Jahrhundert in das Gebiet des heutigen Österreichs und der Slowakei einwanderten. Im 6. Jahrhundert fielen sie in Italien ein, das durch interne Kriege zwischen den Goten und den Byzantinern verwüstet und entvölkert worden war. Sie brachten 572 ganz Norditalien unter ihre Herrschaft, bevor sie nach Süden zogen und eroberten alles außer einigen Küstenstädten, die Teil des Byzantinischen Reiches blieben. Auf Veranlassung von Papst Adrian I. (gest. 795) wurde der nördliche Teil ihres Reiches 774 von Kaiser Karl dem Großen (742-814) erobert, der daraufhin den Titel "König der Langobarden" annahm, den größten Teil des Reiches in sein Fränkisches Reich eingliederte und den Rest zur Bildung des entstehenden Kirchenstaates nutzte. Die langobardischen Herzogtümer in Süditalien waren jedoch immer einigermaßen unabhängig gewesen und hatten lange Zeit überlebt, indem sie Pufferstaaten zwischen dem fränkischen Territorium im Norden und dem byzantinischen Territorium im Süden bildeten. Allerdings nur, bis sie im 11. Jahrhundert von den Normannen erobert wurden, die anschließend auf Kosten der Langobarden und Byzantiner ein Königreich in Sizilien und Süditalien errichteten. Die Erzählung von Paulus Diaconus zeichnet die Geschichte der Langobarden von ihren mythischen Ursprüngen bis zur Herrschaft von König Liutprand (reg. 712-744) nach, dem wohl erfolgreichsten lombardischen Monarchen. Seine Herrschaft markierte einen Höhepunkt vor dem Niedergang, der später zur fränkischen Eroberung führen sollte.

Ein einzigartiges und etwas in die Jahre gekommenes Exemplar

Die vorliegende Handschrift stellt eines der ältesten noch erhaltenen Exemplare der Überlieferung dar, den zwischen 825 und 850 entstandenen Codice Cividalese des Museo Archeologico Nazionale in Cividale del Friuli, dem Geburtsort von Paulus Diaconus. Obwohl sie größtenteils unvollständig ist und nur Fragmente des zweiten und fünften Buches enthält, ist sie aufgrund ihrer Nähe zum Original die wohl zuverlässigste Version. Der Text, der mit roten und grünen Initialen geschmückt ist, ist in einer Mischung aus karolingischer Minuskel- und Unziale geschrieben. Eine letzte Besonderheit des Codex ist der Einband, der aus zwei nackten, mit drei Bändern zusammengebundenen Holztafeln besteht und einen sogenannten "offenen Einband " aufweist, der häufig in frühmittelalterlichen Handschriften zu finden ist. Die Edition ist somit ein schönes Exemplar einer sowohl frühgeschichtlichen als auch frühmittelalterlichen Handschrift.

Kodikologie

Alternativ-Titel
History of the Langobards

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Die Geschichte der Langobarden“

Historia Langobardorum
Die Geschichte der Langobarden – Cod. XXVIII – Museo Archeologico Nazionale di Cividale del Friuli (Cividale del Friuli, Italien)
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Historia Langobardorum

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
CAPSA, Ars Scriptoria – Pontriolo, 2015
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Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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