Aus den Beständen der päpstlichen Bibliothek: Eine Sammlung von 12 Einzelblättern literarischer Handschriften

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

Paris (Frankreich); Florenz (Italien) und andere — 4.-15. Jahrhundert

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

Paris (Frankreich); Florenz (Italien) und andere — 4.-15. Jahrhundert

  1. Die berühmte Vatikanische Bibliothek geht auf Papst Nikolaus V. (1447-1455) zurück, einem großen Bibliophilen

  2. Zu den 80.000 Manuskripten der Sammlung zählen auch bedeutende Werke der Literatur

  3. Diese 12 Einzelblätter repräsentieren einige der Höhepunkte aus den weltlichen Werken der Vatikanischen Bibliothek

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

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Bas-de-page-Miniatur – Falkenbuch Kaiser Friedrichs II.

Zwei Falkner in lodengrünen Mänteln, weißen Kappen und gelben Beinlingen stehen mit ihren Falken auf einer Blumenwiese neben einem Turm, der wahrscheinlich als Unterschlupf der Vögel dient. Die roten und gelben Ziegeln des Bauwerks stehen in Kontrast zu seinen fantasievollen Zinnen aus blauen Akanthusblättern. Großen Wert legte der Miniaturist auf das Gefieder der Falken, das nicht nur äußerst feinteilig dargestellt, sondern auch aus unterschiedlichen Perspektiven präsentiert wird.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

Alternativ-Titel:
  • Treasures from the Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Mit den zwölf Blättern aus den nicht-biblischen Buchschätzen der berühmten Vatikanischen Bibliothek in Rom liegt zusammen mit den „Schätzen der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterea“ nun ein exquisiter Überblick über den Bestand dieser großen Bibliothek der Päpste vor. Schon der Gründer der Bibliothek, Papst Nikolaus V., legte als leidenschaftlicher Humanist den Grundstock zur Sammlung von Schriften bedeutender Autoren und Codices von hohem künstlerischem Wert. Bei den ausgewählten Buchseiten handelt es sich um das Bedeutendste, was die berühmte Biblioteca Apostolica Vaticana in ihrer Fülle an bemerkenswerten Schätzen zu bieten hat.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

Mit den zwölf Blättern aus den nicht-biblischen Buchschätzen der berühmten Vatikanischen Bibliothek in Rom liegt zusammen mit den „Schätzen der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterea“ nun ein exquisiter Überblick über den Bestand dieser großen Bibliothek der Päpste vor. Schon der Gründer der Bibliothek, Papst Nikolaus V., legte als leidenschaftlicher Humanist den Grundstock zur Sammlung von Schriften bedeutender Autoren und Codices von hohem künstlerischem Wert. Bei den ausgewählten Buchseiten handelt es sich um das Bemerkenswerteste, was die berühmte Biblioteca Apostolica Vaticana in ihrer Fülle an Schätzen zu bieten hat.

Literarische und kunsthistorische Schätze aus über 1000 Jahren

Eine Vielzahl an menschlichen Körpern in allen möglichen bizarren Verrenkungen und Posen scheint durch den Bildraum zu fallen. So wurde ein Teil der Hölle nach dem Jüngsten Gericht imaginiert. Mit der von Sandro Botticelli, dem verehrten Genie des italienischen Quattrocento, gestalteten Seite aus einer Handschrift zu Dantes Göttlicher Komödie wird bereits deutlich, welchen historischen Wert die einzelnen Seiten des ausgewählten Kompendiums haben. Als Kriterien zur Auswahl aus den reichlichen Beständen der Vatikanischen Bibliothek wurden zwei Aspekte berücksichtigt: zum einen die Bedeutung der Handschriften für die Überlieferung der klassischen Autoren, zum anderen der kunsthistorische Rang der Illustrationen und des Buchschmucks. Auf diese Weise finden sich unter den zwölf Blättern zum einen literarisch und natürlich historisch interessante Texte, zum anderen und besonders Handschriften-Seiten mit den köstlichsten und kreativsten buchmalerischen Motiven. Einem Zeitraum von über einem Jahrtausend entstammen solch interessante Exemplare wie ein Blatt aus dem sogenannten Vergilius Vaticanus (4./5. Jahrhundert), eine astrologische Tafel aus einer byzantinischen Ptolemäus-Handschrift (8./9. Jahrhundert) und eine farbenprächtig illustrierte Seite zum Decamerone des Giovanni Bocaccio aus einer französischen Handschrift des 15. Jahrhunderts. Das Fakenbuch Friedrichs II. aus dem 13. Jahrhundert ist ebenso mit einer Seite vertreten wie eine Vergil-Handschrift des 6. Jahrhunderts.

Ein Papst als Humanist

Die zwölf Blätter des Kompendiums sind gesammelt in einer Kassette mit einer echtvergoldeten Messingscheibe als Dekor, die nach dem getreuen Vorbild der astrologischen Tafel aus der byzantinischen Ptolemöus-Handschrift gefertigt wurde. Dieses Beispiel zeigt den weiten Bogen, den die wertvollen Codices der päpstlichen Sammlung inhaltlich spannen. Begründer dieser Idee und Gründer der Vatikanischen Bibliothek war Papst Nikolaus V. (1447-1455). Als Humanist und Büchersammler legte er sein Augenmerk nicht nur auf die das Sammeln von Bibeln und Bibel-Handschriften, für die die Biblioteca Apostolica Vaticana bis heute weltberühmt ist, sondern sammelte auch wissenschaftliche, literarische und künstlerisch hochwertig ausgestattete Handschriften. Dieses Prinzip wurde auch von seinen Nachfolgern auf dem Papststuhl verfolgt, was zu der Fülle an Buchschätzen führte, die noch heute bemerkenswert und einzigartig ist. Aus dieser wertvollen und hochgeschätzten Kollektion wurden die exquisitesten Handschriften - und aus ihnen wiederum die wundervollsten Blätter - ausgewählt, um exemplarisch den Bestand einer der wichtigsten Bibliotheken der Welt zu vertreten.

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae

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Vergilius Romanus – zwei Schiffe im Sturm

Diese dramatische Szene findet sich in einem der wenigen spätantiken Manuskripte, die bis heute erhalten sind, und ist wohl die kunstvollste von allen. Sie ist der Aeneis des berühmten römischen Dichters Vergil (70 v.Chr.-19 n.Chr.) entnommen. Während das Manuskript etwa aus dem Jahr 500 generell noch die realistischen Merkmale des klassischen Stils aufweist, lassen sich bereits auch Anzeichen für eine Abkehr von diesen klassischen Formen zugunsten eines größeren Bedeutungsreichtums finden.

Diese in einen goldenen Rahmen eingebettete Komposition verwendet sieben verschiedene Farben, um eine Eröffnungsszene darzustellen, in der die Flotte der Trojaner in einen Sturm geraten ist. Auf Befehl der zornigen Göttin Juno verwüstet Aeolus, der König der Winde, die trojanische Flotte, deren Schiffe als klassische Triremen dargestellt sind. Fische und Seeungeheuer tummeln sich im dunklen, aufgewirbelten Wasser.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae“

Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae
Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana – Litterae – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
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Faksimile: 12 Einzelseiten Vollfaksimile des Originaldokuments (Umfang, Farbe und Größe)
Verlag
Faksimile Verlag – Luzern, 2011
Limitierung
1995 Exemplare
Einband
Zwölf beidseitig bedruckte, in Passepartouts eingelegte Blätter. Sie wurden sorgfältig und mit großer Detailfreude nach den Originalen in der Vatikanischen Bibliothek gefertigt. Falls historisch gerechtfertigt, wurden die Blätter mit Echtgold veredelt. Die Kassette selbst misst 380 x 520 x 87 mm und ist mit grünem Rindsleder bezogen. Geschmückt ist die Kassette mit einer Reliefwiedergabe der runden astrologischen Tafel (byzantinische Ptolemäushandschrift, 8.–9 Jh.) aus vergoldetem Messing. Sie wurde exklusiv für die Vatikankassette gefertigt.
Kommentar
1 Band von Christine Maria Grafinger
Sprache: Deutsch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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