Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg

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Alternativ-Titel:

Prayer Book of Duke John Albert I of Mecklenburg

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Prayer Book of Duke John Albert I of Mecklenburg

Art
Umfang / Format

88 Seiten / 23.0 x 18.0 cm

Datum
15./16. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg (1525-1576)

Künstler / Schule

Simon Bening, Nikolaus Glockendon der Ältere, Albrecht Glockendon und Sebald Beham

Buchschmuck

44 ganzseitige Miniaturen, davon 9 eingenäht

Vorbesitzer

Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490 - 1545)

Kurzbeschreibung

Ein außergewöhnliches Stück bedeutender Kunstgeschichte: das sogenannte Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg. Anders als ein übliches Stundenbuch, liegt der Fokus der Handschrift auf der bildlichen Ausstattung, nur wenig Text begleitet die Miniaturen. Diese Miniaturen zählen jedoch zum Besten, was die Buchmalerei des 16. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Einzelne Blätter von Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon und Sebald Beham wurden zu einem herrlichen Kompendium vereint. Verantwortlich hierfür war Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, der die Blätter aus der Sammlung seines berühmten Onkels, des Kardinals Albrecht von Brandenburg, erbte und in einem Band binden ließ. Auch die weitere Geschichte der Handschrift ist eine abenteuerliche Erzählung. Auf diese Weise entstand eine ungewöhnliche Handschrift und ein wahrer Schatz der Buchmalerei des 16. Jahrhunderts!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Gebetbuch Herzog Johann Albrechts von Mecklenburg

Ein außergewöhnliches Stück bedeutender Kunstgeschichte: das sogenannte Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg. Anders als ein übliches Stundenbuch, liegt der Fokus der Handschrift auf der bildlichen Ausstattung, nur wenig Text begleitet die Miniaturen. Diese Miniaturen zählen jedoch zum Besten, was die Buchmalerei des 16. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Einzelne Blätter von Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon und Sebald Beham wurden zu einem herrlichen Kompendium vereint. Verantwortlich hierfür war Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, der die Blätter aus der Sammlung seines berühmten Onkels, des Kardinals Albrecht von Brandenburg, erbte und in einem Band binden ließ. Auch die weitere Geschichte der Handschrift ist eine abenteuerliche Erzählung. Auf diese Weise entstand eine ungewöhnliche Handschrift und ein wahrer Schatz der Buchmalerei des 16. Jahrhunderts!

Jahrhunderte voller Abenteuer

In der Universitätsbibliothek Kassel wird heute das Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg als wertvoller Schatz gehütet. Seine Geschichte liest sich wie ein Abenteuerroman. In den Kriegswirren des 20. Jahrhunderts erlebte das Gebetbuch eine unglaubliche Geschichte, die über Kassel bis in die USA (die berühmten Monuments Men der US-Armee spielten dabei eine wichtige Rolle) und wieder zurück führte, mit Diebstahl, Rechtsstreit und schließlich einem glücklichen Ausgang. Doch die Blätter der Handschrift hatten schon zuvor einiges erlebt. Ihre heutige Form erhielten sie im Jahr 1569, als Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg – der Namensgeber der Handschrift - die Blätter in einem Band zusammenfassen ließ. Johann Albrecht Herzog von Mecklenburg (1525-1576) war ein „moderner Renaissancefürst“. Er förderte Kunst und Wissenschaft als begeisterter Mäzen und besaß eine große Bibliothek, die seinen Wissensdurst bestätigt.

Der berühmte Kardinal

In seinen Besitz gelangten die Blätter aus der Sammlung seines Onkels, des berühmten Kardinals Albrecht von Brandenburg (1490-1545). Auch dieser ist als Förderer und Auftraggeber für bedeutende Künstler der nordalpinen Renaissance bekannt. Auf fol.1 und 2 der Handschrift ist in zwei Miniaturen das Wappen des Kardinals Albrecht von Brandenburg dargestellt, das ihn als Besitzer ausweist. Die Miniatur von Nikolaus Glockendon präsentiert das Wappen des Kardinals umgeben von mit Edelsteinen besetzten Säulen, mit einem roten Kardinalshut und den Insignien seiner Macht. Ein weiteres Wappen weist jedoch schon auf einen früheren Besitzer – oder sogar Auftraggeber? - der Blätter hin: Melchior Pfinzing, der Sekretär Kaiser Maximilians, von dem die Kunstwerke in den Besitz Albrechts von Brandenburg übergegangen waren.

Die bedeutendsten Miniaturisten ihrer Zeit

Die Miniaturen der Handschrift stammen durchweg von Künstlern, die als die Größten ihrer Zeit bekannt wurden: Simon Bening, Nikolaus und Albrecht Glockendon, Sebald Beham. Flämische Künstler und Nürnberger Meister der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts malten die insgesamt 44 herrlichen und qualitativ herausragenden Miniaturen. Ungewöhnlicherweise sind neun der Miniaturen im Gebetbuch jeweils in ein Passepartout eingenäht. Aus Werken von Simon Bening, Nikolaus Glockendon dem Älteren, Sebald Beham und Albrecht Glockendon wurden einzelne Blätter zu verschiedensten biblischen Themen bunt zusammengestellt. Diese Fragmente aus verschiedenen Handschriften enthalten unter anderem Darstellungen mehrerer Apostel, aber auch Heiligendarstellungen, etwa Christophorus mit dem Christusknaben oder Georg im Drachenkampf. Außerdem finden sich Szenen aus dem Leben Christi und mit starkem Bezug zu Maria, unter anderem eine Verkündigungsszene in einem Kirchenraum und die Heimsuchung. Weitere Miniaturen zeigen den Bethlehemitischen Kindermord, Bathseba im Bade oder den Kampf des David gegen Goliath.

Ein biblisches Bilderbuch

Die Miniaturen nehmen den Großteil der Handschrift ein und sind nur durch wenig Text ergänzt. Dadurch wird in dieser Fülle die herausragende Qualität der Malereien deutlich. Blattgold und Silber schmücken zusätzlich einige der Miniaturseiten. Das Gebetbuch Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg begeistert also nicht nur mit seiner abenteuerlichen Geschichte, die bedeutende Figuren des 16. Jahrhunderts vereint. Auch und besonders aus kunsthistorischer Sicht stellt die Handschrift ein einmaliges Zeugnis dieser großartigen Zeit der Buchmalerei dar!

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