Godescalc-Evangelistar

Ms. Nouv. Acq. Lat. 1203 - Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Godescalc Sacramentary , Godescalc Gospels , Godescalc Gospel Lectionary , Godescalc Evangelistary , Évangéliaire de Godescalc ou de Charlemagne , Evangelistario di Godescalco

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Godescalc Sacramentary
Godescalc Gospels
Godescalc Gospel Lectionary
Godescalc Evangelistary
Évangéliaire de Godescalc ou de Charlemagne
Evangelistario di Godescalco

Art
Umfang / Format

254 Seiten / 31.0 x 21.0 cm

Herkunft
Datum
781-783
Stil
Genre
Inhalt

Lesungen aus den Evangeliaren

Sprache
Auftraggeber

Karl der Große und seine Frau Hildegard

Künstler / Schule

Godescalc (Schreiber)

Buchschmuck

6 ganzseitige Miniaturen: Die 4 Evangelisten, thronender Christus, der Lebensbrunnen. Der gesamte Text ist in Gold und Silber auf purpurnem Pergament geschrieben.

Kurzbeschreibung

Karl der Große (747/748-814) persönlich gab das Godescalc-Evangelistar zusammen mit seiner Gemahlin Hildegard (um 758-783) zwischen 781 und 783 bei dem Skriptorium seiner Aachener Hofschule in Auftrag. Entstanden ist daraufhin eine der glanzvollsten Handschriften, die heute aus der karolingischen Zeit erhalten sind. Der Text der Evangelienlesungen ist mit kostbarer Gold- und Silbertinte auf Purpurpergament geschrieben und wird von sechs ganzseitigen Miniaturen eingeleitet, welche die vier Evangelisten, Christus und einen Lebensbrunnen zeigen. Weiterhin schmücken glänzende Initialen und interessante Zierleisten die gesamte liturgische Prachthandschrift. Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung ist die klar zu erkennende Übergangsposition zwischen der insularen und antikisierenden Buchmalerei. So lassen sich gleichermaßen Wellenbänder, Akanthusornamente und Flechtwerkmuster bei den Rahmen der Miniaturen finden.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Godescalc-Evangelistar

Eine der schönsten und kostbarsten Handschriften, die heute aus karolingischer Zeit überliefert sind, ist das Godescalc-Evangelistar. Von keinem geringeren als Karl dem Großen (747/748-814) und seiner Gemahlin Hildegard (um 758-783) zwischen 781 und 783 in Auftrag gegeben, ist es besonders reich und mit edlen Materialien ausgestattet. Auf insgesamt 254 Seiten erstrecken sich die Evangelienlesungen, deren Text in goldener und silberner Tinte auf kostbarem Purpurpergament glänzt. Sechs ganzseitige Miniaturen mit den vier Evangelistenbildern, einer Christusdarstellung und dem Bild eines Lebensbrunnens stehen am Anfang der Handschrift, während reicher Ornamentschmuck und funkelnde Initialen den gesamten Text begleiten.

Edle Materialien mit Bedeutung

Eine von Karl dem Großen persönlich in Auftrag gegebene Handschrift ist selbstverständlich mit allen Mitteln der Mal- und Schreibkunst der Zeit ausgestattet. Doch neben ihrem dekorativem Zweck haben die edlen Materialien auch eine symbolische Bedeutung: Mit ihrer prächtigen Leuchtkraft sollen Gold, Silber und Purpur an den Glanz des Himmelreiches und des ewigen Lebens erinnern.

Erstklassige Miniaturen direkt aus Aachen

Entstanden ist die leuchtende Handschrift in dem Skriptorium der Hofschule von Karl dem Großen in Aachen. Insgesamt sind heute noch acht vollständige Handschriften und ein Fragment aus dieser Schreibschule erhalten, von denen das Godescalc-Evangelistar das Älteste ist. Seinen Namen verdankt die liturgische Prachthandschrift dem Schreiber Godescalc, welcher Karl den Großen auf seiner Italienreise begleitete.

Stilistische Vielfalt der Miniaturen

Überaus spannend zu beobachten ist die stilistische Vielfalt der Miniaturen. Es lassen sich ebenso insulare Flechtwerkmuster finden, wie antikisierende Wellenbänder und Akanthus-Ornamente. Zu dieser motivischen Vielfalt kommt die bereits modellierende Verwendung von Farbe, welche den Figuren und Räumen mehr Plastizität verleiht. Dieses Streben nach einer logischen Verbindung der Figuren zu dem Raum, in dem sie sich befinden, ist stilbildend für die folgenden Werke des Aachener Skriptoriums.

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