Grandes Heures der Anne de Bretagne

Lat. 9474 - Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Great Hours of Anne of Brittany, Las Grandes Horas de Ana de Bretaña, Gran Libro d’Ore d’Anna di Bretagna, Grandes Heures d’Anne de Bretagne, Grandes Horas de Ana da Bretanha

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Great Hours of Anne of Brittany
Las Grandes Horas de Ana de Bretaña
Gran Libro d’Ore d’Anna di Bretagna
Grandes Heures d’Anne de Bretagne
Grandes Horas de Ana da Bretanha

Art
Umfang / Format

476 Seiten / 30.5 x 20.0 cm

Herkunft
Datum
1503-1508
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Anne de Bretagne (1477 - 1514)

Künstler / Schule

Maler: Jean Bourdichon

Buchschmuck

49 ganzseitige Miniaturen und 337 Rahmenillustrationen mit Pflanzen, Insekten und kleinen Säugetieren

Vorbesitzer

Ludwig XIV.
Napoleon III.

Kurzbeschreibung

Die Grandes Heures der Anne de Bretagne wurden zwischen 1503 und 1508 von Jean Bourdichon angefertigt. Es ist das private Gebetbuch der Königin von Frankreich, Sizilien und Jerusalem und ist mit fast 50 ganzseitigen Miniaturen und 337 realistischen Pflanzendarstellungen, eingelassen in den prachtvollen Bordüren, geschmückt. Die Bilder erinnern ob ihrer Qualität und Größe an große Tafelgemälde. Das Stundenbuch wird in der Kunstgeschichte als eine der bedeutendsten illuminierten Handschriften aller Zeiten betrachtet.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die Grandes Heures der Anne de Bretagne

Im Zeitraum von 1503 bis 1508 schuf Jean Bourdichon, der wohl berühmteste Buchkünstler Frankreichs, eines der herrlichsten Stundenbücher überhaupt. Die Grandes Heures der Anne de Bretagne wurde der Königin von Frankreich zum privaten Gebet und zur Andacht angefertigt und ist mit 49 ganzseitigen Miniaturen, sowie mit über 300 Ornamentbordüren verziert. Dieses Werk zählt zu den schönsten illuminierten Handschriften des Mittelalters. Der Buchschatz befindet sich heute in der französischen Nationalbibliothek in Paris.

Anne de Bretagne und Jean Bourdichon

Die französische Königin Anne de Bretagne war bekannt als fromme Person, die die Kunst und den Luxus liebte. Sie trat als Förderin einiger Künstler und Schriftsteller auf, von denen ihr der Buchmaler Jean Bourdichon am nächsten stand. Bourdichon war einer der bedeutendsten Künstler der französischen Frührenaissance und leitete die Schule von Tours. Er fertigte nicht nur das vorzügliche Stundenbuch der Anne, sondern auch eine berühmte Fibel für ihre Tochter Claude an. Seine illuminierten Handschriften sind von einem unverwechselbaren Stil und von größter technischer Raffinesse geprägt. Seine Miniaturen wirken ebenso eindrucksvoll wie große Tafelgemälde des Mittelalters.

Beeindruckende Darstellungsvielfalt

Das Stundenbuch enthält 49 ganzseitige, leuchtend farbige Gemälde auf schwarzgefärbtem Hintergrund, die in goldene Rahmen gefasst wurden. Die Bilder sind atemberaubend realitätsnah und vermitteln ein überzeugendes Gefühl von Raumtiefe. Durch gezielte Pinselstriche aus Gold setzte Bourdichon besonders leuchtende Akzente. Es sind einige der fantastischsten Szenen, die je in einem Stundenbuch abgebildet wurden und sie erinnern an die Werke großer Maler wie Leonardo da Vinci. Jede Miniatur kann als eigenständiges kleines Kunstwerk betrachtet werden. Einzigartige Randdarstellung aus Pflanzen und Insekten verleihen dem Werk eine ungewöhnliche Note. Die Ränder des Codex offenbaren ein vollständiges Traktat über die Botanik, das über 330 Pflanzen mit ihrer wissenschaftlichen Bezeichnung umfasst. Somit handelt es sich hier um ein Gebetbuch und gleichzeitig um eine Naturenzyklopädie. Die lebendigen Rahmen betonen die Schönheit jeder einzelnen Miniatur zusätzlich.

Einer von Frankreichs größten Buchschätzen

Die Grandes Heures der Anne de Bretagne zogen nach dem Tod der Königin im Jahre 1514 weitere französische Fürsten in seinen Bann. Ludwig XIV. ließ es in das Kuriositätenkabinett im Palast von Versailles bringen. Seine Schönheit eroberte später Napoleon III., der es von 1852 bis 1872 im Museum der Kunstschätze des Königs und der Adligen im Louvre ausstellen ließ. Heute ist es eines der wertvollsten Schmuckstücke der französischen Nationalbibliothek in Paris. Der Codex spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte der Buchkunst und wird von Kunsthistorikern als eines der außergewöhnlichsten und kostbarsten Stundenbücher aller Zeiten beurteilt.

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