Legenda Aurea - Goldenes Legendarium

Vat. lat. 8541 - Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)

Alternativ-Titel:

Heiligenleben, Legendarium der ungarischen Anjou, Ungarisches Legendarium, Anjou Legendarium -Golden Legend, Vitae Sanctorum

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Heiligenleben
Legendarium der ungarischen Anjou
Ungarisches Legendarium
Anjou Legendarium -Golden Legend
Vitae Sanctorum

Art
Umfang / Format

212 Seiten / 28.0 x 21.5 cm

Herkunft
Datum
Ca. 1330
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

König Karl I. von Ungarn (1288-1342)

Künstler / Schule

Bologneser Schule

Buchschmuck

105 meist ganzseitigen Miniaturen (jeder Seite mit 4 Szenen), auf reichem Goldgrund gemalt

Vorbesitzer

Karls Sohn Prinz Andreas, Herzog von Kalabrien (1327 - 1345)

Kurzbeschreibung

Das Goldene Legendarium von Ungarn entstand etwa 1330 und wurde vom ungarischen König Karl I. Robert als Geschenk für seinen Sohn in Auftrag gegeben. Das Werk enthält 105 lebendige Miniaturen auf teilweise bearbeitetem goldenem Hintergrund. Dargestellt sind Szenen aus dem Leben wichtiger Heiliger.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Legenda Aurea – Goldenes Legendarium

Etwa 1330 gab König Karl I. Robert von Ungarn aus dem Hause Anjou eine Handschrift in Auftrag, die er seinem dreijährigen Sohn Andreas schenkte. Die Handschrift war eine Erweiterung zur berühmten Legenda Aurea des Dominikanermönches Jacobus de Vorragine. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Lebensgeschichten Heiliger und Heiligenlegenden. Das ungarische Legendarium rückt dabei besonders die Personen in den Vordergrund, die für die Familie von Anjou eine besondere Bedeutung hatten. Ein prachtvoller Bilderzyklus von 105 meist ganzseitigen Miniaturen auf goldenem Grund illustriert die kostbare Handschrift.

Ein Bilderbuch für den Prinzen

Das Goldene Legendarium ist ein für Kinder gedachtes Bilderbuch, in dem kurze Texte die im Bild dargestellten Szenen beschreiben. König Karl von Ungarn wollte seinen Sohn schon früh mit den Legenden der Heiligen vertraut machen, die mit der Familie von Anjou verbunden waren. Dargestellt sind Szenen aus dem Leben wichtiger biblischer Personen aus verschiedensten Epochen. Darunter befinden sich Apostel und Märtyrer, Mönche, die Heilige Jungfrau Maria aber auch hohe kirchliche Würdenträger aus Ungarn und Polen.

Meisterwerke der Gotik

Die qualitativ hochwertigen Miniaturen stammen wohl aus einer wichtigen Schreibstube der späten Gotik. Die seitenfüllenden Bilder sind aufgeteilt in jeweils vier Szenen, die von aufregend gemusterten Bordüren umrahmt sind. Die dramatischen und eleganten Miniaturen auf goldenem Hintergrund strahlen in einer lebendigen Vielfalt von leuchtenden Farben. Wer genau den Codex illustrierte, ist heute nicht nachvollziehbar. Allerdings stammten die Meister wohl aus Bologna, der Schule der Malerei des sogenannten Trecento. Als Trecento wird der Stil der Kunst und Architektur bezeichnet, der der Renaissance vorangeht. Die Miniaturen des ungarischen Legendariums zeigen Stilelemente der naiven Gotikmalerei und sind bereits von stilverändernden Einflüssen der Renaissance geprägt.

Ein weltweit bekannter Buchschatz

Das Goldene Legendarium aus Ungarn mit seinen farbenprächtigen Miniaturen, die mit teils aufwendig bearbeiteten Goldgründen hinterlegt sind, ist ein Prachtexemplar gotischer Buchkunst. Das Werk wurde in mehrere Stücke aufgeteilt und befindet sich heute in einigen der renommiertesten Bibliotheken weltweit. Der Hauptteil des Manuskripts wird in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt. 20 Miniaturseiten wurden von der Morgan Library in New York erstanden. Fünf weitere Blätter befinden sich in der Eremitage in St. Petersburg.

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