Beatus von Liébana - Codex San Miguel de Escalada

Morgan Library & Museum (New York, USA)

Alternativ-Titel:

Beatus of Liébana - San Miguel de Escalada Codex, Apocalipsis de San Juan. Beato de Liebana. San Miguel de Escalada, Morgan Beatus, Ashburnham-Morgan Beatus

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Beatus of Liébana - San Miguel de Escalada Codex
Apocalipsis de San Juan. Beato de Liebana. San Miguel de Escalada
Morgan Beatus
Ashburnham-Morgan Beatus

Art
Umfang / Format

2 Bände - 606 Seiten / 38.7 x 28.5 cm

Herkunft
Datum
Um 940-945
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Abt Victor vom Kloster San Miguel de Escalada

Künstler / Schule

Autor: Beatus von Liébana (gestorben nach 798)
Schreiber und Maler: Illuminiert von Maius (926-968)

Buchschmuck

131 Miniaturen

Vorbesitzer

Martín Perez de Ayala, Erzbischof von Valencia
Henry Yates Thompson

Kurzbeschreibung

Die erste illustrierte Handschrift des berühmten Apokalypse-Kommentars des Beatus von Liébana setzte Maßstäbe, die über zwei Jahrhunderte hinweg Künstler beeinflussten. Der sogenannte Beatus von San Miguel de Escalada oder Morgan-Codex (nach seinem heutigen Aufbewahrungsort, der Morgan Library in New York) entstand um die Mitte des 10. Jahrhunderts als Auftrag für den Abt Victor der Abtei San Miguel de Escalada. Der Schreiber und Meister der 131 Miniaturen, der sich in seinem berühmten Werk selbst verewigt hat, trägt den Namen Maius. Dieser war im berühmten Skriptorium von San Salvador de Tábara tätig. Im Morgan-Beatus brachte Maius seine beeindruckende Meisterschaft, sowohl in der hohen künstlerischen Qualität als auch in der innovativen Bilderfindung, zum Ausdruck. Die Handschrift mit den neuartigen Elementen zur Illustration des Apokalypse-Kommentars des Beatus von Liébana steht am Beginn einer langen und bedeutenden Tradition der nordspanischen Buchmalerei.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Beatus von Liébana: Codex San Miguel de Escalada

Die erste illustrierte Handschrift des berühmten Apokalypse-Kommentars des Beatus von Liébana setzte Maßstäbe, die über zwei Jahrhunderte hinweg Künstler beeinflussten. Der sogenannte Beatus von San Miguel de Escalada oder Morgan-Beatus (nach seinem heutigen Aufbewahrungsort, der Morgan Library in New York) entstand um die Mitte des 10. Jahrhunderts als Auftrag für den Abt Victor der Abtei San Miguel de Escalada. Der Schreiber und Meister der 131 Miniaturen, der sich in seinem berühmten Werk selbst verewigt hat, trägt den Namen Maius. Dieser war im berühmten Skriptorium von San Salvador de Tábara tätig. Im Morgan-Beatus brachte Maius seine beeindruckende Meisterschaft, sowohl in der hohen künstlerischen Qualität als auch in der innovativen Bilderfindung, zum Ausdruck. Die Handschrift mit den neuartigen Elementen zur Illustration des Apokalypse-Kommentars des Beatus von Liébana steht am Beginn einer langen und einer der bedeutendsten Traditionen der nordspanischen Buchmalerei.

Der Meister aus Tábara

Im sogenannten Beatus aus Tábara (nicht zu verwechseln mit dem Morgan-Beatus) findet sich eine bekannte Darstellung des berühmten Skriptoriums von Tábara in einem Turm. In eben diesem Turm-Skriptorium in San Salvador de Tábara wirkte der meisterhafte Schreiber und Miniaturist Maius (926-968), der auch in Tábara begraben ist. Er war es, der in den Jahren um 940-945 eine wegweisende, prachtvoll illuminierte Beatus-Handschrift fertigte. Die heute in zwei Bände geteilte Handschrift des Beatus von San Miguel de Escalada enthält am Ende des zweiten Buches ein Kolophon, in dem Maius seinen Namen und den des Auftraggebers nennt, den Entstehungsort und das Jahr der Entstehung festhält. Dieses kostbare Detail erlaubt bis heute diesen wunderbaren Einblick in die Entstehungsumstände einer so wertvollen Handschrift.

Die wechselvolle Besitzgeschichte

Auch die wechselvolle Provenienz macht die Bedeutung des Morgan-Beatus deutlich. Als ursprünglicher Auftraggeber wird Abt Victor von San Miguel de Escalada genannt. Von dort aus trat die Handschrift eine weite Reise an, bis sie an ihrem heutigen Aufbewahrungsort angelangt war. So war sie unter anderem im 16. Jahrhundert im Besitz des Erzbischofs von Valencia und gelangte im 19. Jahrhundert in den Besitz einiger italienischer Sammler. Danach wurde der Beatus von San Miguel de Escalada von einem Earl of Ashburnham erworben, gehörte später Henry Yates Thompson und gelangte schließlich 1919 in den Besitz von J.P. Morgan, in dessen wertvoller Bibliothekssammlung in New York sie noch heute eines der Schmuckstücke darstellt.

Der erste Beatus

Als die älteste komplette Handschrift zum Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana steht der Morgan-Beatus am Beginn einer langen Tradition. Der berühmte, um 776 entstandenen Apokalypse-Kommentar in 12 Büchern des asturischen Mönchs und Theologen Beatus von Liébana war vom 10. bis zum 12. Jahrhundert in Nordspanien ein Hauptgegenstand der Buchmalerei. Die oft erschreckenden und allesamt phantastischen Bilder zum Ende der Welt aus der Offenbarung des Johannes boten den Miniaturisten Gelegenheit, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und sich abseits der Realität ihrer Innovationsgabe hinzugeben.

Meisterhafte, wegweisende Darstellungen

Der Miniaturist Maius war es, der als erster den vollständigen Text des Beatus von Liébana illustrierte. Mit seinen Miniaturen setzte der Meister aus Tábara neue Maßstäbe. Er schuf wegweisende Bildsujets, die in den folgenden Jahrhunderten von zahlreichen Miniaturisten übernommen und weiterentwickelt werden sollten. Eindrucksvolle Szenen spielen vor einem buntfarbigem Hintergrund, der mit seiner Einteilung in gelbe, grüne und rote Farbstreifen eine unwirkliche, endzeitliche Welt entstehen lässt. Gerahmt werden die Miniaturen von wunderschönen, ornamental gestalteten Rahmen. Darstellungen des Himmlischen Jerusalem, der Anbetung des Lammes oder der Trompete blasenden Engel der Apokalypse verdeutlichen neben der innovativen Neuerfindung des Bildschmucks besonders die „außerordentliche künstlerische Qualität“.
Maius nennt in der Handschrift auch seine Beweggründe: er will die Schrecken des kommenden Jüngsten Gerichtes verdeutlichen. Dieses Ziel hat er mit Höchstleistung erreicht. Seine Illustrationen des Apokalypse-Kommentars des Beatus von Liébana schaffen es bis heute, den Betrachter mit leuchtenden Farben, kunstvollen Formen und phantastischem Inhalt zu bannen.

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