Bedford-Stundenbuch

Ms. Add. 18850 - British Library (London, Großbritannien)

Alternativ-Titel:

Bedford Hours, Stundenbuch des Herzogs von Bedford

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Bedford Hours
Stundenbuch des Herzogs von Bedford

Art
Umfang / Format

578 Seiten / 26.3 x 18.4 cm

Herkunft
Datum
Um 1423-1430
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Jean, Herzog von Bedford (1389 - 1435) oder Philipp der Gute, Herzog von Burgund (regierte 1419 - 1467)

Künstler / Schule

Bedford Meister
Meister des Goldenen Münchner Legandariums
Werkstatt des Bedford Meisters

Buchschmuck

5 ganzseitige und 38 großformatige Miniaturen, 3 historisierte Initialen und etwa 1250 Randillustrationen

Vorbesitzer

Anna, Herzogin von Bedford
König Heinrich VI. von England (regierte 1422 - 1461)
Margarete von Anjou
König Heinrich II. von Frankreich (egierte 1547 - 1559)

Kurzbeschreibung

Das Bedford-Stundenbuch gilt weltweit als das reichste und schönste illuminierte Manuskript der mittelalterlichen Buchkunst. Es wurde im frühen 15. Jahrhundert in der renommierten Werkstatt des Pariser Bedford-Meisters, einem der begabtesten mittelalterlichen Buchkünstler Europas, angefertigt. Das Werk erhielt seinen Titel durch seine enge Verbindung zum englischen Herzog von Bedford, John of Lancaster. Jede der 587 Seiten des umfangreichen Werkes präsentiert mindestens eine atemberaubende Bildszene in prächtiger Farbvielfalt und reichem Gold- und Silberschmuck - insgesamt mehr als 1250 an der Zahl!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Bedford-Stundenbuch

Unter den vielen Meisterwerken der mittelalterlichen Buch- und Illuminationskunst hat das Stundenbuch des sogenannten Bedford-Meisters einen besonderen Stellenwert inne. Es gilt als das reichste Stundenbuch des Mittelalters und als einer der größten Kunstschätze der British Library in London. Das Buch beinhaltet 587 Seiten von geradezu verschwenderischer Ausstattungsvielfalt. Insgesamt enthält der Codex 38 großformatige, reich mit Gold und Silber verzierte Miniaturen sowie über 1250 faszinierende kleinere Miniaturmedaillons. Der handgeschriebene Text des privaten Gebets- und Andachtsbuches wurde auf Latein verfasst und die bezaubernden Bilder werden begleitet von französischen Erläuterungen in roter und blauer Farbe. Das Werk zählt zu den einflussreichsten und meistzitierten mittelalterlichen Bilderhandschriften der Welt.

Der geheimnisvolle Bedford-Meister

Lange Zeit wurde angenommen, dass das kostbare Stundenbuch von John I. of Lancaster, dem Herzog von Bedford, in Auftrag gegeben wurde. Diese Annahme erklärt den Titel des Werkes und auch den Notnamen für seinen Gestalter, den Bedford-Meister. Obwohl der Bedford-Meister zur obersten Riege der mittelalterlichen Buchkünstler weltweit gehört, sind so gut wie keine Quellen über sein Leben überliefert. Es ist lediglich bekannt, dass der Meister von 1405 bis 1465 als einer der angesehensten Buchmaler Europas in Paris arbeitete. So gut wie alle umwerfenden Miniaturen seines Stundenbuches, welches die größte Meisterleistung des Künstlers darstellt, fertigte er persönlich an.

Ein persönlicher Buchschatz

Im Lauf der Geschichte stellte sich heraus, dass das unfassbar wertvolle und kostspielige Stundenbuch nicht vom Herzog von Bedford selbst in Auftrag gegeben wurde. Im Jahre 1423 ging der Herzog eine politisch bedeutende Ehe mit der französischen Herzogstochter Anna von Burgund ein. Ihr Vater Johann Ohnefurcht gilt als leidenschaftlicher Bücherliebhaber und besaß eine der größten Sammlungen handschriftlicher Manuskripte des gesamten Mittelalters. Man geht davon aus, dass das Bedford-Stundenbuch der Braut als Geschenk zur Eheschließung von ihrem Bruder Philipp überreicht wurde. Die Ehe der Anna und des Herzogs von Bedford wurde in historischen Quellen jedoch nicht als reine Zweckehe, sondern als eine aufrichtige Liebesbeziehung beschrieben. Somit wird das meisterhafte Stundenbuch noch heute als Symbol für die tiefe Liebe und Zuneigung des Paares für einander gesehen.

Innovativer Buchschmuck

Das ausgesprochen umfangreiche Stundenbuch ist mit sagenhaften 1288 Miniaturen in prächtigen Farben und opulentem Gold- und Silberschmuck ausgestattet. Jede Seite des Werkes präsentiert mindestens ein bezauberndes und unvergessliches Bildnis. Die Miniaturen, welche allesamt bedeutende Szenen des Alten und Neuen Testaments darstellen, revolutionierten die mittelalterliche Buchmalerei. Der Bedford-Meister besaß ein unbeschreiblich genaues Gespür für eine realitätsnahe Wiedergabe der Natur, für perspektivische Darstellungen, für landschaftliche Weite und für architektonische Zusammenhänge. Auch sein Talent in der Kunst des Porträtierens blieb von seinen zeitgenössischen Künstlerkollegen unerreicht. Seine ausdrucksstarken, realistischen Bildnisse stellen einen Höhepunkt unter der Illuminationskunst des Mittelalters dar und übten starken Einfluss auf spätere Miniatoren aus der ganzen Welt aus. Besonders das Bildnis zur Geschichte vom Turm zu Babel setzte Maßstäbe und ist bis heute berühmt. Diese herrliche Buchillustration versetzt jeden ihrer Betrachter in ehrfürchtiges Staunen.

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