Dante Alighieri - Göttliche Komödie Strozzi 152

Dante Alighieri - Göttliche Komödie Strozzi 152

Florenz (Italien) — Zweites Viertel des 14. Jahrhunderts

Geschmückt mit 49 prachtvollen Bas-de-Page-Miniaturen: Eine der schönsten Handschriften zur Göttlichen Komödie, dem opulenten Meisterwerk Dante Alighieris

  1. Dante Alighieri (ca. 1265-1321) gilt als der Vater der italienischen Sprache

  2. Diese Handschrift aus dem 14. Jahrhundert wurde entworfen, um jeden der 100 Gesänge der Geschichte zu illustrieren

  3. Wenn auch unvollendet, ist sie doch eine der am reichsten verzierten erhaltenen Dante-Handschriften

Dante Alighieri - Göttliche Komödie Strozzi 152

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Beschreibung
Dante Alighieri - Göttliche Komödie Strozzi 152

Die Göttliche Komödie von Dante Alighieri ist das wohl wichtigste literarische Werk des Mittelalters und ein Eckpfeiler der italienischen Literatur. Dantes spirituelle und philosophische Reise durch das Jenseits ist von unschätzbarem Wert für eine Darstellung der mittelalterlichen Weltsicht. Diese prächtige Handschrift wurde innerhalb weniger Jahrzehnte nach dem heute verlorenen Original angefertigt und enthält 49 kunstvoll kolorierte Bas-de-Page-Miniaturen, die die Erzählung klar und detailliert darstellen, sowie prachtvolle historisierte Incipit-Seiten von Pacino di Buonaguida. Darüber hinaus geben drei Kommentare von Dantes Zeitgenossen und seinem Sohn Jacopo weiterführende Einblicke in den Text. Nachdem sie über Generationen hinweg ein wertvoller Besitz der Familie Strozzi war, wurde diese feine Dante-Handschrift 1785 der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz vermacht.

Dante Alighieri - Göttliche Komödie Strozzi 152

Dante Alighieri (ca. 1265-1321) gilt nicht nur als Vater der italienischen Sprache und seine Divina Commedia ist nicht nur das herausragende Werk der gesamten italienischen Literatur, sondern zählt auch zu den wichtigsten Gedichten des Mittelalters. Das Werk hat seither unzählige andere Autoren beeinflusst und ist eines der Werke der abendländischen Literaturtradition, auf das am häufigsten Bezug genommen wird. Geleitet von dem römischen Dichter Vergil (70-19 v. Chr.) durchläuft der Autor und Protagonist der Göttlichen Komödie Hölle, Fegefeuer und Paradies auf einer spirituellen und philosophischen Reise, die nicht nur die italienische Literatur, sondern die gesamte europäische Gesellschaft nachhaltig beeinflusst hat. Wenn auch die Originalhandschrift selbst nicht erhalten geblieben ist, wurden zahlreiche Kopien angefertigt, darunter auch dieses prächtige Exemplar, das unter der Signatur Strozzi 152 in der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aufbewahrt wird.

Die Bilder zu Dantes Reise

Die Handschrift sollte ursprünglich jeden der 100 Canti illustrieren, aber nur 49 kunstvolle Bas-de-page-Miniaturen wurden fertiggestellt, der zweite Abschnitt zeigt Federzeichnungen von Maestro Daddesco, während der letzte Abschnitt unausgeschmückt blieb. Es ist nicht bekannt, warum die Arbeit an dem Manuskript schließlich eingestellt wurde. Diese Miniaturen präsentieren eine klare Erzählung, sind kunstvoll und detailliert und wurden mit einer raffinierten Farbpalette einschließlich Blattgold für die Flügel der Engel und die Gewänder der Figuren geschaffen. Die Handschrift ist wunderschön illuminiert, einschließlich dreier prächtiger historisierter Initialen und Friese am Anfang aller drei Cantica von der Hand des Pacino di Buonaguida (tätig ca. 1303 - ca. 1347) sowie verschiedener Arabesken und Voluten. Es ist eines von zahlreichen Dante-Manuskripten, die in der Werkstatt dieses Meisters zwischen 1330 und 1350 entstanden.

Kommentare von klugen Köpfen

Auch Kommentare zum Text der Göttlichen Komödie finden sich in diesem Manuskript. Jacopo della Lana (1290-1365) stammte aus der ältesten Adelsfamilie in Florenz und schrieb zwischen 1324 und 1328 den ersten Kommentar zu Dantes Werk, dessen Vorwort hier enthalten ist. Bosone da Gubbio war ein Politiker, Schriftsteller und Freund von Dante, der ein Kapitel des Kommentars verfasste. Schließlich schrieb der Sohn des Autors, Jacopo Alighieri (1289-1348), einen ausführlichen Kommentar zum Inferno, in dem er praktisch jede Zeile untersucht.
Schatz der Strozzi-Bibliothek
Ein Wappen auf der ersten Seite deutet darauf hin, dass es für ein Mitglied der **Bugliaffi-Familie
angefertigt wurde oder sich in deren Besitz befand, aber sonst ist wenig über die Geschichte des Manuskripts bekannt. Zu einem unbekannten Zeitpunkt kam es in den Besitz der Familie Strozzi, die die reichsten Mitglieder des Florentiner Adels und Rivalen der Familie Medici bildeten, bevor sie 1434 von ihnen aus Florenz verbannt wurden. Senator Carlo Strozzi (1587-1671) war ein bedeutender Bibliophiler und Autor, der eine große persönliche Bibliothek anhäufte, zu der auch der vorliegende Codex gehörte. Er war einer jener 183 Codices, die 1785 der Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz geschenkt wurden, wo er bis heute aufbewahrt wird.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Divina Commedia Strozzi 152
Umfang / Format
92 Folios / 37,0 × 24,5 cm
Herkunft
Italien
Datum
Zweites Viertel des 14. Jahrhunderts
Stil
Schrift
Bastarda
Buchschmuck
49 farbige Miniaturen; Einige Zeichnungen ; Zahlreiche historisierte Initialen
Inhalt
Dantes Göttliche Komödie
Vorbesitzer
Carlo di Tommaso Strozzi

Verfügbare Faksimile-Editionen:
La Divina Commedia Laurenziana
Dante Alighieri -Divina Commedia Strozzi 152
Imago – Castel Guelfo, 2019
Limitierung: 299 Exemplare
Faksimile-Editionen

#1 La Divina Commedia Laurenziana Dante Alighieri -Divina Commedia Strozzi 152

Imago – Castel Guelfo, 2019
La Divina Commedia Laurenziana
Dante Alighieri -Divina Commedia Strozzi 152
La Divina Commedia Laurenziana Dante Alighieri -Divina Commedia Strozzi 152 Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Imago – Castel Guelfo, 2019
Limitierung: 299 Exemplare
Kommentar: 1 Band
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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