Gebetbuch des Zisterzienserordens

Ms. theol. lat. quart. 9 - Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz (Berlin, Deutschland)

Alternativ-Titel:

Das Herrenalb-Gebetbuch, Das Herrenalber Gebetbuch, Das Gebetbuch aus Herrenalb, Cistercian Devotional Book, Devocionario del Císter, Missel de l'Ordre de Cíteaux, Devozionario Císterciense

Faksimile-Ausgabe
Unser Preis (neu)
€ 4.180
Frage / Bestellen
Kontakt

T: +49 (0)941.586 123 60

F: +49 (0)941.586 123 61

Bitte einloggen!
Auf die Vergleichsliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Wunschliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Bestandsliste

Kodiologie

Alternativ-Titel

Das Herrenalb-Gebetbuch
Das Herrenalber Gebetbuch
Das Gebetbuch aus Herrenalb
Cistercian Devotional Book
Devocionario del Císter
Missel de l'Ordre de Cíteaux
Devozionario Císterciense

Art
Umfang / Format

206 Seiten / 20.0 x 14.0 cm

Herkunft
Datum
1484
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Johannes Zurn von Nyposheim

Buchschmuck

30 ganzseitige Miniaturen

Kurzbeschreibung

Das sogenannte Herrenalber Gebetbuch ist ein Schatz der Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Die Handschrift ist ein wunderschönes Zeugnis ihrer Zeit, in der in 30 herrlichen Miniaturen Szenen der Passion präsentiert werden. Doch handelt es sich bei diesen Illustrationen um ganz besondere Malereien: sie wurden Kupferstichen nachempfunden, die von verschiedenen großen Meistern dieser neuartigen Druck-Technik geschaffen worden waren! Auf diese Weise wird die Frömmigkeit, die den Auftraggeber aus dem Kloster Herrenalb zu einem solchen Werk veranlasst hatte, wunderbar und tiefgreifend vermittelt. Johann Zürn aus Neibsheim schuf mit dem Herrenalber Gebetbuch eine für seine Zeit einzigartige Handschrift!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Gebetbuch des Zisterzienserordens

Das sogenannte Herrenalber Gebetbuch ist ein Schatz der Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts. Die Handschrift ist ein wunderschönes Zeugnis ihrer Zeit, in der in 30 herrlichen Miniaturen Szenen der Passion präsentiert werden. Doch handelt es sich bei diesen Illustrationen um ganz besondere Malereien: sie wurden Kupferstichen nachempfunden, die von verschiedenen großen Meistern dieser neuartigen Druck-Technik geschaffen worden waren! Auf diese Weise wird die Frömmigkeit, die den Auftraggeber aus dem Kloster Herrenalb zu einem solchen Werk veranlasst hatte, wunderbar und tiefgreifend vermittelt. Johann Zürn aus Neibsheim schuf mit dem Herrenalber Gebetbuch eine für seine Zeit einzigartige Handschrift!

Ein tiefgläubiger Auftrag

„Auf Veranlassung und Bitten des Laienbruders Ludwig von Bruchsal, der in Merklingen das Amt eines Prokurators innehatte, wurde dieses Gebetbuch von Johann Zürn aus Neibsheim (bei Bretten), Mönch und Kantor unseres Klosters Herrenalb vom Jahre 1482 an geschrieben und im Jahre 1484 sorgfältig beendet.“ So beginnt der lateinische Text des Manuskripts theol. lat. quart. 9 der Staatsbibliothek in Berlin, dem sogenannten Herrenalber Gebetbuch. Ludwig von Bruchsal gab im Jahr 1482 ein Werk in Auftrag, das nicht nur durch die typischen Texte, sondern auch und besonders durch die grandiosen Miniaturseiten tief beeindruckt.

Ein illuminiertes Gebetbuch aus Herrenalb

Das Herrenalber Gebetbuch enthält auf 206 Pergamentseiten einen Kalender, Bußpsalmen, Mariengebete und Heiligengebete, unter anderem zum Heiligen Bernhard von Clairvaux, und andere für solche Handschriften typische Texte. Schreiber und Verfasser des Herrenalber Gebetbuchs war Johann Zürn aus Nyposheim (dem heutigen Neibsheim), Kantor des 1148 gegründeten Zisterzienser-Klosters Herrenalb im heutigen Baden-Württemberg. Vermutlich war dieser Johann Zürn auch verantwortlich für den herrlichen Buchschmuck, der das Gebetbuch aus Herrenalb so einzigartig macht: 30 ganzseitige Miniaturen mit Szenen der Passion.

Kupferstiche als Vorlage

Bei diesen ausdrucksstarken und farbenprächtigen Darstellungen handelt es sich nicht um eigentliche Schöpfungen der Buchmaler. Der oder die Maler dieser wunderschönen Kompositionen stützten sich stattdessen auf Vorlagen von meisterhaften Kupferstichen. So finden sich unter den Vorlagen etwa Kupferstiche des oberrheinischen Künstlers Martin Schongauer und wahrscheinlich auch eines Straßburger Meisters ES, eines „Karlsruher Meisters von 1446" und des oberrheinischen Meisters WB.
Auf diese Weise wurde die neuartige Technik des Kupferstichs zurückübersetzt in das altbekannte Medium der Buchmalerei. Aus dieser fruchtbaren Verbindung entstanden herrliche Miniaturseiten, die zum Schönsten gehören, was das späte 15. Jahrhundert hervorbrachte!

Schnellsuche
Verlag
Alle Kriterien zeigen