Holkham-Bibel

Add. Ms. 47682 - British Library (London, Großbritannien)

Alternativ-Titel:

Holkham Bible, Holkham Bible Picture Book, Holkham MS 666

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Holkham Bible
Holkham Bible Picture Book
Holkham MS 666

Art
Umfang / Format

84 Seiten / 28.5 x 21.0 cm

Herkunft
Datum
Ca. 1327-35
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Unbekannter Dominikanermönch

Buchschmuck

231 biblische Szenen (ganzseitig für das Altes Testament, meistens halbseitig für das Neue Testament)

Vorbesitzer

Thomas William Coke, 1. Graf von Leicester von Holkham
Holkham Hall Bibliothek, Norfolk

Kurzbeschreibung

In der British Library in London wird diese wunderschöne und stilistisch einzigartige Bibel aufbewahrt. Die sogenannte Holkham-Bibel, benannt nach einem ihrer Besitzer im 19. Jahrhundert, ist ein Werk der englischen Buchmalerei des 14. Jahrhunderts. Als Auftrag eines unbekannten Dominikanerpaters, der in der ersten Miniatur wunderschön dargestellt ist, entstand diese einzigartige Bilderbibel, bei der der Fokus auf den Miniaturen liegt und der Text diese begleitet. Expressive Malerei und ein bewundernswertes Gespür für Farbe zeichnet den Stil des Londoner Buchmalers aus, der für dieses Meisterwerk verantwortlich war. Auf diese Weise entstand mit der Holkham-Bibel ein ungewöhnliches, eindrucksvolles Beispiel der englischen Buchkunst des Mittelalters!

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Beschreibung

Holkham-Bibel

In der British Library in London wird diese wunderschöne und stilistisch einzigartige Bibel aufbewahrt. Die sogenannte Holkham-Bibel, benannt nach einem ihrer Besitzer im 19. Jahrhundert, ist ein Werk der englischen Buchmalerei des 14. Jahrhunderts. Als Auftrag eines unbekannten Dominikanerpaters, der in der ersten Miniatur wunderschön dargestellt ist, entstand diese einzigartige Bilderbibel, bei der der Fokus auf den Miniaturen liegt und der Text diese begleitet. Expressive Malerei und ein bewundernswertes Gespür für Farbe zeichnet den Stil des Londoner Buchmalers aus, der für dieses Meisterwerk verantwortlich war. Auf diese Weise entstand mit der Holkham-Bibel ein ungewöhnliches, eindrucksvolles Beispiel der englischen Buchkunst des Mittelalters!

Eine englische Bilderbibel

Die Holkham-Bibel ist eine einzigartige Bilderbibel, bei der jedoch auch der Text nicht zu kurz kommt. Bild und Text sind eng verknüpft, so finden sich beispielsweise oft Spruchbänder in den Miniaturen. Der Text wurde – anders als sonst üblich in mittelalterlichen Handschriften – erst nach den Malereien eingefügt. Diese ungewöhnliche Handschrift ist vermutlich um 1327-1335 in London entstanden. Der Auftraggeber war ein unbekannter Dominikanermönch, der am Beginn der Handschrift in einer herrlichen Miniatur gezeigt wird: im Gespräch mit dem Miniaturisten vereinbart er den Auftrag und bekommt von seinem Gegenüber die Versicherung, sein Bestes zu geben!

Expressive und stilsichere Miniaturen

Die 231 Miniaturen auf insgesamt 84 Seiten halten dieses Versprechen. Wunderschöne Miniaturen illustrieren das Alte und das Neue Testament, wobei meistens zwei halbseitige Miniaturen übereinander eine Seite schmücken. Es finden sich jedoch auch zahlreiche ganzseitige Darstellungen. Expressive Figuren in dramatischen Kompositionen zeichnen den außergewöhnlichen Bilderschmuck aus. Der Miniaturist schuf ein Durcheinander aus Figuren, Landschaft und Ornament. Seine feinen Malereien zeugen von einem besonderen Gespür für die Qualität der Farben und Formen. Diese Mischung macht die Holkham-Bibel stilistisch einzigartig und zeugt von beeindruckender Könnerschaft!

Humor und Zeitgeist

Die biblischen Szenen der Miniaturen sind eingebettet in das mittelalterliche London, mit seinen technischen Neuerungen, seinem Trubel und seiner beeindruckenden Architektur. Dem aufmerksamen Betrachter entgeht auch nicht der feine – britische? – Humor, den der Maler an den Tag legte, als er die gängigen biblischen Erzählungen nach seinen Vorstellungen illustrierte. So spielt das Christuskind vergnügt mit den Sonnenstrahlen, und Herodes linst unter Salomes Rock, während sie in einem wilden Tanz begriffen ist. Der Hintergrund der Miniaturen ist häufig mit Ornament überzogen wie mit einer Tapete, ein für die Entstehungszeit untypisches Merkmal.
Ihren Namen erhielt diese besondere Handschrift von einem ihrer Besitzer: Thomas William Coke, 1st Earl of Leicester of Holkham. Im Jahr 1952 schließlich gelangte die Holkham-Bibel aus der Library of Holkham Hall in Norfolk in die British Library in London.

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