Buch der Fixsterne Alfons’ X. des Weisen

Ms. 78D12 - Kupferstichkabinett Staatliche Museen (Berlin, Deutschland)

Alternativ-Titel:

Book of Fixed Stars of Alfonso the Wise, Tablas de las Constelaciones de Alfonso X el Sabio, Tables des Constellations d’Alphonse X le Sage, Tavola delle Costellazioni di Alfonso X il Saggio, Tábuas das Constelações de Afonso X o Sábio

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Book of Fixed Stars of Alfonso the Wise
Tablas de las Constelaciones de Alfonso X el Sabio
Tables des Constellations d’Alphonse X le Sage
Tavola delle Costellazioni di Alfonso X il Saggio
Tábuas das Constelações de Afonso X o Sábio

Art
Umfang / Format

100 Seiten / 38.0 x 24.0 cm

Datum
13. oder 14. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Vielleicht Alfonso X.,der Weise (1221 - 1284), König von Kastilien, León und Galizien

Buchschmuck

50 ganzseitige Miniaturen in Gold und Silber

Kurzbeschreibung

Mit dem Buch der Fixsterne des Kastilischen Königs Alfons X. liegt ein Hauptwerk der europäischen Astronomie vor. Es enthält die wegweisenden „Alfonsinischen Tafeln“, die Alfons X., mit dem Beinamen „der Weise“, als königlicher Förderer der Wissenschaften und besonders der Astronomie in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Auftrag gab. Die Verbesserungen der Ptolemäischen Planetentafeln, von jüdischen Gelehrten in Toledo erstellt, fanden Verbreitung in ganz Europa und waren bis ins 16. Jahrhundert hinein maßgebend. Die Handschrift aus dem Berliner Kupferstichkabinett illustriert die astronomischen Tabellen mit wunderbaren Miniaturen, die vermutlich in Italien im 14. Jahrhundert gefertigt wurden.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Buch der Fixsterne Alfons' X. des Weisen

Mit dem Buch der Fixsterne des Kastilischen Königs Alfons X. liegt ein Hauptwerk der europäischen Astronomie vor. Es enthält die wegweisenden „Alfonsinischen Tafeln“, die Alfons X., mit dem Beinamen „der Weise“, als königlicher Förderer der Wissenschaften und besonders der Astronomie in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Auftrag gab. Die Verbesserungen der Ptolemäischen Planetentafeln, von jüdischen Gelehrten in Toledo erstellt, fanden Verbreitung in ganz Europa und waren bis ins 16. Jahrhundert hinein maßgebend. Die Handschrift aus dem Berliner Kupferstichkabinett illustriert die astronomischen Tabellen mit wunderbaren Miniaturen, die vermutlich in Italien im 14. Jahrhundert gefertigt wurden.

Die illustrierte Ausgabe eines berühmten astronomischen Werkes

Die 100 Seiten umfassende Handschrift ist mit 50 ganzseitigen Miniaturen überaus reich ausgestattet. Geheimnisvolle astronomische Darstellungen, Symbole der Sternzeichen, Tiere, Menschen und Fabelwesen illustrieren die astronomischen Tabellen zur Errechnung der Himmelsorte. In leuchtenden Farben, teilweise gar mit wertvollstem Gold und Silber ausgeschmückt, wird der lateinische Text mit erklärenden Miniaturen versehen.

Wegweisendes Werk der europäischen Astronomie

Die Grundlage zu der Handschrift legte Alfons X., genannt der Weise, König von Kastilien und Leon (1221-1284). Alfons X.war - wie schon der Beiname verrät - als Wissenschaftler berühmt. So gab er viele literarische Werke in Auftrag, verfasste selbst Gedichte und naturwissenschaftliche Werke. In Toledo gründete er eine Übersetzerschule, durch deren Werke arabisches und jüdisches Wissen in Europa verbreitet werden sollte. Besonders bekannt ist der kastilische König jedoch bis heute als großer Förderer der Astronomie. Zwischen 1252 und 1270 lies er die Ptolemäischen Planetentafeln optimieren, die heute als Alfonsinische Tafeln bekannt sind.
Die ptolemäische Kosmologie wurde Alfons X. Durch die Mauren in Spanien bekannt. Sie umfasste unter anderem einen Tabellenkatalog zur Berechnung der Stellung von Sonne, Mond und den fünf damals bekannten Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn). Im Auftrag des Königs wurde dieser auf den aktuellen Stand der Wissenschaft gebracht und so verbessert. So weisen die Alfonsinischen Tafeln die Besonderheit auf, dass sie als erste europäische Handschrift das Sternbild des Andromeda-Nebels erwähnen, das dem ptolemäischen Planetensystem noch unbekannt war. Außerdem waren die Tafeln auch beeinflusst durch as-Sufis (903-986) Werk „Das Buch der Fixsterne“ aus dem Jahr 1009, das als frühestes illustriertes Buch des Islam gilt.
Für die neuen Alfonsinischen Tafeln waren in Toledo zwei jüdische Gelehrte, Jehuda Ben Mose und Isaak Ben Sid, verantwortlich. Ursprünglich wurden die Alfonsinischen Sterntafeln auf Kastilisch verfasst. Nachdem sie eine solch grandiose Rezeption in ganz Europa erfuhren, gab es dann eine Übersetzung ins Lateinische. Bis ins 16. Jahrhundert zählten die Tafeln zu den einflussreichsten astronomischen Werken in Europa. Zeugnis davon legt die Berliner Handschrift ab, die vermutlich im 14. Jahrhundert in Italien entstanden ist.
Die illustrierte Ausgabe der Alfonsinischen Tafeln aus dem Berliner Kupferstichkabinett bietet somit die Gelegenheit, sich in die Geburtsstunde der europäischen Astronomie zu vertiefen und zugleich Miniaturen von höchster Qualität zu genießen.

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