Buch der Spiele von König Alfons des Weisen

T.I.6 - Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)

Alternativ-Titel:

Codex Alfonso, Book of Chess, Dice and Board Games by Alfonso X The Wise, Libro de los Juegos de Ajedrez, Dados y Tablas de Alfonso X el Sabio, Libro de acedrex, dados e tablas

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Codex Alfonso
Book of Chess, Dice and Board Games by Alfonso X The Wise
Libro de los Juegos de Ajedrez, Dados y Tablas de Alfonso X el Sabio
Libro de acedrex, dados e tablas

Art
Umfang / Format

98 Seiten / 41.0 x 29.0 cm

Herkunft
Datum
1283
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Alphons X., der Weise

Buchschmuck

150 Miniaturen

Kurzbeschreibung

Das Buch der Spiele von Alfons dem Weisen aus dem Jahr 1283 zählt zu den bedeutendsten und schönsten Abhandlungen über Brett- und Würfelspiele. Auftraggeber der herrlich ausgestatteten Handschrift war der kastilische König Alfons X., der den Beinamen der Weise trug. Als Förderer der Kunst und Wissenschaften ging er in die Geschichte ein. Sein Buch der Spiele, das heute im königlichen Kloster von San Lorenzo de El Escorial aufbewahrt wird, ist die bekannteste der von Alfons in Auftrag gegebenen Handschriften. Auf knapp 100 Seiten versammelt sie 150 Miniaturen, die 64 Schachaufgaben und Spielregeln anderer Brett- und Würfelspiele bildlich verdeutlichen. Eingeleitet wird das Buch mit der philosophisch-theologischen Frage nach dem Einfluss auf das menschliche Schicksal. Doch ist das Buch der Spiele mit seinen prächtigen Miniaturen zugleich ein Beweis für die friedliche Koexistenz von Christen, Arabern und Juden im Spanien des 13. Jahrhunderts!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Buch der Spiele von König Alfons dem Weisen

Das Buch der Spiele von Alfons dem Weisen aus dem Jahr 1283 zählt zu den bedeutendsten und schönsten Abhandlungen über Brett- und Würfelspiele. Auftraggeber der herrlich ausgestatteten Handschrift war der kastilische König Alfons X., der den Beinamen der Weise trug. Als Förderer der Kunst und Wissenschaften ging er in die Geschichte ein. Sein Buch der Spiele, das heute im königlichen Kloster von San Lorenzo de El Escorial aufbewahrt wird, ist die bekannteste der von Alfons in Auftrag gegebenen Handschriften. Auf knapp 100 Seiten versammelt sie 150 Miniaturen, die 64 Schachaufgaben und Spielregeln anderer Brett- und Würfelspiele bildlich verdeutlichen. Eingeleitet wird das Buch mit der philosophisch-theologischen Frage nach dem Einfluss auf das menschliche Schicksal. Doch ist das Buch der Spiele mit seinen prächtigen Miniaturen zugleich ein Beweis für die friedliche Koexistenz von Christen, Arabern und Juden im Spanien des 13. Jahrhunderts!

Spielszenarien in herrlichen Miniaturen

Jeweils rechts und links des Schachbretts sitzen zwei Spieler um das Spiel. Meist auf leuchtend blauem Grund dargestellt, finden die Spiele an unterschiedlichen Orten statt, beispielsweise im Zelt eines Mongolen oder in einem prächtigen Palastgarten. So verschiedene Spieler wie Könige, einfache Leute, Männer und Frauen oder Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen spielen friedlich miteinander. Oft stehen Berater hinter den Spielern, die sie zu beeinflussen versuchen. König Alfons der Weise wollte, wie es auch im Text festgehalten wird, Spiele für alle Gruppen von Menschen, für Frauen, alte Männer, Einsame und Gefangene, präsentieren. Außerdem finden sich im Buch der Spiele mit seinen herrlichen, farbenfrohen und eindrucksvollen Miniaturen auch Darstellungen von Handwerkern, die die Spiele herstellen. 98 großformatige Seiten präsentieren insgesamt 150, zum Teil sogar ganzseitige, Miniaturen.

Der weise König

Auftraggeber der bis heute weithin berühmten Handschrift war Alfons X. (1221-1284), genannt der Weise. Er war König von Kastilien und Leon und ungekrönter Gegenkönig des Heiligen Römischen Reiches. Bis heute ist Alfons der Weise – wie schon sein Beiname vermuten lässt - weniger als mächtiger Herrscher denn als bedeutender Förderer der Kunst und Wissenschaften bekannt. Er betätigte sich selbst als Dichter und Wissenschaftler, besonders in der Astronomie. Er prägte die Toledaner Übersetzerschule maßgeblich und war als großer Mäzen wirksam. Alfons X. gab viele bedeutende und prächtige Handschriften in Auftrag. Die bekannteste unter ihnen ist mit Sicherheit das berühmte Buch der Spiele.

Die Freuden des Spiels

Am Beginn der Handschrift stehen 64 Schach-Probleme. Als vornehmstes und meisterhaftestes Spiel wird dem Schach auch am meisten Platz eingeräumt. Insgesamt werden im Buch der Spiele 103 Spielaufgaben erörtert, neben Schach auch die Spielregeln anderer Brett- und Würfelspiele, die noch heute die Menschen begeistern und unterhalten, wie Mühle, Backgammon usw. Die Handschrift folgt einer Einteilung in drei Gruppen von Spielen: Schach, Würfelspiele und Tricktrack. Am Ende des Buches werden zwei interessante astrologische Spiele präsentiert.
Das Buch der Spiele wird mit einem philosophisch-theologischen Problem eingeleitet: mit der Frage, ob der Mensch für sein Schicksal verantwortlich ist. Dabei werden Begriffe wie Rationalismus, Pragmatismus oder Fatalismus, die auch im Spiel eine wichtige Rolle spielen, verwendet. Auf diese Weise werden dem Leser mit den Regeln für die Brettspiele zugleich Anhaltspunkte für das Spiel des Lebens vermittelt. Heute gilt das Buch der Spiele von Alfons dem Weisen als das "wahrscheinlich schönste Buch zur Kulturgeschichte des Spiels überhaupt", wovon man sich beim Betrachten der beeindruckenden Miniaturen selbst überzeugen kann.

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