Codex Calixtinus

Ms. 2631 - Universidad de Salamanca / Archivo de la Catedral (Salamanca, Spanien)

Alternativ-Titel:

Codex Calixtinus de la Universidad de Salamanca, Codex Calixtinus of the University of Salamanca, Liber Sancti Jacobi

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Codex Calixtinus de la Universidad de Salamanca
Codex Calixtinus of the University of Salamanca
Liber Sancti Jacobi

Umfang / Format

246 Seiten / 33.1 x 24.5 cm

Herkunft
Datum
Um 1325
Stil
Genre
Sprache

Kurzbeschreibung

Seit geraumer Zeit erfreut sich eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela wieder überaus großer Beliebtheit und Popularität. Doch geht diese Tradition des Pilgerns zum Grab des Heiligen Jakobus im äußersten Nordwesten Spaniens zurück bis ins 9. Jahrhundert. Ein offizieller Pilgerführer und Grundlage für den großartigen Kult um Jakobus d. Ä. aus dem 12. Jahrhundert ist das sogenannte Liber Sancti Iacobi, auch bekannt als Codex Calixtinus. Das älteste Exemplar dieses Codex befindet sich noch heute in Santiago. Doch in der Universität von Salamanca wird eine wertvolle Kopie dieser Schrift aus dem 14. Jahrhundert aufbewahrt. Die liturgischen Texte, Wundererzählungen, Lieder und besonders der mittelalterliche Pilgerführer lassen noch heute die Magie dieses Ortes - rund um das Grabmal des Heiligen Jakobus - nachvollziehen und lassen verstehen, warum eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela über Jahrhunderte hinweg so große Faszination ausübt.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Codex Calixtinus de la Universidad de Salamanca

Seit geraumer Zeit erfreut sich eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela wieder überaus großer Beliebtheit und Popularität. Doch geht diese Tradition des Pilgerns zum Grab des Heiligen Jakobus im äußersten Nordwesten Spaniens zurück bis ins 9. Jahrhundert. Ein offizieller Pilgerführer und Grundlage für den großartigen Kult um Jakobus d. Ä. aus dem 12. Jahrhundert ist das sogenannte Liber Sancti Iacobi, auch bekannt als Codex Calixtinus. Das älteste Exemplar dieses Codex befindet sich noch heute in Santiago. Doch in der Universität von Salamanca wird eine wertvolle Kopie dieser Schrift aus dem 14. Jahrhundert aufbewahrt. Die liturgischen Texte, Wundererzählungen, Lieder und besonders der mittelalterliche Pilgerführer lassen noch heute die Magie dieses Ortes - rund um das Grabmal des Heiligen Jakobus - nachvollziehen und lassen verstehen, warum eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela über Jahrhunderte hinweg so große Faszination ausübt.

Eine päpstliche Schrift?

Der Codex Calixtinus aus Salamanca ist eine von fünf erhaltenen Handschriften mit dem vollständigen Text des Liber Santi Iacobi. Neben dem ältesten „Original“ in Santiago de Compostela aus dem 12. Jahrhundert und der Kopie in Salamanca aus dem 14. Jahrhundert existiert noch je ein Exemplar in der British Library, in der Biblioteca Apostolica Vaticana und in der Spanischen Nationalbibliothek in Madrid. Der berühmte Codex Calixtinus erhielt seinen Namen durch die ursprüngliche Zuschreibung der Texte an Papst Calixtus II. (1119-1124). Wahrscheinlich stammen die Texte jedoch von hochstehenden Klerikern, unter anderem von Aimeric Picaud, der den Codex nach Santiago überbrachte. Viele Legenden und Geheimnisse ranken sich um das Buch des Heiligen Jakobus, das das gesamte Mittelalter hindurch und bis heute eng mit dem Kult um Jakobus d.Ä. Verbunden war und ist.

Spannende Legenden und ein mittelalterlicher Reiseführer

Jakobus der Ältere war nach dem Neuen Testament der Bruder Johannes des Evangelisten und einer der Jünger Christi. Um das Jahr 44 erlitt er den Märtyrertod. Seit dem 9. Jahrhundert existiert die Legende der Translation seines Leichnams nach Spanien, die die Berühmtheit von Santiago de Compostela als Pilgerziel begründete.
Mit dem Liber Sancri Iacobi wurde im 12. Jahrhundert eine offizielle Grundlage für den Jakobus-Kult geschaffen, die große Berühmtheit erfuhr. Die Sammelhandschrift enthält Texte, Gebete und Gesänge zur Messe, 22 Wundererzählungen des Jakobus, die Geschichte von der Translation seines Leichnams nach Santiago und einen Anhang mit besonderen, mehrstimmigen Liedern. Der berühmteste Teil des Codex ist jedoch ein Pilgerführer, in dem verschiedene Wege nach Santiago de Compostela eingehend beschrieben werden und eine Anleitung zum Pilgern gegeben wird.

Der Heilige Jakobus und Karl der Große

Historisch bedeutsam ist der Codex Calixtus darüber hinaus auch im Hinblick auf Karl den Großen. Die Handschrift enthält nämlich eine historisch bedeutsame Fälschung des 12. Jahrhunderts: den berühmten Text des sogenannten Pseudo-Turpin, auch bekannt als Historia Karoli Magni et Rotholandi. Diese besteht aus einer Sammlung von Legenden zum Spanienfeldzug Karls des Großen, die als Chronik des Reimser Bischofs Turpin, eines Zeitgenossen Karls des Großen, ausgegeben wurde. Dies stellte sich jedoch im 15. Jahrhundert als Fälschung heraus. Die Historia hatte in ganz Europa große Popularität und eine weite Verbreitung erreicht und vielfältigste Einflüsse auf Kunst und Literatur ausgeübt.
So enthält der Codex Calixtus auf 246 Seiten neben einer Miniatur zu Jakobus als Pilger auch bildliche Darstellungen dieser Geschichte Karls des Großen mit Roland und Turpin. Sowohl die großartige, leuchtend buntfarbige Gestaltung der Miniaturen als auch der historisch bedeutende Text des um 1325 entstandenen Codex in Salamanca gewähren einen wunderbaren Einblick in die Welt mittelalterlicher Pilgerreisen und Geschichten.

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